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Alle Meldungen von der Stiftung Euronatur

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    Grübeln Sie noch, was Sie Ihren Lieben zu Weihnachten schenken? Wie wäre es mit einem funkelnden Polarlicht, einer Harfe spielenden Fangschrecke oder einem Ziesel beim Blumenpflücken? Diese Naturjuwelen und neun weitere Sahnestückchen des diesjährigen Fotowettbewerbs „Naturschätze Europas“ können Sie im aktuellen EuroNatur-Kalender 2016 bewundern. Ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Naturliebhaber.

    Sichern Sie sich jetzt Ihre(n) Kalender!


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    Ende November fand in Südfrankreich ein internationaler Workshop zum Schutz des Europäischen Löfflers statt. Rund 40 Experten aus 24 Ländern kamen zusammen, um den Schutz der charismatischen Vogelart voran zu treiben.

    Ende November fand im Herzen der Camargue das 8. internationale AEWA-Expertentreffen zum Schutz des Europäischen Löfflers statt. 38 Wissenschaftler, Naturschützer und Schutzgebietsmanager aus 24 Ländern kamen in der Forschungsstation Tour du Valat zusammen, um die Umsetzung des AEWA-Aktionsplans zum Schutz der Löffler voran zu treiben.

    Das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) schützt 255 Wasservogelarten, darunter auch den Löffler. Fünf Tage lang tauschten sich die Teilnehmer des Workshops über die aktuellen Entwicklungen zur Erforschung und zum Schutz der charismatischen Vogelart aus und planten gemeinsam die nächsten Schritte.

     

    EuroNatur ist nicht nur ein wichtiger Partner von AEWA, sondern engagiert sich auch seit ihren eigenen Anfängen für den Schutz des Löfflers auf dem Balkan. Und das ist auch bitter nötig! Denn während die Bestände des Löfflers in Westeuropa zunehmen, befinden sie sich in Südosteuropa seit Jahren auf Talfahrt. In den kommenden drei Jahren will die Expertengruppe daher die Löffler-Bestände in den südöstlichen Brutgebieten und entlang der Adria-Zugroute genauer erforschen und besser schützen.

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Löffler

     

     

     


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    Kurz vor Weihnachten gibt es einen Erfolg im Kampf gegen den exzessiven Raubbau in Rumäniens zu vermelden: Im Südwesten des Landes konnte ein Urwald der Größe von über 1.000 Fussballfeldern für die nächsten zehn Jahre gesichert werden.

    30 Experten aus 12 Ländern fordern Abholzungsverbot für  Europas Buchenurwälder

     

    Presseinformation vom 10. Dezember 2015


    Radolfzell.
    Als Gegenpol zu den Nachrichten exzessiven Raubbaus an der Natur in Rumänien gibt es kurz vor Weihnachten eine gute Nachricht zu vermelden: Im Südwesten des Landes konnte ein Urwald der Größe von über 1.000 Fussballfeldern  für die nächsten zehn Jahre gesichert werden. Der im Semenic-Gebirge gelegene „Cosava Mica“-Wald gehört zu den wenigen verbliebenen Resten der einst weit verbreiteten Buchenurwälder Europas.

    Seit der letzten Eiszeit ist das Waldgebiet vom Menschen nahezu unberührt geblieben. Dennoch genoss Cosava Mica bislang keinerlei Schutzstatus. Mit Unterstützung der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur hat die rumänische Umweltorganisation Agent Green durch intensive Kampagnenarbeit nun einen Etappensieg für Cosava Mica erreicht: Der kürzlich verabschiedete Managementplan für das Gebiet verbietet die Entnahme von Holz für die nächsten zehn Jahre strengstens.

    „Buchenurwälder sind ein herausragender Teil unseres europäischen Naturerbes. Es ist unsere Pflicht, die letzten verbliebenen Reste für kommende Generationen und als Lebensräume für Bären, Wölfe und Luchse zu bewahren. Gebiete wie Cosava Mica dürfen keinesfalls den kurzfristigen Profitinteressen der Holzindustrie zum Opfer fallen. Im nächsten Schritt muss Cosava Mica dringend als Nationalpark unter Schutz gestellt werden“,  sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

    Vom 15.-19. November 2015 verabschiedeten auf der Insel Vilm 30 namhafte Waldexperten aus 12 europäischen Ländern, darunter Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Ukraine, Italien und Rumänien eine gemeinsame Resolution für Europas Buchenwälder. Darin fordern sie die Regierungen auf, die Buchenurwälder des Kontinents wirksam zu schützen. Das Buchenwaldnetzwerk sprach sich ganz besonders für ein generelles Verbot des Holzeinschlags in diesen Gebieten aus. Denn ursprüngliche Buchenwaldgebiete wie Cosava Mica haben infolge intensiven Raubbaus heute ausgesprochenen Seltenheitswert.

    Die letzten großflächigen Buchenurwälder Europas stehen in den ukrainischen, slowakischen und rumänischen Karpaten. Doch gerade dort greift der illegale Holzeinschlag in verheerendem Ausmaß um sich. Woche für Woche werden in den rumänischen Karpaten Tausende Bäume illegal abgeholzt. Auch vor Nationalparken macht die Holzindustrie nicht halt. Beteiligt sind unter anderem international agierende Firmen aus Westeuropa. Nach umfassenden Recherchen von Agent Green verarbeiten sie in großem Umfang Holz aus Nationalparken und anderen Schutzgebieten Die Behörden sehen den illegalen Machenschaften bisher weitgehend tatenlos zu.  



    Hintergrundinfos:

    • Buchenwälder haben das Erscheinungsbild Europas in besonderer Weise geprägt. Die Rotbuche kommt vom Flachland in West- und Mitteleuropa bis zur Baumgrenze in Süd- und Südosteuropa vor.
    • Unter der Bezeichnung „Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“ führt die UNESCO derzeit 15 räumlich getrennte Buchenwaldgebiete in Deutschland, der Slowakei und der Ukraine mit einer Gesamtfläche von 33.671 ha als Weltnaturerbe.




    Rückfragen:

    EuroNatur, Konstanzer Straße 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, katharina.grund@euronatur.org, www.euronatur.org, Pressekontakt: Katharina Grund, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer


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    Die Prespa-Ohrid- Seenregion im Dreiländereck von Mazedonien, Albanien und Griechenland ist ein wahrer Geheimtipp für Natururlauber: Reisende können hier abseits ausgetretener Touristenpfade einzigartige Naturschätze entdecken. Ab sofort gibt es den EuroNatur-Reisefüher „Prespa-Ohrid-Region“ für nur 15 Euro.

    Die beeindruckend schöne und abwechslungsreiche Seen- und Gebirgslandschaft zählt zu den ökologisch wertvollsten Abschnitten des Grünen Bandes Europa auf dem Balkan und ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Allein in den beiden Prespa-Seen leben sieben endemische Fischarten, darunter die Prespa-Forelle.

    Das Autorenduo aus Annette Spangenberg und Gabriel Schwaderer beschreibt ausführlich die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt sowie die landschaftlichen Besonderheiten der Region. Aber auch die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten kommen nicht zu kurz. Ein eigenes Kapitel zur Gefährdung und zum Schutz der Gebiete sowie detaillierte Tourenbeschreibungen zu den lohnendsten Zielen der Naturbeobachtung runden das Buch ab.

     

    Den EuroNatur-Reiseführer „Prespa-Ohrid-Region" erhalten Sie ab für nur 15 Euro im Online- Shop der EuroNatur-Service GmbH.

    Zum EuroNatur-Shop


    Lesen Sie mehr über die Aktivitäten von EuroNatur zum Schutz der Prespa-Ohrid-Region


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    Auf dem Balkan fließen die ökologisch wertvollsten Flüsse Europas. Noch, denn tausende Wasserkraftwerke bedrohen einen wesentlichen Teil des europäischen Naturerbes. Die Finanz-NGO Bankwatch hat nun im Auftrag von EuroNatur und RiverWatch insgesamt 1.829 Wasserkraftprojekte untersucht und beantwortet die Fragen, wer diese Projekte finanzieren und umsetzen soll.

    Internationale Finanzinstitute sowie österreichische und deutsche Unternehmen am stärksten involviert

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch vom
    15. Dezember 2015

    Radolfzell, Wien. Auf dem Balkan fließen die ökologisch wertvollsten Flüsse Europas. Noch, denn tausende Wasserkraftwerke sind in Vorbereitung und bedrohen einen wesentlichen Teil des europäischen Naturerbes. Die Planungen machen sogar vor Naturschutzgebieten wie Nationalparken, Natura 2000 Gebieten und Ramsar-Feuchtgebieten nicht Halt. Die Finanz-NGO Bankwatch hat nun im Auftrag von EuroNatur und RiverWatch insgesamt 1.829 Wasserkraftprojekte untersucht und beantwortet die Fragen, wer diese Projekte finanzieren und umsetzen soll.

    Die Hauptinvestoren auf dem Balkan sind die großen internationalen Banken. EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), Weltbank und die EIB (European Investment Bank) finanzieren derzeit Wasserkraftprojekte in Höhe von insgesamt 818 Millionen Euro. Dadurch werden 30 Naturschutzgebiete wie Nationalparke oder Natura 2000 Gebiete massiv bedroht. Die EBRD ist dabei mit 240 Millionen Euro der größte Investor, sie unterstützt 21 Kraftwerksprojekte mitten in Schutzgebieten wie etwa im mazedonischen Mavrovo Nationalpark.

    "Unsere Analyse zeigt eindeutig, dass vor allem  die EBRD, aber auch die Weltbank ihre Finanzierungskriterien (safeguard policies) verändern müssen, sonst tragen sie enorm zur Naturzerstörung auf dem Balkan bei", sagt Pippa Gallop von Bankwatch, eine der Autorinnen der Studie.

    Von den öffentlichen Banken sind die deutsche Entwicklungsbank KfW und ihre Tochtergesellschaft Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) nach den Untersuchungen von Bankwatch am stärksten an der Finanzierung von Wasserkraftwerken in Naturschutzgebieten beteiligt. Sie finanzieren insgesamt 8 Projekte, von denen sich 4 in wertvollen Naturschutzgebieten befinden. Schon in Betrieb genommen wurden in Mazedonien ein Kraftwerk im Mavrovo-Nationalpark und ein weiteres im Pelister-Nationalpark. In Aussicht gestellt hat die KfW die Finanzierung des Kraftwerks Vrilo in Bosnien-Herzegowina, das die Natur im Ramsar-Gebiet Livno Polje, einem Feuchtgebiet internationaler Bedeutung, massiv beeinträchtigen würde.   

    "Wasserkraftwerke  stehen im Widerspruch zum Schutz der Biodiversität und sie haben deshalb in Naturschutzgebieten nichts verloren. Wir rufen die KfW und weitere Finanziers von Wasserkraftwerken auf dem Balkan dazu auf, dass sie sich zumindest aus der Finanzierung von Projekten in Naturschutzgebieten sofort zurückziehen" fordert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.  

    Laut Bankwatch spielen Firmen aus Österreich eine besondere Rolle. Mindestens 41 Wasserkraftprojekte werden von österreichischen Firmen geleitet, 21 davon liegen in Schutzgebieten. Dabei ist Wien Energie an 11 Projekten in Naturschutzgebieten und die Kelag – ein österreichisch-deutsches Unternehmen (Land Kärnten, Verbund, RWE) – an 9 Projekten beteiligt. Darunter das Projekt "Medna" an der Sana in Bosnien-Herzegowina. Dort zerstört die Kelag einen der wertvollsten Lebensräume des Huchen - einer global bedrohten Fischart. Das steierische Unternehmen ENSO Hydro baut derzeit in Albanien ein Wasserkraftwerk mitten in einem Nationalpark.

    "Die angeblich so umweltbewussten österreichischen Firmen zeigen am Balkan ein ganz anderes Gesicht. Hier nehmen sie weder auf  Schutzgebiete noch auf  bedrohte Arten Rücksicht", so Ulrich Eichelmann von Riverwatch.

    "Die gute Nachricht ist, dass die meisten Projekte noch nicht gebaut sind. Wir werden alles daran setzen, diesen Raubbau an Europas wertvollsten Flüssen zu stoppen", sagt Gabriel Schwaderer abschließend.


    Hintergrundinformationen:

    • Zur Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Derzeit droht den Flüssen auf der Balkanhalbinsel ein wahrer Staudamm-Tsunami. Rund 2.700 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet.


    Interviewpartner und Rückfragen:
    Katharina Grund - EuroNatur - katharina.grund@euronatur.org, 0049 7732 9272 10
    Cornelia Wieser -  Riverwatch - cornelia.wieser@riverwatch.eu, 0043 650  4544784


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    In Albanien eine zweite Teilpopulation der seltenen Balkanluchse. Das konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen. Vergangene Woche wurde im Munella-Gebirge in Albanien ein totes Jungtier aufgefunden, das eindeutig aus diesem Gebiet stammte.

    Letztes Rückzugsgebiet muss dringend unter Schutz gestellt werden

    Presseinformation vom 17. Dezember 2015

     

    Radolfzell.  Es wurde die Fortpflanzung des Balkanluchses in einem zweiten Gebiet belegt. Das heißt, es gibt in Albanien eine zweite Teilpopulation. Das konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen. Vergangene Woche wurde im Munella-Gebirge in Albanien ein totes Jungtier aufgefunden, das eindeutig aus diesem Gebiet stammte. Damit ist klar, dass sich die extrem seltenen Katzen nicht nur im mazedonischen Mavrovo Nationalpark fortpflanzen, sondern auch in Albanien.

     
    Doch ausgerechnet im Munella-Gebirge greift die Lebensraumzerstörung durch den Menschen massiv um sich.  Die letzten Wälder werden dort in atemberaubendem Tempo abgeholzt und niedergebrannt. „Die albanische Regierung muss hierauf reagieren und das Munella-Gebirge als einen der letzten Lebensräume für den vom Aussterben bedrohten Balkanluchs unter Schutz stellen. Der Raubbau an der Natur muss sofort gestoppt werden“, fordert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur.

    Gemeinsam mit Partnerorganisationen arbeitet EuroNatur im Rahmen des „Balkan Lynx Recovery Programme“ seit zehn Jahren mit Hochdruck daran, die letzten Balkanluchse und ihre Lebensräume zu retten. Lange Zeit war der Balkanluchs so etwas wie ein Phantom. Aktuelle Bestandsschätzungen gehen heute davon aus, dass es nur noch höchstens rund 35 Balkanluchse gibt. Lebensraumzerstörung, direkte Bejagung und die Jagd auf seine Beutetiere haben die Katzen an den Rand des Aussterbens gebracht. Nur noch in zwei Gebieten konnte bislang  eine erfolgreiche Reproduktion des Balkanluchses nachgewiesen werden: Im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien und nun im Munella-Gebirge in Nordalbanien.


    Hintergrundinformationen:


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Thies Geertz, Pressekontakt: Katharina Grund


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  • 12/18/15--00:58: Wie grün ist Wasserkraft?
  • Warum wird Wasserkraft ihrem grünen Image nicht gerecht? Im Interview mit SWRinfo gibt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer Antworten auf diese Fragen.

    Warum wird Wasserkraft ihrem grünen Image nicht gerecht? Wer steckt hinter dem Staudamm-Tsunami auf dem Balkan? Warum ist es noch nicht zu spät, das Blaue Herz Europas zu retten?

    Im Interview mit SWRinfo gibt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer Antworten auf diese Fragen.

    Zum Interview „Greenwashing – Wasserkraftwerke zerstören Naturparadiese auf dem Balkan“ im Umweltmagazin „Global“ (ab Sek. 53)





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    GEO war mit dem Schlauchboot auf der Vjosa unterwegs, einem der letzten Wildflüsse unseres Kontinents. In der Dezemberausgabe ist ein mehrseitiger Artikel über die Expedition erschienen und über die Bedrohung der Vjosa durch Wasserkraftprojekte.

    Hier geht es zum GEO-Online-Teaser


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    Die Weltbank hat sich von der Finanzierung eines der beiden großen geplanten Wasserkraftwerke im mazedonischen Mavrovo Nationalpark zurückgezogen. Das bedeutet einen weiteren Etappensieg für den Schutz der Balkanflüsse vor der Zerstörung durch die Wasserbaulobby.

    Weltbank stoppt Finanzierung von Wasserkraftprojekt im mazedonischen Mavrovo Nationalpark +++ Weitere Finanziers müssen nachziehen

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch vom 21. Dezember 2015

    Radolfzell, Wien.  Die Weltbank hat sich von der Finanzierung eines der beiden großen geplanten Wasserkraftwerke im mazedonischen Mavrovo Nationalpark zurückgezogen. Das bedeutet einen weiteren Etappensieg für den Schutz der Balkanflüsse vor der Zerstörung durch die Wasserbaulobby. „Dieser Schritt der Weltbank war längst überfällig. Wasserkraftwerke  stehen im Widerspruch zum Schutz der Biodiversität und sie haben deshalb in Schutzgebieten wie dem Mavrovo Nationalpark nichts verloren“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur.

    „Die Weltbank hat mit dem Stopp der Finanzierung des Kraftwerks Lukovo Pole den ersten Schritt gemacht. Jetzt müssen die Finanziers, vor allem die EBRD, der zahlreichen anderen Wasserkraftprojekte nachziehen, die in Naturschutzgebieten auf dem Balkan geplant sind“, fordert Ulrich Eichelmann von Riverwatch. Auch die Weltbank hat hier noch erheblichen Nachholbedarf:  Große internationale Banken sind die Hauptinvestoren in den Staudamm-Tsunami auf dem Balkan, der die letzten intakten Flüsse unseres Kontinents zu zerstören droht. Nach einer Studie der Finanz-NGO Bankwatch finanzieren Weltbank, EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und EIB (European Investment Bank) derzeit Wasserkraftprojekte in Höhe von insgesamt 818 Millionen Euro. Dadurch werden 30 Naturschutzgebiete wie Nationalparke oder Natura 2000 Gebiete massiv bedroht. Die EBRD ist dabei mit 240 Millionen Euro der größte Investor. Sie unterstützt 21 Kraftwerksprojekte mitten in Schutzgebieten, darunter auch im Mavrovo Nationalpark, wo die mazedonische Regierung den Bau von insgesamt 22 Wasserkraftwerken plant.

    Am 4. Dezember 2015 hatte die Berner Konvention (eines der wichtigsten Naturschutzübereinkommen in Europa) die mazedonische Regierung aufgefordert, alle Bauprojekte im Mavrovo Nationalpark zu stoppen und eine umfassende Umweltprüfung vorzulegen. Die Empfehlungen richteten sich auch an die internationalen Geldgeber der Kraftwerksprojekte, allen voran Weltbank und EBRD.  „Der Bau von Wasserkraftwerken im Mavrovo Nationalpark steht in völligem Widerspruch zu den Schutzzielen, deshalb gehen wir davon aus, dass die Prüfung zum endgültigen Stopp sämtlicher Projekte führt und der Rückzug der Weltbank aus dem Projekt Lukovo Pole nur der Anfang ist“, sagt Gabriel Schwaderer.

     

    Hintergrundinformationen:

    • Zur Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Die Staudämme im Mavrovo Nationalpark sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel drohen. Rund 2.700 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind derzeit geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet.  Mehr Informationen unter: www.balkanrivers.net/de
    • Der Mavrovo Nationalpark ist mit seinen bisher bekannten 1.138 Tierarten und 1.435 Pflanzenarten ein europäischer Hotspot der Biodiversität. Unter anderem ist er das wichtigste Gebiet, in dem sich der vom Aussterben bedrohte Balkanluchs nachweislich fortpflanzt. Im Zuge des Baus von Wasserkraftwerken würde durch die nötige Infrastruktur (Straßen, Stromleitungen, Pipelines etc.) einer seiner letzten Lebensräume bedroht. Mehr Informationen zum Mavrovo Nationalpark


    Ansprechpartner:
    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: +49 7732 - 92 72 10,
    katharina.grund@euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund
    Riverwatch: Ansprechpartner: Ulrich Eichelmann,  Tel.: +43 676 6621512, ulrich.eichelmann@riverwatch.euhttp://riverwatch.eu/balkan-rivers


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    Auf dem Balkan gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt. Ein ganz besonderer Schatz der Region sind die Flüsse. Welche atemberaubend schönen Flusslandschaften dort heute noch zu finden sind, zeigt der aktuell im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ erschienene Kurzfilm „Save the Balkan Rivers – Biodiversity“.

    Erleben Sie die Vielfalt!


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    Vogeljagd am Adriatic Flyway: Lesen Sie, wie EuroNatur und ihre Partnerorganisationen durch beharrliche Naturschutzarbeit die Zeichen auf Hoffnung stellen und wie aus dem Schriftsteller Jonathan Franzen ein „ausgezeichneter Vogelschützer“ wurde.

    Zum aktuellen EuroNatur-Magazin


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  • 12/30/15--03:09: Naturschutztage am Bodensee
  • Eines DER Foren für den Naturschutz in Deutschland feiert Jubiläum: Bereits zum 40. Mal finden vom 3. bis zum 6. Januar 2016 die Naturschutztage in Radolfzell am Bodensee statt. EuroNatur ist auf der Tagung vertreten, um unter anderem über die Kampagne “Rettet das Blaue Herz Europas” zu berichten.

    Das Treffen bietet Naturschützern und Umweltinteressierten die Möglichkeit, sich vier Tage lang über aktuelle Themen im Naturschutz zu informieren und auszutauschen. Neben brisanten Themen wie der Gentechnik und dem Freihandelsabkommen TTIP beschäftigen sich die Natur- und Umweltschützer bei den Naturschutztagen auch mit den aktuellen Trends der Verkehrsentwicklung  und dem Schutz der biologischen Vielfalt. Wie auch in den vergangenen Jahren können sich die Teilnehmer neben spannenden Vorträgen und Podiumsdiskussionen auf ein attraktives Rahmenprogramm freuen. So gibt es Exkursionen in Naturschutzgebiete der näheren Umgebung, zahlreiche Workshops, einen Kabarettabend sowie Bücher- und Infostände. Auch EuroNatur präsentiert sich mit einem Stand, um über die Projekte der Stiftung zu informieren und Unterstützer für den Schutz des europäischen Naturerbes zu gewinnen.

    Link zum Tagungsprogramm


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    Die Balkanflüsse, einer der größten Naturschätze Europas, drohen von einer Staudamm-Flut überrollt zu werden. Was EuroNatur und ihre Partner unternehmen, um das Blaue Herz Europas zu retten, zeigt der aktuell erschienene Kurzfilm „Save the Balkan Rivers – Threats“.

    Jetzt Film schauen


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    Noch fließt die Vjosa in Albanien frei und ungezähmt. Doch internationale Energieunternehmen planen über 30 Wasserkraftwerke an dem Wildfluss und seinen Zuflüssen zu bauen. Gestern berichtete das Nachrichtenmagazin „MDR um11“ über die Arbeit von EuroNatur, Riverwatch und lokalen Partnern, die atemberaubende Flusslandschaft im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ vor der Zerstörung zu retten.

    Sehen Sie den Beitrag in der MDR-Mediathek


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  • 01/13/16--04:03: Filmtipp: Wildes Albanien
  • Atemberaubende Gebirge, unzählige Flüsse und eine außergewöhnliche Artenvielfalt: In dem ARD-Dokumentarfilm „Wildes Albanien – Land der Adler“ begibt sich die Filmemacherin Cornelia Volk zusammen mit dem Tierfilmer Alexander Sommer auf eine Entdeckungsreise durch ein Land, das zahlreiche Natur- und Kulturschätze offenbart.

    In beeindruckenden Bildern folgt die Kamera unter anderem einer Steinadlerfamilie in den Albanischen Alpen sowie Krauskopfpelikanen in der Karavasta-Lagune - beides langjährige Projektgebiete von EuroNatur.

    Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Karavasta-Lagune als sicheren Rastplatz für Zugvögel zu schützen. Zudem arbeitet EuroNatur im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gemeinsam mit ihren Partnern daran, die einzigartigen Flusslandschaften des Landes vor der Zerstörung zu retten.

    Neben eindrucksvollen Naturaufnahmen  zeigt der Film auch Einblicke in die bewegte und bewegende Geschichte des Landes. Die Dokumentation „Wildes Albanien – Land der Adler“ ist noch bis zum 19. Januar in der ARD Mediathek zu sehen.

     

    Zum Film in der ARD Mediathek

    Mehr über die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“


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    Vom 22. bis 24. Januar 2016 findet das erste „Flussfilmfest Berlin“ statt. In berauschenden Bildern nimmt das von der Grünen Liga organisierte Festival die Besucher mit auf eine abenteuerliche Reise zu atemberaubenden Flusslandschaften und zeigt Menschen, die für den Erhalt dieser kostbaren Lebensräume kämpfen.

    Ergänzt durch thematische Einführungen und Diskussionsrunden können die Festivalbesucher im Kreuzberger Kino Moviemento über 30 Filme sehen, die die Schönheit frei fließender Flüsse feiern und ihre ökologische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung beleuchten. Gleichzeitig lenkt das Festival den Blick auch auf die rasant fortschreitende Zerstörung von Flussökosystemen durch Staudämme und Wasserkraftanlagen, Verschmutzung oder Übernutzung. Am Samstagabend um 18.30 Uhr berichtet EuroNatur-Projektleiterin Theresa Schiller über die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ zum Schutz der bedrohten Balkanflüsse und stellt sich den Fragen der Besucher.

    Die Diskussionsrunden und Vorträge finden in deutscher Sprache statt, die Filme laufen überwiegend in englischer Originalsprache. Tickets können Sie im Vorfeld über das Kino Moviemento reservieren.

     

    Zum Festivalprogramm

    Mehr über die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“


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    Mehrere zehntausend Menschen haben am vergangenen Samstag zum Start der Grünen Messe in Berlin für eine sozial-ökologische Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt“ forderten Landwirte, Naturschützer und Verbraucher unter anderem einen Stopp von Tierfabriken und ein Ende des Preisdumpings.


    130 Traktoren mit Biobauern und -bäuerinnen aus allen Teilen Deutschlands führten den Demonstrationszug an. Wie in den vergangenen Jahren zogen die Menschen vom Potsdamer Platz bis zum Kanzleramt, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

    Intensivlandwirtschaft und Agrarindustrie sind weiterhin weltweit auf dem Vormarsch – mit fatalen Folgen: Der Verlust der Biodiversität schreitet voran, jedes Jahr gehen Millionen Hektar fruchtbaren Bodens verloren und vielerorts kämpfen kleinbäuerliche Betriebe ums Überleben. Über den Druck der Straße hoffen die Veranstalter, die Politiker endlich zum Umdenken hin zu einer ökologisch und sozial verträglicheren Landwirtschaftspolitik zu bewegen.

    Sehen Sie die Bilder der Demo auf Flickr


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    Trotz des landesweiten Jagdverbots werden in Albanien massenweise Wildtiere getötet. Allein in den letzten beiden Monaten November und Dezember 2015 haben albanische Naturschutzorganisationen über 1.500 Fälle illegaler Jagd dokumentiert.

    Wildtierbestände drohen auszubluten +++ Jagdmoratorium muss dringend verlängert werden +++ Umfassende Jagdreform nötig

     

    Presseinformation vom 20. Januar 2016


    Radolfzell. Trotz des landesweiten Jagdverbots werden in Albanien massenweise Wildtiere getötet. Allein in den letzten beiden Monaten November und Dezember 2015 haben albanische Naturschutzorganisationen über 1.500 Fälle illegaler Jagd dokumentiert. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Betroffen sind unter anderem geschützte und gefährdete Arten. Die Lage spitzt sich zu: Bis zum Frühjahr dürfte die Zahl der Delikte weiter ansteigen. Denn dann sammeln sich riesige Scharen rastender Zugvögel in den Feuchtgebieten des Landes. „Die albanische Regierung muss diesen kriminellen Machenschaften umgehend einen Riegel vorschieben, sonst drohen die Wildtierbestände des Landes und auch die mitteleuropäischen Bestände zahlreicher Vogelarten langsam aber sicher auszubluten. Das bestehende Jagdmoratorium muss verlängert und seine Einhaltung strengstens kontrolliert werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur.

    Der derzeit geltende Jagdbann trat im März 2014 in Kraft und ist auf zwei Jahre befristet. Ausschlaggebend für den längst überfälligen Schritt der Regierung war der massive Rückgang von Wildtieren in Albanien. Infolge des Jagdbanns im Jahr 2014 waren die Jagdaktivitäten anfänglich stark zurückgegangen. Daraufhin hatten sich die Wildbestände unmittelbar, zumindest etwas, erholt. Doch dieser positive Effekt steht jetzt auf dem Spiel. Vor allem in den letzten Monaten ist die Zahl der Delikte dramatisch nach oben geschnellt. Zudem läuft der Jagdbann zum 15. März 2016 aus.

    „Die Wildtierbestände Albaniens befinden sich noch immer auf einem katastrophal niedrigen Niveau“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. „Um das Ruder herumzureißen, muss die albanische Regierung die bereits laufende, umfassende Jagdreform mit Hochdruck vorantreiben. Unabdingbar ist ein Monitoring der jagdbaren Arten, das internationale Standards erfüllt. Jagdquoten und die Liste jagdbarer Arten dürfen nicht mehr länger aus der Luft gegriffen sein. Entscheidend sind auch der Aufbau zuverlässiger Kontrollen und die Ahndung von Jagdvergehen“, sagt Thies Geertz. Um diese Voraussetzungen zu schaffen, ist es dringend nötig, dass der landesweite totale Jagdbann in Albanien noch mindestens zwei Jahre fortbesteht.


    Hintergrundinformationen:

    Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort setzt sich EuroNatur v.a. im Rahmen von zwei großen Programmen für den Schutz der Wildtiere in Albanien ein:

    Schutz der Zugvögel und ihrer Lebensräume entlang der Adria-Zugroute (Adriatic Flyway):

    http://www.euronatur.org/Adria-Zugroute-Adriatic-Flyway.1144.0.html
    http://www.euronatur.org/Vogeljagd-Balkan.1143.0.html

    Schutz der letzten Balkanluchse:
    http://www.euronatur.org/Balkanluchs-Gruenes-Band.1127.0.html


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Ansprechpartner: Thies Geertz, Pressekontakt: Katharina Grund


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    Das von EuroNatur unterstützte Projekt „Wildbahn Senner Pferde“ der Biologischen Station Kreis Paderborn – Senne ist als Projekt des Monats der UN-Dekade Biologische Vielfalt nominiert. Nehmen auch Sie an der Abstimmung teil und geben Sie den tierisch guten Landschaftspflegern Ihre Stimme.

    Im September 2015 wurde das Projekt „Wildbahn Senner Pferde“ als offizielles UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Nicht umsonst! Denn die lauffreudigen Pferde leisten einen wichtigen Beitrag zur hohen Struktur- und Artenvielfalt auf den trockenen, nährstoffarmen Sandflächen der Senne. Sie laufen, scharren und reißen mit ihren Hufen immer wieder kleine Löcher in die Grasfläche und schaffen so wertvolle Lebensräume für Zauneidechsen, Insekten und zahlreiche Pflanzen.

    Mit der Wahl zum Projekt des Monats winkt die Chance, UN-Dekade-Projekt des Monats zu werden. Dieses wählt die Jury aus allen Monatsprojekten eines Jahres.


    Hier gelangen Sie direkt zur Abstimmung

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Senne


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