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Alle Meldungen von der Stiftung Euronatur

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    Auf dem internationalen Symposium zum Schutz des Balkanluchses vom 21. bis 22. Oktober kamen internationale Experten im Dajti Nationalpark in Albanien zusammen. Die teilnehmer diskutierten die bisherige Erfolge und notwendige Maßnahmen zur Rettung der seltenen Luchse.

    Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Programms zum Schutz des Balkanluchses kamen vom 21. bis 22. Oktober insgesamt über 80 Vertreter von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie internationale Experten im Dajti Nationalpark in Albanien zusammen. Auf dem internationalen Symposium zum Schutz des Balkanluchses diskutierten sie darüber, welche Erfolge in den letzten zehn Jahren im Rahmen des Schutzprogramms erzielt wurden, welche Herausforderungen noch bestehen und welche Maßnahmen in den kommenden Jahren notwendig sind, um die eleganten Pinselohren zu retten.


    Eine Schlüsselrolle für den Schutz der scheuen Katzen spielt das Munella-Gebirge in Albanien. Hier lebt die vermutlich letzte Luchspopulation des Landes. Doch illegale Holzeinschläge und vorsätzlich gelegte Brände drohen diesen Lebensraum Schritt für Schritt  zu zerstören. „Wenn wir die Luchsbestände in Munella erhalten wollen, müssen wir dringend dafür sorgen, dass das Gebiet unter weitreichenden Schutz gestellt wird“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Die Vertreter der im Schutzprogramm beteiligten Länder beschlossen zudem, künftig besser untereinander zu kooperieren. Wie wichtig die grenzübergreifende Zusammenarbeit für den Erfolg der Schutzbemühungen ist, unterstrich auch der Vertreter der Berner Konvention, Arie Trouwborst.

    Für die Balkanluchse ist es 5 vor 12! Insgesamt weniger als 50 Exemplare dieser Unterart des Eurasischen Luchses leben derzeit auf dem Balkan – die meisten vermutlich im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien. Vor zehn Jahren hat EuroNatur gemeinsam mit den Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz), MES (Macedonian Ecological Society) und PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania) das „Balkan Lynx Recovery Programme“ ins Leben gerufen. Gemeinsam entwickelten die Organisationen ein ausgeklügeltes Schutzprogramm, dessen Ziel es ist, das Überleben des Balkanluchses und den Erhalt seines Lebensraums dauerhaft zu sichern. Mittlerweile sind mit Albanien, Mazedonien, Kosovo und Montenegro vier Länder in das Schutzprogramm integriert.

    Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Balkanluchse


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    Im Sommer dieses Jahres besuchte ein internationales Expertenteam im Auftrag der Berner Konvention den Mavrovo Nationalpark in Mazedonien. Ihre Mission: prüfen, ob die hier geplanten Wasserkraftwerke mit dem Status eines Nationalparks vereinbar sind. Nun liegen ihr Befund vor und sie sind eindeutig...

    EBRD und Weltbank sollen sich aus der Finanzierung der Wasserkraftprojekte im Nationalpark zurückziehen.

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch

     

     

    Radolfzell / Wien. Im Sommer dieses Jahres besuchte ein international besetztes Expertenteam aus Vertretern von EU-Kommission und Weltnaturschutzunion (IUCN) im Auftrag des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention  den Mavrovo Nationalpark in Mazedonien. Ihre Mission: prüfen, ob die hier geplanten Wasserkraftwerke mit dem Status eines Nationalparks vereinbar sind.


    Nun liegen ihr Befund und auch die Empfehlungen der Berner Konvention vor und sie sind eindeutig:  

    • Die mazedonische Regierung soll ihre Pläne zur Errichtung von insgesamt 22 Wasserkraftwerken im Mavrovo Nationalpark aufgegeben. Deren Bau und Betrieb sind nicht mit dem Schutzstatus des Parks vereinbar!
    • Geldgeber wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Weltbank sollen ihre Finanzierung stoppen und sich aus diesen Projekten zurückziehen.

    Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur, unterstützt diese Empfehlungen: „Nationalparke sollen große Ökosysteme vor menschlichen Eingriffen schützen. Die Staudammprojekte im Mavrovo Nationalpark zerstören nicht nur die Naturschätze dort, sondern sind ein Angriff auf die Idee der Nationalparke. Auch deshalb müssen wir diese Projekte verhindern!“

    „Die Bedeutung dieser Empfehlungen geht weit über den Mavrovo Nationalpark hinaus. Das ist ein europaweites Signal: Wasserkraft hat in Nationalparken nichts verloren“, so Ulrich Eichelmann von Riverwatch. Allein zwischen Slowenien und Albanien sind 113 Wasserkraftwerke in Nationalparken geplant oder bereits im Bau - häufig mit westlicher Finanzierung.

    Das Zustandekommen der Vorort-Begutachtung durch die Expertenkommission ist das Ergebnis des beharrlichen Einsatzes mazedonischer NGOs zusammen mit der EuroNatur Stiftung, der NGO Riverwatch sowie zahlreicher Mitstreiter. 119 Wissenschaftler aus aller Welt sowie rund 100.000 UnterstützerInnen hatten gegen die Pläne der mazedonischen Regierung sowie von EBRD und Weltbank protestiert.

    Bedingt durch die Beschwerde der mazedonischen NGO Eco Svest bei der Berner Konvention hatte deren Ständiger Ausschuss im Dezember 2014 beschlossen, ein Verfahren gegen die mazedonische Regierung einzuleiten sowie eine Expertenkommission zu entsenden. Die Ergebnisse dieser Vorort-Begutachtung werden beim diesjährigen Treffen des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention am 2. Dezember als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen dienen.

    Der Mavrovo Nationalpark ist einer der ältesten Nationalparke Europas und mit seinen bisher bekannten 1138 Tierarten und 1435 Pflanzenarten ein europäischer Hotspot der Biodiversität. Von zentraler Bedeutung ist der Nationalpark insbesondere für den in seinem Bestand gefährdeten Balkanluchs, der hier eines seiner letzten Refugien gefunden hat. Durch die geplanten Wasserkraftwerke wäre dieses Rückzugsgebiet in Gefahr.


    Hintergrundinformationen:

    • Berner Konvention: Das „Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume“ (Berner Konvention) wurde 1979 ins Leben gerufen. Die Ziele der Konvention sind die Schaffung eines Mindestschutzes für die meisten wildlebenden Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume, sowie der strikte Schutz für eine gewisse Anzahl besonders bedrohter Tier- und Pflanzenarten, vor allem wandernder Tierarten. Mehr... 
    • Zur  Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Die Staudämme im Mavrovo-Nationalpark sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel droht. Rund 2700 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind derzeit geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet.  Mehr Informationen unter: www.balkanrivers.net/de

     

    Ansprechpartner:

    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24,
    Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartnerin: Theresa Schiller, Pressekontakt: Angie Rother


    Riverwatch: Ansprechpartner: Ulrich Eichelmann, ulrich.eichelmann@riverwatch.eu, riverwatch.eu/balkan-rivers


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    Der Vogelzug ist in vollem Gange. Doch auf der langen Reise in den Süden lauern zahlreiche Gefahren. Heute berichtete das Nachrichtenmagazin „MDR um11“ über die Arbeit von EuroNatur, an der albanischen Küste sichere Rastplätze für die Zugvögel zu schaffen. Der Beitrag steht jetzt in der Mediathek des MDR zum "Nachschauen" bereit.

    Link zur MDR-Mediathek


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    Seit Monaten steht die rumänische Regierung wegen Korruptionsvorwürfen in der Kritik. Gestern hat sie geschlossen ihren Rücktritt erklärt. Eine Dokumentation des Fernsehsenders Al Jazeera zeigt, dass die Korruption auch einer der wesentlichen Gründe für die Abholzung der letzten Urwälder Rumäniens ist.

    In dem Beitrag kommt unter anderem der rumänische Umweltaktivist Gabriel Paun zu Wort. Mit seiner Naturschutzorganisation Agent Green deckt er seit Jahren massive Gesetzesverstöße beim Holzeinschlag in Rumäniens Wäldern auf. Zwar gibt es Bemühungen, den Holzdiebstahl unter Kontrolle zu bringen. So kann jeder über ein Notfalltelefon mit Baumstämmen beladene Lastwagen auf elektronischem Weg überprüfen lassen. Doch Anzeigen führen nur selten zu strafrechtlichen Konsequenzen. Zudem verhindert dieses System nicht, dass korrupte Beamte Genehmigungen für den Holzeinschlag in Nationalparks und anderen geschützten Wäldern erteilen. Schwere Vorwürfe erheben rumänische Umweltaktivisten und Waldbesitzer auch gegen die staatliche Forstagentur Romsilva. Deren Präsident stand im Frühjahr dieses Jahres wegen Beihilfe zur illegalen Übertragung von Waldgebieten an Unternehmen vor Gericht.

    „Es ist Zeit für einen Neubeginn in Rumänien. Wenn die Behörden nicht unverzüglich gegen die illegalen Machenschaften einschreiten, werden die Urwälder Rumäniens und damit ein herausragender Teil des europäischen Naturerbes unwiederbringlich zerstört“, warnt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Wie ein aktueller Artikel in der englischen Tageszeitung „The Guardian“ berichtet, wurden in den vergangenen zehn Jahren in Rumänien 280.000 Hektar Wald abgeholzt – der Großteil davon illegal.



    Sehen Sie den Fernsehbeitrag von Al Jazeera auf Youtube (ab Minute 18:30 zu den illegalen Abholzungen in den rumänischen Karpaten)

    Lesen die den Artikel im Guardian zum illegalen Holzeinschlag in Rumänien


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    Ende Oktober trafen sich Naturschützer aus Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Albanien, Montenegro und Kosovo sowie internationale Experten im Prokletije Nationalpark in Montenegro. Denn bislang ist nur wenig über die Bärenpopulationen in diesen Ländern bekannt.

    In den weiten Wäldern Bosnien- Herzegowinas, Mazedoniens, Albaniens, Montenegros und des Kosovo leben auch heute noch Braunbären. Doch wie viele es sind, wo genau sie umherstreifen und wodurch sie bedroht sind, darüber ist nur wenig bekannt. Um die Wissenslücken künftig zu schließen, veranstaltete EuroNatur gemeinsam mit seinen Partnern Ende Oktober einen Workshop zum Bärenschutz im Prokletije Nationalpark in Montenegro.

    An dem zweitägigen Seminar nahmen neben Mitarbeitern von Naturschutzorganisationen der betroffenen Länder auch Vertreter von Regierungsorganisationen teil. Internationale Experten wie der kroatische Veterinär und langjährige EuroNatur-Partner Prof. Dr. Djuro Huber vermittelten Kenntnisse zur Erfassung und zum Schutz von Bärenpopulationen. So lernten die Teilnehmer unter anderem, welche wichtige Rolle die Notfallteams in Kroatien bei der Erhebung wichtiger Daten spielen und wie siezur Lösung von Konflikten zwischen Bär und Mensch beitragen. Zudem berichtete der Bärenexperte und Präsident der spanischen EuroNatur-Partnerorganisation Fapas, Roberto Hartasánchez, wie Bären als positive Werbeträger für den naturverträglichen Tourismus genutzt und damit Arbeitsplätze geschaffen werden können.

    „Der Workshop ist ein erster wichtiger Schritt. Nun gilt es, ein Monitoring-Netzwerk in der Region aufzubauen und das Wissen über die Bären Stück für Stück auszuweiten“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz.

    Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Braunbären Europas


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    Heute hat die Europäische Kommission in Brüssel die Berichte über die Fortschritte der EU-Beitrittskandidaten veröffentlicht. Dabei stellt die Kommission einen erheblichen Nachholbedarf fest, ganz besonders in Sachen Naturschutz.

    Großer Nachholbedarf beim Naturschutz +++ Schutz der Saline Ulcinj gefordert +++ Keine Wasserkraft im mazedonischen Mavrovo Nationalpark!

     

    Presseinformation vom 10. November 2015

    Radolfzell.  Heute hat die Europäische Kommission in Brüssel die Berichte über die Fortschritte der EU-Beitrittskandidaten veröffentlicht. Dabei stellt die Kommission einen erheblichen Nachholbedarf fest, ganz besonders in Sachen Naturschutz.

    Als eine wesentliche Bedrohung für das europäische Naturerbe auf dem Balkan hebt die EU-Kommission den Ausbau der Wasserkraft hervor. Sie weist vor allem in den Berichten zu Albanien, Mazedonien und Serbien auf die damit verbundenen Gefahren hin. Laut EU-Kommission müssen alle Beitrittskandidaten bei Investitionen in den Ausbau der Wasserkraft dringend die Naturschutzerfordernisse berücksichtigen. Es müssen die Vorgaben der Europäischen Union zur Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die EU-Vogelschutz- und FFH-Richtlinie eingehalten werden.

    Konkrete Bedenken äußert die EU-Kommission hinsichtlich der beiden großen Wasserkraftwerke Lukovo Pole und Boskov Most, die im Mavrovo Nationalpark in Mazedonien geplant sind. EuroNatur und RiverWatch setzen sich im Rahmen ihrer Kampagne zum Schutz der Balkanflüsse ganz besonders dafür ein, dass die Wasserkraftprojekte im Mavrovo Nationalpark gestoppt werden. „Die Fortschrittsberichte der EU-Kommission bestätigen unsere Bewertung, dass der Ausbau der Wasserkraft das wertvolle Naturerbe auf dem Balkan im großen Stil bedroht. Wasserkraftwerke in Schutzgebieten, insbesondere in Nationalparken, konterkarieren alle Naturschutzbemühungen. Wir vermissen eine strategische und über Landesgrenzen hinausgehende Planung. Bevor weitere Wasserkraftwerke auf dem Balkan geplant werden, fordern wir einen Masterplan, der insbesondere No-go-areas festlegt. Sonst drohen einzigartige Perlen des europäischen Naturerbes zerstört zu werden“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer kurz nach Veröffentlichung der Berichte. In besonders klarem Widerspruch zu der EU-Umweltgesetzgebung stehen aus Sicht von EuroNatur die geplanten Wasserkraftwerke an der Vjosa in Albanien. EuroNatur fordert Albanien auf, diese Pläne nicht weiter zu verfolgen. Vielmehr sollte die Vjosa als einer der letzten Wildflüsse durch den Status eines Nationalparks geschützt werden.

    Von Montenegro fordert die EU-Kommission, die Saline Ulcinj unter einen qualifizierteren Schutz zu stellen, einen der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel am Adriazugweg. Außerdem soll die Saline im Sinne des Zugvogelschutzes gemanagt werden. „Der Aufruf der  EU-Kommission ist ein Grund mehr für die Verantwortlichen in Montenegro, ihren eigenen Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen und zu verhindern, dass die Saline Ulcinj bis zu einem möglichen EU-Beitritt des Landes völlig zerstört wird“, sagt Gabriel Schwaderer. Bereits im Jahr 2012 haben Regierung und Parlament in Montenegro beschlossen, dass die Saline Ulcinj unter Schutz gestellt werden soll. Passiert ist das bis heute allerdings nicht.  Stattdessen betreibt der derzeitige Besitzer Eurofond gezielt die schleichende Zerstörung der Saline. Das ökologisch wertvolle Feuchtgebiet soll für den Massentourismus ausgebaut werden.



    Hintergrundinformationen:

     

    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund

     

     


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    Ein Anfang ist gemacht: Gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort hat EuroNatur in den vergangenen drei Jahren die nötigen Grundlagen dafür geschaffen, die Naturschätze des Belasitsa-Gebirges im Dreiländereck Bulgarien, Mazedonien und Griechenland langfristig zu erhalten. Eines der wesentlichen Ziele war es, die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken.

    Ein Anfang ist gemacht: Gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort hat EuroNatur in den vergangenen drei Jahren die nötigen Grundlagen dafür geschaffen, die Naturschätze des Belasitsa-Gebirges im Dreiländereck Bulgarien, Mazedonien und Griechenland langfristig zu erhalten. Eines der wesentlichen Ziele war es, die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Nun ist klar: Die Projektpartner aus den drei Ländern werden auch nach dem offiziellen Projektende weiter kooperieren.

    Auf der Abschlusskonferenz des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts „Belasitsa über Grenzen hinweg – grenzübergreifende Zusammenarbeit am Grünen Band Balkan“ unterzeichneten die Vertreter der Bulgarian Biodiversity Foundation (BBF), des bulgarischen Naturparks Belasitsa, der mazedonischen Umweltorganisation Planetum und des griechischen Nationalparks Kerkini-See eine Absichtserklärung. Darin vereinbarten sie unter anderem, weiterhin Maßnahmen für den grenzüberschreitenden Naturschutz zu entwickeln und umzusetzen, den kulturellen Austausch anzuregen und Initiativen für eine ausgewogene Regionalentwicklung zu fördern. So sollen die Aktivitäten unter anderem dazu beitragen, für die Gemeinden am Fuß des Gebirges naturverträgliche wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen – zum Beispiel in Form eines sanften Naturtourismus.

    Welche Chancen ein naturverträglicher Tourismus für die Weiterentwicklung der Region bietet, veranschaulichte Tourismusexpertin Lena Maly-Wischhof in ihrem Vortrag. Wertvolle Anregungen erhielten die Teilnehmer der Abschlusskonferenz auch durch Anja Domnick. Die Vertreterin des Gemeinsamen Wattenmeer Sekretariats (CWSS) berichtete über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung einer gemeinsamen Strategie für nachhaltigen Tourismus im Dreiländereck Niederlande, Deutschland und Dänemark.

    Lesen Sie den Artikel „Belasitsa – Verwunschenes Gebirge am Grünen Band Balkan“ in der Ausgabe 3/15 des EuroNatur-Magazins


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    Das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) schützt 255 Wasservogelarten in einem Gebiet, das 40 Prozent der Erdoberfläche abdeckt. Vom 9. bis 14. November kommen die Vertreter der 75 Mitgliedsstaaten aus Europa, Afrika und Zentralasien in Bonn zusammen, um über die Entwicklung dieses wichtigen Vogelschutzinstrumentes zu berichten und die Marschrichtung für die nächsten drei Jahre zu beschließen.

    Im Rahmen ihrer Partnerschaft mit dem AEWA-Sekretariat hat EuroNatur auf diesem internationalen Treffen über die wichtige, aber häufig unterschätze Rolle der Adria-Zugroute für das afrikanisch-europäische Zugvogelsystem berichtet und dabei auch die Gefährdung der Zugvögel durch die Jagd und den Lebensraumverlust herausgestellt. Das AEWA-Sekretariat und EuroNatur haben daraufhin beschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Bereits in den nächsten Monaten wird es einen gemeinsam organisierten Trainings-Workshop geben, um die Länder entlang der Adria-Zugroute für die Umsetzung ihrer Verpflichtungen unter dem Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel fit zu machen.

    Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Zugvögel in Europa


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  • 11/13/15--03:05: Faszinierendes Furlbachtal
  • Drei Jahre lang haben sich die Fotografen von „Blende 78“ auf Fotosafari in das Furlbachtal am Rande der Senne begeben.

    Wildromantische Schluchttäler, ein kristallklarer Bach im weißen Sandbett, Kleinmoore in Ausblasungswannen der Binnendünen: Drei Jahre lang haben sich die Fotografen des Paderborner Vereins „Blende 78“ auf Fotosafari in das Furlbachtal am Rande der Senne begeben. Entstanden sind faszinierende Aufnahmen der Landschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Eine Ausstellung im Paderborner Naturkundemuseum präsentiert die Highlights.


    „Den Mitgliedern der Blende 78 ist es gelungen, die Oberfläche der Erscheinungen zu durchdringen und mit viel Geduld das Wesen des Gebietes zu ergründen“, sagt EuroNatur-Präsidentin Christel Schroeder und Schirmherrin der Ausstellung. Die Stiftung beteiligte sich mit Tafeln zu naturkundlichen Zusammenhängen an der Fotoschau. Zudem unterstützt EuroNatur seit vielen Jahren die Biologische Station Kreis Paderborn - Senne dabei, das Naturschutzgebiet Furlbachtal mit seinem Artenreichtum zu pflegen und zu erhalten. So erheben die Mitarbeiter der Biologischen Station regelmäßig Daten zur Flora und Fauna des Schutzgebiets, führen Pflegemaßnahmen durch und kümmern sich um eine schonende Besucherlenkung.

    Die Ausstellung „Faszinierendes Furlbachtal“ ist noch bis zum 3. Januar 2016 im Naturkundemuseum Paderborn zu sehen.

    Sehen Sie eine Auswahl der Bilder

    Erfahren Sie mehr über die Projekte zum Schutz der Senne


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    Die kleine Rötelfalken-Kolonie im Hügelland von Sakar an der bulgarisch-türkischen Grenze hat bereits das zweite Jahr in Folge erfolgreich gebrütet und wächst stetig an. In dieser Saison haben fünf Brutpaare der seltenen Vögel 17 Küken groß gezogen.

    Noch vor wenigen Jahren galt der einst weit verbreitete Rötelfalke in Bulgarien als so gut wie ausgestorben. Gemeinsam mit Green Balkans und der spanischen Naturschutzorganisation Dema setzt sich EuroNatur im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten LIFE+-Projekts dafür ein, die selten gewordenen Greife im Hügelland von Sakar und zwei weiteren Gebieten des Landes wieder anzusiedeln. Seit 2013 wurden über 200 Küken im Hügelland von Sakar freigelassen.

    Inzwischen haben sich die eleganten Greifvögel auf die lange Reise in ihre Winterquartiere gemacht. Zwei Falkenweibchen sind bereits an ihren Überwinterungsorten im Tschad und Niger angekommen. Das zeigten die Daten der Satellitensender, mit denen die Tiere ausgestatten wurden. “Bislang gab es nur Spekulationen, wo genau die Rötelfalken aus Sakar überwintern. Mit den Daten der Sender können wir nun die Reise der Vögel genau verfolgen“, freut sich EuroNatur-Projektleiter Stefan Ferger. Das Wissen über die Reiserouten und Aufenthaltsorte der Rötelfalken ist eine Grundvoraussetzung für effektive Schutzmaßnahmen.

     

    Sehen Sie Bilder der aktuellen Brutsaison

    Erfahren Sie mehr über die Reiseroute der Rötelfalken

    Lesen Sie den Artikel „Gefährdete Flugkünstler“ in der Ausgabe 3/2014 des EuroNatur-Magazins


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  • 11/16/15--15:00: Schenken mit Seele und Sinn
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    Am 20. November wird EU-Umweltkommissar Karmenu Vella erste Zwischenergebnisse des „Fitness Checks“ der europäischen Naturschutzrichtlinien vorstellen. Ein von der EU-Kommission beauftragtes Expertengremium hat bereits erste Schlussfolgerungen im Vorfeld der Konferenz veröffentlicht.

     

    EU-Kommission präsentiert erste Zwischenergebnisse des „Fitness-Checks“ +++ EuroNatur fordert bessere Umsetzung der europäischen Naturschutzrichtlinien

     

    Presseinformation vom 18. November 2015

    Radolfzell.  Am 20. November wird EU-Umweltkommissar Karmenu Vella auf einer Konferenz in Brüssel erste Zwischenergebnisse des „Fitness Checks“ der europäischen Naturschutzrichtlinien vorstellen. Ein von der EU-Kommission beauftragtes Expertengremium hat bereits erste Schlussfolgerungen im Vorfeld der Konferenz veröffentlicht. „Der Expertenbericht bestätigt unsere Forderung, dass die EU-Naturschutzrichtlinien keinesfalls aufgeweicht werden dürfen. Doch das allein reicht nicht. Denn die mangelnde Umsetzung der Richtlinien ist nach wie vor die entscheidende Großbaustelle, vor allem weil eine ausreichende Finanzierung fehlt.  Zudem braucht es dringend ergänzende Maßnahmen in anderen Politikbereichen. Insbesondere die Agrarpolitik muss sich viel stärker als bisher an den Biodiversitätszielen ausrichten“, kommentiert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur die Zwischenergebnisse des Fitness-Checks.

    Zwar gibt es in Teilbereichen Fortschritte bei der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Europäischen Vogelschutzrichtlinie, besonders was die Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks angeht. Doch viele Natura 2000-Schutzgebiete sind bisher in erster Linie Papiertiger! In der Praxis gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. So wurden nur für rund 30 Prozent der Vogelschutzgebiete und für rund 40 Prozent der FFH-Gebiete Managementpläne verfasst. In Deutschland existiert bislang nur für rund jedes dritte Natura 2000-Gebiet ein Managementplan. Die Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen ist also in vielen Fällen Fehlanzeige. Nach Ansicht von EuroNatur ist das kein Wunder: „Europas Natur kann nur wirksam geschützt werden, wenn für den Naturerhalt auch Geld bereitgestellt wird. Ein eigener Fonds zur Finanzierung von Ausweisung und Management der Natura 2000-Gebiete ist längst überfällig“, sagt Gabriel Schwaderer. Derzeit müssen die mit rund sechs Milliarden Euro kalkulierten Kosten vorrangig von den Mitgliedsstaaten aufgebracht werden, obwohl die EU-Kommission versprochen hatte, die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Dazu sind die Mitgliedsstaaten aber allein nicht in der Lage. Hinzu kommt, dass dieser Betrag auf einer inzwischen mehr als zehn Jahre alten Schätzung beruht und heute von einem deutlich höheren Mittelbedarf auszugehen ist. EuroNatur fordert deshalb, dass eine alte Forderung aufgegriffen wird: Endlich einen eigenen Haushalt für das Management des europäischen Naturschutznetzwerkes zu schaffen. Zum Beispiel durch eine massive Aufstockung des LIFE-Programms der EU, das bisher nur einzelne Umweltprojekte fördert. Schließlich bringt das Natura 2000-Netzwerk in Form von Ökosystemdienstleistungen (z.B. Hochwasserschutz oder das Bestäuben von Obstblüten durch Insekten) einen erheblichen Gegenwert für die Menschen in Europa. Jährlich wird dieser auf 200 bis 300 Milliarden Euro geschätzt. Die lokale Wirtschaft würde von einem intakten Natura 2000-Netzwerk mit 50 bis 85 Milliarden Euro pro Jahr profitieren.

    Gemeinsam mit 19 weiteren Mitgliedsorganisationen des Europäischen Habitat Forums hat EuroNatur ein Positionspapier verabschiedet. Darin fordern die Verbände unter anderem, die Naturschutzrichtlinien nicht nur zu erhalten, sondern künftig konsequenter umzusetzen als bisher und dafür die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen.


    Hintergrundinformationen:

    • Seit Anfang des Jahres stehen die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die Europäische Vogelschutzrichtlinie auf dem Prüfstand. Damit will die EU-Kommission nach eigener Aussage feststellen, ob die derzeit geltende europäische Gesetzgebung geeignet ist, die hohen Umwelt- und Naturschutzziele der Europäischen Union zu erreichen. Auf der Konferenz am 20. November 2015 werden erste Zwischenergebnisse des sogenannten „Fitness-Checks“ präsentiert. Im nächsten Jahr sollen die daraus gezogenen Schlüsse folgen.
    • Positionspapier von EuroNatur und weiteren Mitgliedsorganisationen des Europäischen Habitat Forum

     

    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund


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    Kann man sich darüber freuen, dass eine Art auf der Roten Liste auftaucht? In diesem Fall ja. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Balkanluchs als eigene Unterart des Eurasischen Luchses anerkannt und in der Folge als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

    Pressemitteilung vom 20. November 2015

    Balkanluchs braucht strengen Schutz

     

    Radolfzell.  Kann man sich darüber freuen, dass eine Art auf der Roten Liste auftaucht? In diesem Fall ja. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Balkanluchs als eigene Unterart des Eurasischen Luchses anerkannt und in der Folge als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. „Damit ist es endlich amtlich: der Balkanluchs ist eine der seltensten und am stärksten bedrohten Katzen der Erde und muss strengstens geschützt werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. Gemeinsam mit Partnerorganisationen arbeitet EuroNatur seit zehn Jahren mit Hochdruck daran, die letzten Balkanluchse und ihre Lebensräume zu retten.

    „Anders als im Fall des Pardelluchses in Spanien, wo in den letzten 15 Jahren etwa 90 Millionen Euro zur Sicherung des Bestandes eingesetzt wurden, fand die Problematik des Balkanluchses international bislang kaum Beachtung. Dass wird sich jetzt hoffentlich ändern“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz.

    Lange Zeit war der Balkanluchs so etwas wie ein Phantom. Aktuelle Bestandsschätzungen gehen heute davon aus, dass es nur noch höchstens rund 35 Balkanluchse gibt. Lebensraumzerstörung, direkte Bejagung und die Jagd auf seine Beutetiere haben die Katzen an den Rand des Aussterbens gebracht. Nur noch in zwei Gebieten konnte bislang  eine erfolgreiche Reproduktion des Balkanluchses nachgewiesen werden: Im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien und im Munella-Gebirge in Nordalbanien.

    Doch beide Gebiete stehen unter massivem Nutzungsdruck durch den Menschen. In Munella  werden die letzten Wälder in atemberaubendem Tempo abgeholzt und niedergebrannt. Der Mavrovo-Nationalpark ist, trotz seines hohen Schutzstatus, durch mehr als 20 Staudammprojekte akut bedroht. Zudem bestehen vor allem in Montenegro und im Kosovo noch große Wissenslücken über die aktuelle Verbreitung des Balkanluchses.

    „Für den Balkanluchs ist es fünf vor Zwölf. Um die Pinselohren wirksam schützen zu können, müssen wir dringend ihre letzten Lebensräume nachhaltig sichern. Wir brauchen ein zusammenhängendes Netzwerk aus Schutzgebieten auf dem Balkan, die im Sinne des Balkanluchses und seiner Beutetiere gemanagt werden. Sonst droht dem Balkanluchs das endgültige Aus“, sagt Gabriel Schwaderer. 

    Hintergrundinformationen:


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Thies Geertz, Pressekontakt: Katharina Grund



     

     


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    Der Countdown läuft: Am 1. Dezember ist #Giving Tuesday. An diesem Tag ruft die gleichnamige Initiative weltweit Menschen dazu auf, ein Zeichen gegen den vorweihnachtlichen Konsumrausch zu setzen. Auch EuroNatur ist mit dabei.

    Der Countdown läuft: Am 1. Dezember ist #Giving Tuesday. An diesem Tag ruft die gleichnamige Initiative weltweit Menschen dazu auf, ein Zeichen gegen den vorweihnachtlichen Konsumrausch zu setzen und sich sozial zu engagieren. Auch EuroNatur ist mit dabei.


    Im Fokus unserer Aktion steht der Balkanluchs - eine der seltensten und am stärksten bedrohten Katzen der Erde. Gemeinsam mit unseren Partner arbeiten wir seit zehn Jahren mit Hochdruck daran, die letzten Balkanluchse und ihre Lebensräume zu retten. Helfen Sie uns dabei!
    Unterstützen Sie unser Rettungsprogramm für die Balkanluchse zum #GivingTuesday 2015 mit einer Spende oder werden Sie EuroNatur-Luchspate!

    Eingeläutet wird unsere Spendenaktion zum #GivingTuesday 2015 mit einem Vortrag von EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Er berichtet aus erster Hand über das Rettungsprogramm für die Balkanluchse.

    Hier erfahren Sie mehr zum Vortrag


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    Der Ausbau der Wasserkraft an der Sana gefährdet einen der bedeutendsten Flussabschnitte in Europa für den bedrohten Huchen. Darauf machten heute im Rahmen der internationalen Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas" Naturschützer und Wissenschaftler in Banja Luka aufmerksam.

    Das österreichisch-deutsche Energieunternehmen baut an der Sana ein Wasserkraftwerk und gefährdet damit global bedrohte Fischart ++ NGOs und Wissenschaftler protestieren

     

    Gemeinsame Presseinformation von EuroNatur, Riverwatch, Center for Environment (Bosnien Herzegowina) und der Koalition Sana vom 27.11. 2015



    Radolfzell, Banja Luka, Wien. Das Energieunternehmen Kelag ist gerade dabei, einen der für den bedrohten Huchen (Hucho hucho) bedeutendsten Flussabschnitte in Europa zu zerstören. Darauf machten heute im Rahmen der internationalen Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas" Naturschützer und Wissenschaftler in Banja Luka aufmerksam. Am Oberlauf der Sana in Bosnien-Herzegowina baut das Unternehmen derzeit das Wasserkraftwerk "Medna" und flussabwärts sind weitere Dämme geplant. Der Fluss Sana ist für diese global bedrohte Fischart nach Einschätzung von Wissenschaftlern einer der sechs wichtigsten Flüsse in Europa. "Die Sana bildet zusammen mit wenigen anderen Flüssen das Rückgrat der Huchenbestände in Europa. Diese Flüsse müssen unbedingt frei von Wasserkraftwerken bleiben", so Belma Kalamujić, von der Universität Sarajevo. Die Huchenexpertin hatte gemeinsam mit zahlreichen anderen Wissenschaftlern wegen des Medna Projekts einen Protestbrief an die Regierung des Landes sowie an die EU-Kommission gerichtet.

    Seit Jahren kämpfen Naturschutzgruppen aus Bosnien-Herzegowina zusammen mit Anwohnern gegen die Zerstörung der Sana. "Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch aus wirtschaftlichen. Fliegenfischer aus der ganzen Welt kommen hierher, um Forellen, Äschen und v.a. den Huchen in unberührter Natur zu fangen. Davon profitieren die Anwohner ohne die Landschaft zu zerstören" so Nataša Crnković von der NGO Center for Environment. Damit wäre es vorbei, wenn die Kraftwerke gebaut werden.
    Während die Kelag auf dem Balkan die besten Huchenvorkommen zerstört, werden in der EU und v.a. in Österreich die zumeist geringen Huchenbestände mit Millionenaufwand gefördert.

    Nach Recherchen von Riverwatch wurden in Österreich seit 1999 etwa 45 Millionen Euro in die Renaturierung von Flüssen mit Huchenvorkommen investiert, d.h Uferverbauungen und künstliche Hindernisse wurden beseitigt, den Flüssen wieder mehr Platz gegeben. Allein auf Kärnten, dem Firmensitz der Kelag, verfielen davon 13,42 Millionen Euro. Auch der Verbundkonzern, Miteigentümer der Kelag, finanziert mit etwa 6 Millionen Euro an der Traisen in Niederösterreich ein Flussrückbauprojekt, von dem unter anderem der Huchen profitieren soll. Alle diese Projekte wurden von der EU kofinanziert (Life Projekte).

    "Wenn es nicht so dramatisch wäre, wäre es fast zum Lachen: Während wir in Österreich und anderen EU-Ländern mit Millionensummen versuchen, die Fehler der Vergangenheit auszubessern, machen unsere Firmen wie die Kelag auf dem Balkan die gleichen Fehler wieder und zerstören die besten Flüsse und bedrohen seltene Arten. Das muss aufhören", so Ulrich Eichelmann von Riverwatch.

    „Wir brauchen in Bosnien-Herzegowina einen Masterplan zum Schutz unserer besten Flüsse und den Ausbau der Wasserkraft. Flüsse mit Huchenvorkommen müssen auf jeden Fall tabu sein für den Staudammbau", so Nataša Crnković abschließend.

    Der Huchen ist einer der bekanntesten und beeindruckendsten Flussfische Europas. Er war 2015 in Deutschland und 2012 in Österreich der "Fisch des Jahres". Er kann mehr als 1,5 Meter lang werden und kommt weltweit ausschließlich im Einzugsgebiet der Donau vor. Er braucht rasch fließende, kühle, schotterreiche Flüsse. Während die Art in Deutschland, Österreich und einigen anderen Ländern nur noch  in geringen Beständen vorkommt, existieren in den Flüssen des Balkans die letzten größeren Populationen der Huchen. Doch wie Untersuchungen zum Huchen im Rahmen der Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas" ergaben, sind auf dem Balkan 93 Wasserkraftwerke in Huchenstrecken geplant. Und das, obwohl Huchenpopulationen in Flüssen mit Wasserkraftwerken nicht überleben können. Das Projekt Medna ist das erste im Bau.

    Die Eigentümer der Kelag (Kärntner Elektrizitäts-Aktien Gesellschaft) sind neben dem Bundesland Kärnten der österreichische Verbundkonzern sowie die deutsche RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG). An der Sana baut die Kelag unter dem Firmennamen "Interenergo" mit Sitz in Ljubljana/Slowenien. Die Interenergo ist zu 100 Prozent im Eigentum der Kelag. Slowenien hat bislang 1,1 Millionen Euro in den Schutz seiner Huchenbestände investiert.

     


    Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“:
    Die Wasserkraftprojekte an der Sana sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel droht. Rund 2.700 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind derzeit geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet.  Mehr Informationen unter: www.balkanrivers.net/de


    Rückfragen:

    Ulrich Eichelmann - Riverwatch - ulrich.eichelmann@riverwatch.eu +43 676 6621512
    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org  + 49 7732 92 72-10
    Nataša Crnković – Center for Environment (Bosnien-Herzegowina), natasa.crnkovic@czzs.org  +387 65 604 438
    Goran Krivić – Koalition Sana  gorankrivic@gmail.com + 387 65 690 972


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    Der Nordosten Polens ist ein Paradies für Weißstörche. Die New York Times hat die Glücksbringer dort besucht.

    Der Nordosten Polens ist ein Paradies für Weißstörche. Die New York Times hat die Glücksbringer dort besucht. Ein Ziel der Reise war auch das "Europäische Storchendorf" Tykocin, das EuroNatur im Jahr 2001 ausgewiesen hat. Im Ortsteil Pentowo beherbergt ein einziger Hof die größte Weißstorchkolonie Polens.

    Zum Artikel in der New York Times


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    Heute startet er wieder: der EuroNatur-Adventskalender! Hinter den 24 Türchen unseres Online-Kalenders warten leckere Rezepte aus unseren Projektgebieten, spannende Filme und vieles mehr auf Sie.

    Natürlich können Sie auch in diesem Jahr wieder an unserem Adventskalenderrätsel teilnehmen. Den Gewinnern winken tolle Preise. Schenken Sie sich in der Adventszeit 24 kleine Lichtblicke und stöbern, schauen und rätseln Sie mit. Was mag wohl hinter dem ersten Türchen versteckt sein? Schauen Sie doch gleich mal nach!

    Jetzt Türchen aufmachen

     

     

     


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    Vergangenen Donnerstag entdeckten Autofahrer auf der Autobahn 8 in der Nähe von Merklingen einen toten Wolf. Damit ist bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres ein Wolf in Baden-Württemberg nachgewiesen worden. Erst im Juni wurde auf der A5 bei Lahr ein überfahrenes Tier aufgefunden.

    „Der erneute Fall beweist es: Wölfe können jederzeit wieder in Baden-Württemberg auftauchen und es ist unverzichtbar, dass sich das Land zeitnah und ernsthaft auf die Rückkehr der Wölfe vorbereitet“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Während Naturschützer und Wolfsfreunde den Wolf im Schwarzwald begrüßen, genießt der graue Jäger insbesondere bei Haltern von Nutztieren nur wenig Akzeptanz.

    EuroNatur hat gemeinsam mit Fachleuten der Naturschutzverwaltung und anderen Verbänden bereits im Dezember 2013 an der Erstellung des „Handlungsleitfadens für das Auftauchen einzelner Wölfe in Baden-Württemberg“ mitgewirkt und damit die Grundlage für ein effektives Wolfsmanagement in Baden-Württemberg gelegt. Ziel ist es, mögliche Konflikte bereits im Vorfeld zu entschärfen. Der „Handlungsleitfaden Wolf“ wird durch den „Ausgleichsfond Wolf“ ergänzt, zu dessen Trägern EuroNatur gehört. Viehhaltern kann so schnell und unbürokratisch Ausgleich für von Wölfen verursachte Schäden an ihren Tieren gewährt werden.


    Lesen Sie den vollständigen Handlungsleitfaden Wolf (PDF 1,4 MB)

    Erfahren Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Wölfe

    Unterstützen Sie unsere Arbeit – werden Sie Wolf-Pate


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    Mitte November beschloss das kosovarische Umweltministerium, eine 6.000 Hektar große Fläche am Berg Pashtrik an der Grenze zu Albanien als Naturpark unter Schutz zu stellen. Künftig soll dort ein grenzübergreifendes Schutzgebiet entstehen.

    Das Grüne Band Balkan wird schon bald weiter gestärkt: Mitte November beschloss das kosovarische Umweltministerium, eine 6.000 Hektar große Fläche am Berg Pashtrik an der Grenze zu Albanien als Naturpark unter Schutz zu stellen. Zusammen mit dem albanischen Teil des Gebiets soll künftig ein grenzübergreifendes Schutzgebiet entstehen.

    Davon profitiert auch der vom Aussterben bedrohte Balkanluchs. Denn die Gebirgsregion im albanisch-kosovarischen Grenzgebiet ist ein wichtiger Korridor zwischen dem mazedonischen Mavrovo-Nationalpark, dem Kerngebiet des Balkanluchses, und wertvollen Lebensräumen wie den Albanischen Alpen und dem Bjeshket e Nemuna-Gebirge im kosovarisch-montenegrinischen Grenzgebiet.

     

    „Auf diesen Erfolg haben wir seit mehreren Jahren hingearbeitet“, freut sich EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen Kosovo Association of Ecologists (KAE) und Protection and Preservation of Natural Environment in Albania (PPNEA) hat EuroNatur den ökologischen Wert des Gebietes schwarz auf weiß belegt. So erweiterten die Biologen die Liste der dort nachgewiesenen Gefäßpflanzen von 800 auf über 1.000 Arten. Darunter befindet sich auch die seltene Hundszungen-Art Cynoglossum krasniqii, die nur in diesem Gebiet vorkommt. Gerade noch 35 Exemplare haben die Naturschützer bei ihren Untersuchungen gefunden.

     

    Bereits im Frühjahr 2014 hatten sich Regierungsvertreter aus Albanien und dem Kosovo getroffen und beschlossen, die artenreiche Region am Pashtrik-Berg grenzübergreifend unter Schutz zu stellen. „Wir fordern beide Länder auf, jetzt zügig die nächsten Schritte einzuleiten und die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen für das grenzübergreifende Schutzgebiet zu schaffen“, sagt Thies Geertz.

    Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz des Grünen Bandes Balkan

    Seit 10 Jahren setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für den Schutz der Balkanluchse ein. Der Dokumentarfilm „Balkan Lynx Recovery Program“ gibt Einblicke in unser Projekt - mit tollen Filmaufnahmen, Interviews und spannenden Infos über die seltenen Katzen.

    Vorhang auf, Film ab!


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    Im Mavrovo Nationalpark in Mazedonien sollen vorerst keine Wasserkraftwerke gebaut werden. Dies hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention, eines der wichtigsten Naturschutzübereinkommen in Europa, bei seiner Sitzung am Freitag (04.12.2015) in Straßburg beschlossen.

    EBRD und Weltbank sollen sich zurückziehen +++ Weitere Untersuchungen gefordert

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch vom 7. Dezember 2015

     

    Radolfzell, Wien. Im Mavrovo Nationalpark in Mazedonien sollen vorerst keine Wasserkraftwerke gebaut werden. Dies hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention, eines der wichtigsten Naturschutzübereinkommen in Europa, bei seiner Sitzung am Freitag (04.12.2015) in Straßburg beschlossen. Die mazedonische Regierung muss danach alle Bauprojekte im Nationalpark stoppen und eine umfassende Umweltprüfung vorlegen (Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung). Die Empfehlungen richten sich auch an die internationalen Geldgeber der Kraftwerksprojekte, allen voran an die EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und Weltbank, die die zwei größten Projekte finanzieren wollten. Insgesamt plant die mazedonische Regierung den Bau von 22 Wasserkraftwerken im Mavrovo Nationalpark.

    Die Berner Konvention fordert nun eine Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung, welche die kumulativen Auswirkungen sämtlicher im Mavrovo Nationalpark vorgesehener Wasserkraft- und Infrastrukturprojekte untersucht. „Das ist ein Etappensieg für den Naturschutz. Wir fordern von den Banken, dass sie sich mit sofortiger Wirkung aus den Projekten zurückziehen. Von der mazedonischen Regierung erwarten wir, dass sie alle Empfehlungen der Berner Konvention umsetzt“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur, der an der Sitzung des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention als Beobachter teilnahm. „Wir werden die Ergebnisse der vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung genau analysieren.  Der Bau von Wasserkraftwerken im Mavrovo Nationalpark steht in völligem Widerspruch zu den Schutzzielen, deshalb gehen wir davon aus, dass die Prüfung zum endgültigen Stopp der Projekte führt.“

    Ursprünglich hatte das Sekretariat der Berner Konvention auf der Grundlage eines umfangreichen Expertenberichts wesentlich weitreichendere Empfehlungen ausgearbeitet. Diese wurden aufgrund des politischen Drucks der mazedonischen Regierung abgeschwächt. Unterstützt wurde Mazedonien dabei von Ländern, die ähnliche Kraftwerksprojekte in ihren Nationalparken und Naturschutzgebieten planen.

    „Am Balkan sind insgesamt 113 Wasserkraftwerke mitten in Nationalparken geplant. Deshalb kommt der Entscheidung über die Projekte im Mavrovo Nationalpark eine weitreichende Bedeutung zu. Wasserkraftwerke haben in Nationalparks nichts zu suchen “, sagt Ulrich Eichelmann von Riverwatch.

    Besonderes Augenmerk soll die Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung auf Pflanzen- und Tierarten legen, die für die Nominierung des Mavrovo Nationalparks als Emerald-Gebiet ausschlaggebend waren. Emerald-Gebiete entsprechen Natura-2000-Gebieten in Ländern Europas außerhalb der Europäischen Union. Die Berner Konvention empfiehlt dabei vor allem, die Auswirkungen der geplanten Projekte auf den Balkanluchs zu prüfen, eine von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als akut vom Aussterben bedroht eingestufte Unterart des Eurasischen Luchses. Der Mavrovo Nationalpark ist das einzige bekannte Gebiet, in dem sich die extrem seltenen Katzen nachweislich fortpflanzen. Darüber hinaus ist der Mavrovo Nationalpark mit seinen bisher bekannten 1.138 Tierarten und 1.435 Pflanzenarten ein europäischer Hotspot der Biodiversität.

     

    Hintergrundinformationen:

    • Bedingt durch Proteste mazedonischer NGOs zusammen mit der EuroNatur Stiftung, der NGO Riverwatch sowie zahlreichen Mitstreitern hatte der Ständige Ausschuss der Berner Konvention im Dezember 2014 beschlossen, ein Verfahren gegen die mazedonische Regierung einzuleiten sowie eine Expertenkommission zu entsenden. Die Ergebnisse dieser Vorort-Begutachtung wurden beim Treffen des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention vom 1. -4. Dezember 2015 als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen herangezogen.
    • Berner Konvention: Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume 
    • Mazedonien hat die Berner Konvention 1997 ratifiziert. Empfehlungen der Berner Konvention sind für die Mitgliedsstaaten bindend und ein Verstoß ist Bruch internationalen Rechts. 
    • Zur Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Die Staudämme im Mavrovo Nationalpark sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel drohen. Rund 2.700 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind derzeit geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet. 

     

    Ansprechpartner:

    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: +49 7732 - 92 72 10,
    katharina.grund@euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund

    Riverwatch: Ansprechpartner: Ulrich Eichelmann,  Tel.: +43 676 6621512, ulrich.eichelmann@riverwatch.euhttp://riverwatch.eu/balkan-rivers


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