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Alle Meldungen von der Stiftung Euronatur

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    Besser als jeder Krimi: Am kommenden Sonnag haben Sie die Chance, sich mit den Filmemachern Cornelia Volk und Jochen Schmoll auf die Suche nach dem seltenen Balkanluchs zu machen und einen der größten flugfähigen Vögel in Aktion zu beobachten. 3SAT zeigt die zweiteilige Dokumentation „Im Herzen des Balkans“ am 12.05. um 20.15 Uhr und um 21 Uhr.

    Im ersten Teil der Reihe („Die Pelikane vom Prespa-See“) entführen Sie die Filmemacher in eine wahre Zauberlandschaft am Grünen Band Balkan: die Prespa-Seen im Dreiländereck Mazedonien, Albanien und Griechenland. Hier brüten die weltweit vom Aussterben bedrohten Krauskopfpelikane noch in großer Zahl und profitieren vom außerordentlichen Fischreichtum der Seen.

    Eine kleine Sensation hält der zweite Teil der Reihe („Auf der Suche nach dem Luchs“) parat: Bei ihren Dreharbeiten gelang es Cornelia Volk und Jochen Schmoll, zum ersten Mal einen Balkanluchs aus unmittelbarer Nähe zu filmen. Im März 2010 war das Filmteam mit den EuroNatur-Projektpartnern der Mazedonischen Ökologischen Gesellschaft (MES) im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien unterwegs. Das Ergebnis ist eine spannende Exkursion durch die Wälder des Mavrovo-Nationalparks, geprägt von beeindruckenden Aufnahmen dieser Gebirgslandschaft am Grünen Band Balkan und von Balkanluchs „Marko“.


    Die Sendetermine:

    • „Im Herzen des Balkans - Die Pelikane vom Prespa-See“ : am 12.05., 20.15 Uhr
    • „Im Herzen des Balkans - Auf der Suche nach dem Luchs“ : am 12.05., 21.00 Uhr


    Wiederholung auf 3SAT am:

    • 13.05., 13.20 Uhr: Die Pelikane vom Prespa-Park
    • 13.05., 14.00 Uhr: Auf der Suche nach dem Luchs

     

    Zur Programmvorschau von 3SAT

     

     


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    Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Initiative „Grünes Band Europa“ trafen sich heute Akteure aus 24 europäischen Ländern in Berlin. Auf der internationalen Fachtagung diskutierten sie über die Erfahrungen, Herausforderungen und die Zukunft des einzigartigen Lebensraumverbunds entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs.

    Ein lebendes Denkmal im zusammenwachsenden Europa


    Überstaatliche Koordinationsstruktur gefordert

    Süd-Korea an europäischen Erfahrungen für die Demilitarisierte Zone interessiert

     

    Gemeinsame Presseinformation von EuroNatur, BUND und 
    Bundesamt für Naturschutz vom 16. Mai 2013 

     

    Berlin/Radolfzell.   Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Initiative „Grünes Band Europa“ trafen sich heute Akteure aus 24 europäischen Ländern in Berlin. Auf der internationalen Fachtagung diskutierten sie über die Erfahrungen, Herausforderungen und die Zukunft des einzigartigen Lebensraumverbunds entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Während bereits viele (grenzüberschreitende) Projekte und Aktivitäten auf verbandlicher und behördlicher Ebene am Grünen Band Europa erfolgreich umgesetzt werden, wünschen sich viele Beteiligte eine stärkere und nachhaltigere politische Unterstützung in ihren Ländern und von der Europäischen Union. Die Etablierung einer offiziellen und länderübergreifenden Koordinationsstruktur für das Grüne Band Europa wäre dazu ein maßgeblicher Schritt. Großes Interesse an den Erfahrungen mit dem 12.500 km langen europäischen Grünen Band zeigen Vertreter aus Süd-Korea, die auch ihre Anstrengungen bezüglich der Demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nord-Korea auf der Tagung präsentierten.

     

    Veranstalter der Fachtagung waren das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der EuroNatur Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). „Wir sind uns als Initiatorin und deutsche Fachbehörde unserer zentralen Verantwortung für dieses europäische Projekt bewusst. Aus Sicht des Naturschutzes bietet das ‚Grüne Band Europa‘ die besten Voraussetzungen zur Entwicklung einer internationalen ‚grünen Infrastruktur‘. Es ist das Rückgrat eines europäischen Biotopverbundes, so wie ihn jüngst als sogenannte ‚Grüne Infrastruktur‘ auch die Europäische Kommission gefordert hat“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel auf der Tagung. Die Präsidentin von EuroNatur, Christel Schroeder, wies auf die Gefährdungen durch zerstörerische Infrastruktur-Großprojekte und industrielle Landwirtschaft hin: „Wenn das europäische Grüne Band nicht als Gesamtidee berücksichtigt wird, droht seine Zerstückelung und damit seine Auflösung. Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass diese friedensstiftende Idee keinen Partikularinteressen geopfert wird.“ Nach Ansicht von Prof. Hubert Weiger, Vorsitzendem des BUND Deutschland, ist das Grüne Band ein wichtiger Impulsgeber für eine nachhaltige ländliche Entwicklung: „Der ökologische Reichtum kann nur dann langfristig erhalten werden, wenn sein Wert von den Menschen auch geschätzt wird. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie das Grüne Band zur natur-touristischen Entwicklung strukturschwacher Grenzregionen beitragen und wirtschaftlichen Mehrwert generieren kann.“

    EU-Umweltkommissar Janez Potočnik, der selbst nur wenige Kilometer vom Grünen Band entfernt aufgewachsen ist, meldete sich auf der Konferenz in einer Videobotschaft zu Wort: „Das Grüne Band überwindet Grenzen und verbindet Natur und Menschen. Es trifft damit das Herz dessen, wofür Europa und nachhaltige Entwicklung stehen. Es hilft zudem eine Verbindung herzustellen zwischen europäischer Politik und der praktischen Umsetzungsebene. Diese Konferenz ist dabei ein exzellentes Beispiel wie Mitgliedsstaaten, Nicht-Regierungsorganisationen und andere Stakeholder effektiv zusammen arbeiten.“



    Hintergrund: Grünes Band Europa

    Im Jahr 2003 hat die europäische Initiative für ein europäisches Grünes Band ihre Anfänge in Deutschland genommen und seither wird die Erhaltung und Entwicklung des über 12.500 Kilometer langen ökologischen Korridors durch Europa von zahlreichen Akteuren vorangetrieben.

    Bereits seit den 1970er Jahren starteten in mehreren Bereichen Aktivitäten zum Schutz der einzigartigen Natur, die sich im Schatten der Grenzanlagen entwickeln konnte. Etablierten sich nach 1989 einige regionale Projekte, konnte vor zehn Jahren die europaweite Initiative aus der Taufe gehoben werden. 10 Jahre später arbeiten hier Menschen über alle Sprach- und Kulturbarrieren hinweg in zahlreichen Projekten und Aktivitäten zusammen. Beispielhaft zu nennen wären hier drei trans-nationale Interreg-Projekte in Zentraleuropa und entlang der Ostseeküste, Vorbereitung grenzüberschreitender Schutzgebiete in Fennoskandien und auf dem Balkan sowie grenzüberschreitende Vorhaben zum Schutz der großen Grenzflüsse wie Drau und Mur als auch gezielte Artenschutzprojekte wie für den Balkanluchs. All diese Bemühungen lassen die europäische Idee Wirklichkeit werden: „Grenzen trennen. Natur verbindet“ lautet der Leitspruch. Dies ist auch konkret im politischen Sinne zu verstehen, denn das Grüne Band Europa bietet die einmalige Chance, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und den Prozess der europäischen Einigung weiter voranzutreiben. 

    Das Grüne Band Europa hat für den pan-europäischen Biotopverbund eine herausragende Bedeutung. Diese spiegelt sich in der Häufung von großflächigen Schutzgebieten wider. Allein 40 Nationalparke liegen direkt entlang des früheren Eisernen Vorhangs vom Eismeer bis ans Schwarze Meer; 16 davon sind grenzüberschreitende Nationalparke. Mehr als 3.200 Schutzgebiete befinden sich innerhalb eines 50 Kilometer breiten Korridors. Zudem finden zahlreiche Arten der Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutz-Richtlinie der EU einen Lebensraum im Grünen Band, wie die gefährdete Bechstein-Fledermaus, der stark gefährdete Mausschläfer, die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel und die Zwerggans. Alle diese Arten stehen auf den Roten Listen Europas.

     

    Weitergehende Informationen:

    • Hintergrundpapier 10 Jahre Initiative “Europäisches Grünes Band” (pdf-Datei)

     

     


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    Eindeutiges Votum im steirischen Landtag in Österreich: Alle Parteien sprachen sich am vergangenen Dienstag mit großer Mehrheit gegen die Pläne Sloweniens aus, die Wasserkraft an der Mur auszubauen.

    Das Votum im Landtag des österreichischen Bundeslandes Steiermark war eindeutig: Alle Parteien stimmten am vergangenen Dienstag für einen Antrag der Grünen zum Schutz der Mur. Darin forderten die Abgeordneten die Landesregierung auf, sich deutlich gegen den von Slowenien geplanten Ausbau der Wasserkraft an dem österreichisch-slowenischen Grenzfluss auszusprechen.

    Wie Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, will die slowenische Regierung bis zu acht Wasserkraftwerke an der Mur errichten. Für das Kraftwerk in Hrastje Mota wird bereits ein Raumplanungsverfahren durchgeführt. „Der Ort liegt nur zehn Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, würde das auch die Flusslandschaft der steirischen Grenz-Mur stark beeinträchtigen“, warnt EuroNatur-Projektleiterin Romy Durst.

    Der Auwald entlang dieses über 30 Kilometer langen Flussabschnitts zählt zu den artenreichsten Lebensräumen des Bundeslandes und ist seit 2005 Bestandteil des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur seit vielen Jahren für den Schutz der einzigartigen Flusslandschaften an Mur und Drau ein. Mit dem Antrag der Grünen im steirischen Landtag erhalten die Naturschützer jetzt auch von politischer Seite Schützenhilfe. Insbesondere Regina Thalmeier, Referentin der Grünen, habe sich mit Nachdruck für die Initiative eingesetzt, lobt ein Vertreter der lokalen Naturschutzbehörde. „Jetzt ist die steirische Landesregierung am Zug: Sie muss den Landtagsbeschluss nun rasch umsetzen“, fordert Romy Durst.


    Lesen Sie die Pressemitteilung der Grünen zum steirischen Landtagsbeschluss

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Flusslandschaften von Mur und Drau

     

     


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    Die Freude über die Flamingo-Kolonie in der Saline Ulcinj in Montenegro währte nur kurz: Vor wenigen Tagen hat ein Großteil der Tiere die Saline verlassen und die Nester der Vögel wurden geplündert. Alle bisher gefundenen Spuren lassen auf menschliche Eingriffe schließen.

    Die Freude über die rund 1.000 Rosaflamingos, von denen seit Anfang Mai fast 200 Brutpaare in der Saline Ulcinj in Montenegro brüteten, währte nur kurz: Vor wenigen Tagen hat ein Großteil der Tiere die Saline verlassen und die Nester der Vögel wurden geplündert. Alle bisher gefundenen Spuren lassen auf menschliche Eingriffe schließen.


    So entdeckten Mitarbeiter von EuroNatur-Partner CZIP verdächtige Fußspuren im Schlamm der Saline. Zudem hatte eine Bewohnerin der nahe gelegenen Stadt Ulcinj nur wenige Nächte zuvor beobachtet, dass eine große Anzahl Flamingos über dem Ort kreiste. Ihrem Bericht zufolge seien die Tiere sehr unruhig gewesen. „Offensichtlich kam es in dieser Nacht zu einer erheblichen Störung der Kolonie. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Flamingos mehrere Male aufgeschreckt wurden, bevor sie schließlich endgültig ihre Nester verlassen haben“, erklärt EuroNatur-Projektleiterin Romy Durst.


    Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatten die Flamingos die Saline Ulcinj nicht nur als Rast- sondern auch als Brutplatz genutzt. Unter anderem wegen der ständigen Bedrohung durch Vogeljäger hatten sie dort bislang nur während des Frühjahrs- und Herbstzugs kurze Zwischenstopps eingelegt aber nicht gebrütet. Doch in diesem Frühjahr führten Mitarbeiter von EuroNatur-Partner CZIP sowie internationale Vogelschützer regelmäßig Kontrollen in der Saline Ulcinj durch. Die ununterbrochene Präsenz der Vogelschützer half, die Wilderei stark einzudämmen. So konnten sich bis Anfang Mai fast 1.000 Flamingos in aller Ruhe zu einer großen Schar zusammenfinden. „Die aktuellen negativen Entwicklungen sind daher ein herber Rückschlag“, bedauert Romy Durst.


    Es besteht jedoch noch Hoffnung, dass sich eine neue Kolonie entwickelt: Denn nicht alle Vögel haben die Saline verlassen. Rund 200 Flamingos halten sich weiterhin in einem Salinenbecken auf, das derzeit gute Brutbedingungen für die Vögel bietet. Mit Unterstützung von EuroNatur wird CZIP in den kommenden Wochen ein Monitoring in der Saline durchführen, um die weitere Entwicklung der verbliebenen Flamingos zu überwachen.



    Lesen sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Saline Ulcinj

     

     


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    Das Netzwerk der „Europäischen Storchendörfer“ hat ein neues Mitglied. Am 23. Mai zeichnete die Naturschutzstiftung EuroNatur eine Gemeinde in Mazedonien als „Europäisches Storchendorf“ 2013 aus.

    Gemeinde in Mazedonien in Netzwerk aufgenommen

    Pressemitteilung vom 29. Mai 2013



    Radolfzell.   Das Netzwerk der „Europäischen Storchendörfer“ hat ein neues Mitglied. Am 23. Mai zeichnete die Naturschutzstiftung EuroNatur eine Gemeinde in Mazedonien als „Europäisches Storchendorf“ 2013 aus. Češinovo-Obleševo umfasst insgesamt 11 kleine Dörfer und in diesem Jahr brüteten dort auf Hausdächern und Strommasten insgesamt 70 Weißstorchpaare. In den Niederungen des Flusses Bregalnica gelegen, bietet die Gemeinde Meister Adebar reiche Nahrungsgründe. Besonders die ausgedehnten Reisfelder beherbergen eine große Vielfalt an Amphibien.

    Im sogenannten Kočani-Štip-Tal (von dem ein großer Teil im Gemeindegebiet von Češinovo-Obleševo liegt) lebt mit etwa 180 Paaren die zweitgrößte Weißstorch-Population Mazedoniens. „Die Menschen in Češinovo-Obleševo sind stolz auf ihre Störche. Bislang fehlten der Gemeinde aber die Mittel und das Know-how, um weitreichende Schutzmaßnahmen durchführen zu können. Als Mitglied des internationalen Netzwerks ‚Europäische Storchendörfer‘ erhalten sie nun die Chance, Lösungen für einen nachhaltigen Storchenschutz zu entwickeln“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Neben dem Weißstorch bieten die Reisfelder der Gemeinde Češinovo-Obleševo auch zahlreichen Reiherarten wie Nacht-, Grau-, Seiden- und Silberreiher wertvollen Lebensraum.

    Mit der Initiative „Europäische Storchendörfer“ setzt EuroNatur seit vielen Jahren einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Störche in Europa und schafft eine wachsende Allianz für den Schutz der eleganten Großvögel. Seit 1994 zeichnet die Stiftung Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Češinovo-Obleševo ist Storchendorf Nummer 12



    Hintergrundinformationen:

     

    Rückfragen:

    EuroNatur

    Konstanzer Str. 22

    78315 Radolfzell

    Tel.: 07732 - 92 72 10

    Fax: 07732 - 92 72 22

    E-Mail: info@euronatur.org

    Internet: www.euronatur.org

    Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer

    Pressekontakt: Katharina Grund


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    Wichtiger Etappensieg im Kampf gegen die Zerstörung wertvoller Flusslandschaften in Südosteuropa: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hat ihre Kreditzusage für ein geplantes Wasserkraftwerk am Fluss Ombla vorerst zurückgezogen.

    Wichtiger Etappensieg im Kampf gegen die Zerstörung wertvoller Flusslandschaften in Südosteuropa: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (engl. EBRD) hat ihre Kreditzusage für ein geplantes Wasserkraftwerk am Fluss Ombla vorerst zurückgezogen.

    Der kroatische Energieversorger HEP plant, an dem kleinen Fluss nahe der Stadt Dubrovnik ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 68 Megawatt zu bauen. Und das, obwohl das Gebiet bereits als Teil des europäischen Schutzgebiets-Netzwerks Natura 2000 nominiert ist. Die Pläne hatten von Anfang an großen Widerstand bei nationalen und internationalen Umwelt- und Naturschutzorganisationen ausgelöst, denn das empfindliche Karstökosystem würde durch den Eingriff massiv beeinträchtigt. „Die Pläne für den Kraftwerksbau an der Ombla laufen geltendem EU-Recht völlig zuwider. Die Entscheidung der EBRD, das Projekt nicht zu unterstützen, war deshalb mehr als überfällig“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.


    Noch immer nicht vom Tisch sind dagegen die Planungen für den Bau eines Wasserkraftwerks im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien. Auch dort hat die EBRD ihre Finger im Spiel: Für das Projekt „Boskov Most“ will die Bank dem mazedonischen Stromerzeuger ELEM ein Darlehen in Höhe von 65 Millionen Euro zur Verfügung stellen.


    Lesen Sie mehr unter „Rettet Mavrovo!“


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    Am vergangenen Donnerstag einigten sich Vertreter des EU-Parlaments und der EU-Fischereiminister auf eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik. Damit hoffen die EU-Staaten die jahrelange Überfischung der europäischen Meere zu beenden.

    Der Kompromiss sieht unter anderem vor, die Fangobergrenzen künftig stärker an wissenschaftlichen Empfehlungen sowie ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten. So sollen sich stark überfischte Bestände bis zum Jahr 2020 wieder erholen können. Zudem einigten sich die Verhandlungspartner darauf, das Zurückwerfen von ungewollten Beifang weitgehend zu verbieten. 

    Die Verbändeallianz OCEAN2012, der auch EuroNatur angehört, begrüßte die geplante Neuausrichtung der europäischen Fischereipolitik. Dennoch geht die Reform EuroNatur und den Verbänden der Allianz nicht weit genug. So fehlt unter anderem ein klarer Zeitrahmen, um die Erholung stark überfischter Bestände zu sicherzustellen. Zudem sind einige Fragen zur technischen Umsetzung noch offen – etwa, wie die erlaubte Rückwurfquote von fünf Prozent wirksam überprüft werden kann.

    Die ausgehandelte Einigung muss in den kommenden Wochen noch vom EU-Ministerrat sowie dem Plenum des EU-Parlaments bestätigt werden. Die Zustimmung gilt aber als sicher.

    Zur Pressemitteilung der Verbändeallianz OCEAN2012


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    Große Freude bei der EuroNatur-Partnerorganisation Fund for Wild Flora and Fauna (FWFF): Im Mai 2013 konnten die bulgarischen Naturschützer zum ersten Mal seit 50 Jahren drei der vier europäischen Geierarten in der Kresna-Schlucht im Südwesten Bulgariens sichten.

    Große Freude bei der EuroNatur-Partnerorganisation Fund for Wild Flora and Fauna (FWFF): Im Mai 2013 konnten die bulgarischen Naturschützer zum ersten Mal seit 50 Jahren drei der vier europäischen Geierarten in der Kresna-Schlucht im Südwesten Bulgariens sichten. Die am Flusslauf der Struma gelegene Schlucht ist damit eine der wenigen Regionen in Europa, an denen Gänsegeier, Mönchsgeier und Schmutzgeier zusammen an einem Ort beobachtet werden können.

    Anfang der 1970er Jahre galten Gänse-, Mönchs- und Bartgeier in Bulgarien als ausgestorben. Gegen Wölfe ausgelegte Giftköder und die jahrzehntelange direkte Verfolgung hatten den Aasfressern den Garaus gemacht. Dank eines groß angelegten Wiederansiedlungsprogramms und intensiver Schutzbemühungen geht es mit den bulgarischen Geierbeständen inzwischen wieder bergauf. So leben allein in der Kresna-Schlucht inzwischen wieder über 20 Gänsegeier. Einen großen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung haben die Mitarbeiter des FWFF. Sie haben 2010 begonnen, die großartigen Segler wiederanzusiedeln. Um den Aasfressern eine ausreichende Nahrungsgrundlage zu sichern, richteten die Naturschützer Futterplätze ein, an denen sie regelmäßig die Kadaver verendeter  Wild- und Nutztiere auslegen. Der reich gedeckte Tisch lockt inzwischen auch andere Besucher an: Im Mai dieses Jahres konnten die bulgarischen Naturschützer dort zum ersten Mal neben Gänsegeiern auch einen Mönchs- und einen Schmutzgeier beobachten.

    Lesen Sie die Meldung des FWFF (englisch)

     

     


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    Feiern Sie mit uns das frisch gekrönte „Europäische Storchendorf“ 2013, verfolgen Sie die ersten Tage der ausgewilderten Bartgeier Kalandraka und Aschka und lesen Sie weitere spannende Geschichten aus der Welt der Zugvögel.

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    Am 6. Juni erhielt die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne für den Erhalt der größten zusammenhängenden Heideflächen in Nordrhein-Westfalen den Deutschen Landschaftspflegepreis 2013. In der Kategorie „Vorbildliche Projekte“ wurde der langjährige EuroNatur-Partner für „25 Jahre Heidepflege auf dem Truppenübungsplatz Senne“ ausgezeichnet.

    Auf dem durch britische Streitkräfte verwalteten Gelände ist großflächig die alte westfälische Heidelandschaft erhalten geblieben - eine historische Kulturlandschaft, die von Menschen geformt wurde. Die Pflegemaßnahmen tragen erheblich dazu bei, diesen Kultur- und Naturschatz für kommende Generationen zu erhalten. „Da EuroNatur die Heidepflege in Form einer regelmäßigen, traditionellen Schafbeweidung seit vielen Jahren unterstützt, ist dieser Preis auch ein Preis für die ausdauernde Förderung von Naturschutz-Projekten durch die Stiftung. Gemeinsam mit der Biologischen Station Kreis-Paderborn-Senne, unserer Partnerin vor Ort, sind wir stolz auf diese Auszeichnung“, sagt EuroNatur-Präsidentin Christel Schroeder.

    Mit der Beweidung durch Heidschnucken wurde eine der traditionellen Formen der Heidebewirtschaftung wiederbelebt. Betreut von einem Schäfer und einigen Hütehunden weidet die Herde außerhalb der Schießzeiten auf dem Truppenübungsplatz und hält die Heideflächen von aufkommenden Sträuchern, Büschen und Bäumen frei. Seit 2001 ist das knapp über 10.000 Hektar große Gelände als FFH-Gebiet ausgewiesen. Ganz entscheidend dazu beigetragen haben die wertvollen Offenlebensräume wie Sandtrockenrasen und Zwergstrauchheiden, die auf dem Truppenübungsplatz Senne dank der Pflegemaßnahmen heute noch zu finden sind. Diese bergen ein beeindruckendes Inventar an bedrohten Tier- und Pflanzenarten, darunter Neuntöter, Wendehals, Haar-Ginster, Zauneidechse und das Kleine Nachtpfauenauge. 

    Aus der Hand des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer nahmen Vertreter der Biologischen Station gemeinsam mit Forstdirektor Jürgen Rost, Leiter des Bundesforstbetriebes Rhein-Weser, am 6. Juni in Berlin den 2. Preis des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege für herausragende Projekte entgegen.


    Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Senne 


    Link zur Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne mit Impressionen der Wanderschäferei


    Link zur Pressemitteilung der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne vom 10.6. 2013


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  • 06/24/13--03:00: Letzes Lied für Zugvögel
  • Der Artikel von Jonathan Franzen über die Vogeljagd auf dem Balkan und den Vogelmord an der ägyptischen Mittelmeerküste ist seit Freitag am Kiosk in deutscher Sprache erhältlich.

    Link zum Magazin National Geographic 


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    Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des von EuroNatur unterstützten Wolf-Monitorings, zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.

    Gemeinsame Presseinformation von
    EuroNatur und IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) vom 26. Juni 2013

     

    Radolfzell/ Hamburg.   Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolf-Monitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.
    Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2012/13 westlich der Weichsel auf insgesamt 26 Rudel und drei bis vier markierende Paare. Unklar ist, wie viele der fünf Territorien entlang der deutsch-polnischen Grenze sich sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite erstrecken. Der IFAW und Wolfswissenschaftler fordern daher ein grenzübergreifendes Monitoring, um Doppelzählungen von Rudeln zu vermeiden.

    Neue Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen in den Sudeten geben Grund zur Hoffnung, dass Wölfe  nach Jahrzehnte langer Abwesenheit bald auch diese Region wieder dauerhaft besiedeln. Zudem gibt es Belege für zwei bis drei Wölfe in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal nahe der polnischen Kleinstadt Chojna.

    „Die Ergebnisse dieses Wolf-Monitorings sind erfreulich“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Sie zeigen, dass sich die Wolfsrudel im Westen Polens weiter etablieren. Da die Lausitz-Wölfe und die Wölfe in Westpolen zur selben Population gehören, wirkt sich die aktuelle Entwicklung auch positiv auf den Wolfsbestand in Ostdeutschland aus.“

    „Dennoch gibt es weiterhin Gefahren für die Wölfe.“ so Kless weiter. „Nicht nur Abschüsse gefährden den Bestand, auch  der Straßenverkehr kostet immer wieder Wölfe das Leben. Von August 2012 bis Mai 2013 wurden im westlichen Polen sieben Wölfe überfahren, doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.“

    Straßen und Schienen zerschneiden darüber hinaus die Wanderkorridore der Wölfe. „Es ist dringend nötig, Wildtierkorridore zum Beispiel durch den Bau von Grünbrücken zu erhalten oder neu zu schaffen. Diese ebnen den Wölfen den Weg aus den ostpolnischen Lebensräumen in den Westen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler im westlichen Polen, wie sich der Wolfsbestand weiterentwickelt, denn vor wenigen Wochen wurden die diesjährigen Welpen geboren.

    Hintergrundinformationen:



    Rückfragen:

    EuroNatur, Konstanzer Straße 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732-927210, Fax: 07732-9272 22,        E-Mail: info@euronatur.org, Pressekontakt: Katharina Grund, Internet: www.euronatur.org

    IFAW, Tel. 040-866 500 15, mobil: 0173-622 75 39, Email: adinkelmeyer@ifaw.org, Internet: www.ifaw.org, Pressekontakt: Andreas Dinkelmeyer


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    Am 1. Juli 2013 wird Kroatien der Europäischen Union beitreten. Das bedeutet eine große Chance für den Naturschutz, denn damit werden die europäischen Richtlinien zum Schutz wertvoller Flusslandschaften endlich auch für Kroatien bindend.

    Generalangriff auf Flusslandschaften widerspricht EU-Recht

    Pressemitteilung vom 28. Juni 2013

    Radolfzell.  Am 1. Juli 2013 wird Kroatien der Europäischen Union beitreten. „Das bedeutet eine große Chance für den Naturschutz, denn damit werden die europäischen Richtlinien zum Schutz wertvoller Flusslandschaften endlich auch für Kroatien bindend“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur. Das ist dringend nötig, denn Kroatien plant Flussregulierungen und Wasserkraftprojekte, die mit geltendem EU-Recht nicht zu vereinbaren sind, weder mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie noch mit der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH). Die Regulierungsmaßnahmen unterwandern zudem die Ziele der EU, den Verlust der Biodiversität in Europa zu stoppen.

    Über 500 Kilometer natürlicher Flussabschnitte entlang Donau, Drau, Mur, Save und Neretva sollen kanalisiert werden, darunter Bereiche, die nationalen oder internationalen Schutzstatus genießen. Die Eingriffe bedrohen nicht nur einzigartige Feuchtgebiete, sondern auch Europas größte und am besten erhaltene Auwälder. Zahlreiche dieser Regulierungsprojekte wurden bereits genehmigt.

    Im Vorfeld des EU-Beitritts zeigte ein von der EU-Kommission in Auftrag gegebener Bericht, dass Kroatien unter anderem im Bereich Umwelt noch dringenden Nachholbedarf hat. Der Bericht monierte gravierende Mängel bei der Qualität der Umweltverträglichkeitsprüfungen. „Der EU-Beitritt Kroatiens verpflichtet das Land, das geltende EU-Recht einzuhalten, der Zerstörung der einzigartigen Flusslandschaften umgehend Einhalt zu gebieten und für einen effizienten Schutz dieser europaweit bedeutenden Naturschätze zu sorgen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.



    Rückfragen:

    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10,
    Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartnerin: Romy Durst, Pressekontakt: Katharina Grund


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    Gestern haben Bund und Länder über die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland beraten. EuroNatur fordert die Politik mit Nachdruck auf, die nationalen Spielräume der EU-Agrarreform für den Naturschutz zu nutzen.

    Gestern haben Bund und Länder über die nationale Umsetzung der EU-Agrarreform beraten. Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich EU-Kommission, EU-Agrarministerrat und das EU-Parlament in der vergangenen Woche auf einen Kompromiss für die künftige Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik geeinigt. 

     

    Demnach müssen Europas Bauern künftig mehr für Natur und Umwelt leisten, um die milliardenschweren Agrarsubventionen der Europäischen Union zu bekommen. So sollen die Landwirte ab 2015 auf fünf Prozent ihrer Flächen der Natur Vorrang einräumen. Dort sind dann nur noch zum Beispiel Hecken, Wildblumen oder Brachen erlaubt. Außerdem schreibt die Reform vor, dass Betriebe ab einer Größe von 15 Hektar mindestens zwei verschiedene Fruchtarten und ab 30 Hektar drei Fruchtarten anbauen. Zudem wird es ab 2014 verboten sein, besonders artenreiche Wiesen und Weiden in Ackerland umzubrechen. Wer gegen diese Auflagen verstößt, verliert mindestens 30 Prozent der Direktzahlungen. 


    „Das Reformpaket ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber die einzelnen Maßnahmen sind zu schwach, um wirklich große ökologische Verbesserungen zu erzielen“, kritisiert Lutz Ribbe, Naturschutzpolitischer Direktor von EuroNatur. EuroNatur fordert die Bundesregierung und die Landwirtschaftsminister der Bundesländer auf, die nationalen Spielräume der EU-Agrarreform für den Natur- und Umweltschutz voll auszunutzen und unter anderem 15 Prozent der Direktzahlungen in die sogenannte zweite Säule der EU-Agrarförderung zu verlagern. Aus diesem Topf werden die wichtigen Agrarumweltprogramme, wie zum Beispiel die Umstellung auf den Ökolandbau, finanziert.


    Die gestern von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner veröffentlichten Vorschläge zur Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland sind nach Ansicht von EuroNatur eine herbe Enttäuschung. Danach ist eine Umschichtung von Finanzmitteln aus der ersten in die zweite Säule nicht vorgesehen. „Aigners Entwurf ist eine Ohrfeige und Kampfansage zugleich. Denn sie will weder die ökologischen Möglichkeiten konsequent nutzen, die die Reform bietet, noch den kleineren und mittleren Betrieben sowie Ökobauern die Hilfe gewähren, die möglich wäre“, sagt Lutz Ribbe. EuroNatur fordert daher die Bundesländer und die Opposition im Bundestag auf, diese Vorschläge zurückzuweisen.

     


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    Am vergangenen Dienstag stellte das Landgericht Koblenz das Berufungsverfahren um die Tötung eines Wolfes im Westerwald gegen Auflagen ein. Ein Jäger hatte im April 2012 den seit über 120 Jahren ersten Wolf im Westerwald erschossen. Das vom Landgericht verhängte Strafmaß fällt nach Ansicht von EuroNatur zu milde aus.

    So wurde der Schütze lediglich zu einer Geldstrafe von 3500 Euro verurteilt. Zudem erhielt er die Auflage, seinen Jagdschein und alle Waffen abzugeben. Der 73 Jahre alte Jäger hatte angegeben, den Wolf für einen wildernden Hund gehalten zu haben. Das Gericht folgte daher dem Urteil der ersten Instanz, dass kein fahrlässiger Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz vorliege.

    Das Jagdrecht schreibt vor, dass ein Jäger ein Tier nur dann schießen darf, wenn er es eindeutig erkennt. Doch selbst für erfahrene Experten ist es schwer, einen Wolf von einem wolfsähnlichen Hund zu unterscheiden. 



    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Europa

    Unterstützen Sie unsere Arbeit – Werden Sie Wolf-Pate!


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    Mit scharfer Kritik reagierten EuroNatur, AbL und der BUND auf den Vorschlag der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform.

    Verbände kritisieren Vorschlag der Bundesministerin zur nationalen Umsetzung. „EU bietet Chancen wie nie. Berlin schlägt sie in den Wind“ 

     

    Gemeinsame Presseinformation von EuroNatur, AbL und BUND vom 5. Juli 2013



    Hamm/ Berlin/ Rheinbach. Mit scharfer Kritik reagieren drei Verbände aus Landwirtschaft und Umwelt- und Naturschutz auf den Vorschlag der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zur nationalen Umsetzung der in Brüssel gerade erst vereinbarten EU-Agrarreform. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Naturschutzstiftung EuroNatur werfen in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Ministerin vor, dass sie ihre Verhinderungsstrategie aus den EU-Verhandlungen nun auf deutscher Ebene fortsetze.

    „Die Brüsseler Einigung zur EU-Agrarreform bietet so große Chancen wie nie zuvor, durch eine entsprechende, mutige und konsequente nationale Umsetzung tatsächlich zu einem grundlegenden Richtungswechsel in der Landwirtschaftspolitik zu kommen. Deutschland hat alle Möglichkeiten, um mit den Agrargeldern nicht länger den Strukturwandel und die Industrialisierung der Landwirtschaft anzuheizen, sondern eine vielfältige bäuerliche, natur- und umweltfördernde, tierverträgliche und damit umfassend qualitätsorientierte Landwirtschaft zu stärken“, sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

    „Das am Dienstag von Bundesministerin Aigner vorgelegte Konzept wird vom Ministerium zwar als ‚Signal an die bäuerliche Landwirtschaft’ verkauft. In der Substanz ist es aber kein Angebot, sondern der Versuch, die Zielsetzung der EU-Agrarreform „Bäuerlich und Gerechter“ nun auf nationaler Ebene zu unterlaufen“, kritisiert Bernd Voß, Vorsitzender der AbL. Nicht bäuerliche Betriebe würden gestärkt, sondern unter dem Strich die Großbetriebe entlastet. „Der Abzug von 5 Prozent zur Finanzierung des kleinstmöglichen Aufschlags für die ersten Hektar je Betrieb liegt weit unter dem heutigen Abzug von bis zu 14 Prozent bei Großbetrieben, der nun wegfallen soll. Die Großen profitieren wieder“, erläutert Voß.

    Lutz Ribbe, Naturschutzpolitischer Direktor von EuroNatur, ergänzt: „Die Möglichkeiten zur weiteren Bindung von Zahlungen an zukunftsweisende umweltfördernde Qualitätserzeugungen werden ebenfalls nur minimal genutzt. Die Ausgleichszulage für Grünlandflächen ist nicht mehr als eine kleine Mittelumschichtung ohne Umweltbindung. Zudem will Frau Aigner beim Greening so viele Schlupflöcher öffnen, dass Maismonokulturen bestehen bleiben werden, Dauergrünland weiterhin Maisanbau weichen wird und sich bei den ökologischen Vorrangflächen nur wenig für den Erhalt der Biodiversität zu verbessern droht. Denn die Ministerin will nicht nur alle möglichen Flächennutzungen, Waldränder und selbst Autobahnhecken anrechnen, sondern auf den Flächen auch noch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erlauben“, kritisiert Ribbe.

    Staatssekretär Kloos spreche nicht umsonst von „Kontinuität“ durch die Reform, fassen die Verbände zusammen. Dagegen formulieren die Verbände zentrale Bausteine eines „Gegenkonzeptes für eine bäuerliche-ökologische Agrarpolitik“. Sie fordern, dass Deutschland alle Möglichkeiten der EU ausschöpft, um bäuerliche Landwirtschaft substanziell zu stärken. „Der Erhalt bäuerlicher Betriebe steht jetzt an; sie sind die Grundlage für die notwendige Entwicklung hin zu einer ressourcenschonenden, umwelt- und tierschutzfördernden Lebensmittelerzeugung“, beschreiben sie die Zielsetzung.

     

    Als die zentralen Maßnahmen fordern die Verbände:

    • Die Möglichkeit werden voll ausgeschöpft, um so viel Basisprämien wie möglich auf die ersten Hektar aller Betriebe zu verlagern. Nicht 5 Prozent, sondern 30 Prozent der nationalen Obergrenze der Direktzahlungen werden eingesetzt.
    • Bis zu 15 Prozent der nationalen Obergrenze wird den Bundesländern für bestimmte Maßnahmen der zweiten Säule zur Verfügung gestellt – mit der Maßgabe, daraus ausschließlich zusätzliche Förderangebote für landwirtschaftliche Betriebe im Bereich Agrarumwelt, Klimaschutz, Ökolandbau, Tierschutz (einschließlich Investitionen in den erforderlichen Umbau der Tierhaltung) und regionale Vermarktung zu finanzieren.
    • 5 Prozent der nationalen Obergrenze der Direktzahlungen werden für ein Programm eingesetzt, das mit umweltverträglicher Weidehaltung genutztes Grünland in benachteiligten Gebieten fördert.
    • Für qualitativ definierte und vom Umfang begrenzte Bereiche der Tierhaltung und des Leguminosenanbaus werden gekoppelte Direktzahlungen eingeführt.
    • Die Umsetzung des Greenings muss den größtmöglichen Gewinn an positiven Wirkungen für Natur und Umwelt in der Agrarlandschaft bringen. Es muss wirksam, unbürokratisch und für alle Betriebe verbindlich sein. Auf ökologischen Vorrangflächen dürfen generell keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.




    Rückfragen:

    EuroNatur, Euskirchener Weg 39, 53359 Rheinbach/Bonn, Tel.: 02226-2045, E-Mail: Lutz.Ribbe@euronatur.org, www.euronatur.org

    Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bahnhofstr. 31, 59065 Hamm/Westfalen, Tel.: 02381-9053 171, E-Mail: Jasper@abl-ev.de, www.AbL-ev.de

    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Pressestelle, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Tel. 030-27586-464/-489, presse@bund.net, www.BUND.net


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    Millionen von Zugvögeln sterben jedes Jahr in riesigen Fangnetzen an Ägyptens Mittelmeerküste. Unterschreiben auch Sie die Petition des NABU gegen den Vogelmord und senden Sie ein starkes Signal an Ägyptens Regierung!

    Millionen von Zugvögel sterben jedes Jahr in riesigen Fangnetzen an Ägyptens Mittelmeerküste. Der Naturschutzbund Deutschland hat eine Petition gegen den vielfachen Vogelmord initiiert. EuroNatur unterstützt die Petition. Machen auch Sie mit und senden Sie ein starkes Signal an Ägyptens Regierung!

    Auf insgesamt 700 Kilometern Länge – vom Gaza-Streifen im Osten bis an die libysche Grenze im Westen - erstreckt sich die größte Vogelfanganlage der Welt. Nach Ansicht von Experten werden die Fangnetze jedes Jahr für mehrere Millionen Vögel zur tödlichen Falle. EuroNatur betrachtet die Entwicklungen in Ägypten mit großer Sorge. „Der vielfache Vogelmord bedroht die Gesamtheit der entlang der ägyptischen Küste ziehenden Vogelarten und damit auch die europäischen Brutbestände“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.

    Ende Mai kamen auf Einladung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und des Europarates in Tunis (Tunesien) Experten aus mehr als 30 Ländern - darunter auch Vertreter von EuroNatur - zur 2. „Konferenz gegen den Vogelmord“ zusammen. In einer abschließenden Empfehlung forderten die Experten den Ständigen Ausschuss der Berner Konvention auf, eine Stellungnahme zur massenhaften Tötung von Zugvögeln in Ägypten Stellung zu erarbeiten.

    EuroNatur unterstützt außerdem die vom NABU initiierte Petition gegen den Vogelmord, die im Oktober dem ägyptischen Botschafter übergeben werden soll. Ziel ist es, Druck auf verantwortliche Stellen in Ägypten auszuüben, um den illegalen Vogelfang zu stoppen und wirksame Beschränkungen für die legale Jagd durchzusetzen.

    Unterschreiben auch Sie die Petition gegen Vogelmord

     


    Seit seiner Gründung setzt sich EuroNatur für den Schutz der Zugvögel ein. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Projekte entlang der sogenannten Adria-Zugroute (Adriatic Flyway), die quer über den Balkan und die Adria und Süditalien bis nach Nordafrika führt. Auch dort werden jedes Jahr Millionen von Zugvögeln Opfer der Wilderei.

     

    Mehr über die Aktivitäten von EuroNatur gegen die Vogeljagd auf dem Balkan

    Unterstützen Sie unsere Projekte zum Schutz der Zugvögel - Werden Sie Zugvogel-Pate!


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    Nun ist es offiziell: Die Regierung Albaniens hat den albanischen Teil des Prespa-Nationalparks als Ramsar-Schutzgebiet ausgewiesen. Die jahrelange Vorarbeit wurde unter anderem auch von EuroNatur unterstützt.

    Das über 15.000 Hektar große Schutzgebiet umfasst alle Wasser- und Feuchtgebietsflächen im albanischen Teil des Kleinen und Großen Prespa-Sees und zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. So leben in den beiden Seen sieben endemische Fischarten, darunter die Prespa-Forelle und die Prespa-Nase. Im Winter und während der Zugzeit nutzen riesige Scharen von Zugvögeln die Seen als Rastplatz. Außerdem brüten weltweit vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie Krauskopfpelikan und Zwergscharbe hier noch in großer Zahl.

    „Zwar wird der eigentliche Schutzstatus des Gebiets durch die Entscheidung qualitativ nicht verbessert. Aber durch die Ausweisung als Ramsar-Gebiet ist der große ökologische Wert der Seen mitsamt ihren angrenzenden Feuchtgebieten nun auch international anerkannt“, freut sich EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.


    Mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Naturschätze in der Prespa-Ohrid-Region

     

     


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    „Die Vision eines trinationalen Schutzgebiets im Shar-Gebirge ist auf einem guten Weg, Wirklichkeit zu werden“, freut sich EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Am vergangenen Freitag haben lokale Interessenvertreter ein gemeinsames Leitbild für ein länderübergreifendes Schutzgebiet im Grenzgebiet von Albanien, Mazedonien und dem Kosovo verabschiedet.

    "Von der Regierung ausgerufene Schutzgebiete scheitern oft am Widerstand der Menschen vor Ort, weil ihre Interessen nicht gehört wurden. Wir haben daher einen Prozess von unten herauf initiiert, um die Teilhabe der lokalen Akteure zu sichern“, sagt Thies Geertz. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen PPNEA, MES und FINCH hat EuroNatur die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, Vertreter der relevanten Nationalpark- und Forstbehörden sowie lokale Nichtregierungsorganisationen zu mehreren Workshops eingeladen, in deren Rahmen das Leitbild für ein grenzübergreifendes Schutzgebiet im Shar- und angrenzenden Korab Gebirge entwickelt wurde. Ziel ist es, die natürlichen Ressourcen gemeinsam zu bewahren und eine nachhaltige Entwicklung der Region anzustoßen.

    Die einzigartige Gebirgslandschaft im Grenzgebiet von Albanien, Mazedonien und dem Kosovo ist eine der wertvollsten Naturschätze am Grünen Band Balkan. Neben einer außergewöhnlichen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten findet auch der vom Aussterben bedrohte Balkanluchs hier noch Lebensraum. „Diese biologische Vielfalt können wir nur dann effektiv schützen, wenn nicht jedes Land sein eigenes Süppchen kocht, sondern alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Diese Bereitschaft zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erhoffen wir uns jetzt auch von den Politkern auf nationaler Ebene“, sagt Thies Geertz. 

    Noch in diesem Herbst ist eine Konferenz in Popova Shapka/Mazedonien geplant, zu der auch die Umweltminister von Mazedonien, Albanien und dem Kosovo eingeladen sind. Ziel ist es, auch die Regierung der drei Länder für das grenzüberschreitende Projekt zu gewinnen.


    Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz des Shar-Gebirges

    Zum Leitbild für das länderübergreifende Schutzgebiet (englisch)


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    Am Grünen Band Europa finden sich mehrere Vogelparadiese. Eines davon ist das Velipoja-Schutzgebiet in Albanien. Doch Lebensraumzerstörung und Wilderei greifen dort um sich. Helfen Sie uns, das Übel bei der Wurzel zu packen! Mit Umweltbildung für Schulkinder wollen wir einen starken Gegenpol schaffen.

    Zur EuroNatur-Spendenaktion „Vogelparadies am Grünen Band“


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