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Alle Meldungen von der Stiftung Euronatur

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    Rosenpflücker, Feuertänzer, Artenschützer: In seiner Reportage „Bulgarien - Lebenskünstler im Land der Rosen“ der ARD-Sendereihe Länder - Menschen – Abenteuer portraitiert Matthias Ebert Menschen, die mit wenigen Mitteln Unmögliches möglich machen - wie Elena Tsingarska und Sider Sedevchef . Zusammen haben sie die älteste bulgarische Hunderasse vor dem Aussterben bewahrt.

    Die Karakatchans sind eine jahrtausendalte Rasse von Herdenschutzhunden. Die Welpen wachsen zusammen mit der Herde auf und betrachten diese als ihre Familie, die sie im Fall einer Bedrohung verteidigen. Zur Zeit des kommunistischen Regimes standen die Karakatchans kurz vor dem Aussterben. Dass die Rasse überlebt hat, ist dem engagierten Einsatz von Sider Sedevchef  und Elena Tsingarska, Mitarbeiterin der EuroNatur-Partnerorganisation Balkani,  zu verdanken.

    Auf ihrem Biohof haben inzwischen mehr als 1000 Karakatchan-Welpen das Licht der Welt erblickt. Warum davon auch Bären und Wölfe profitieren, erfahren Sie im Beitrag über die Karakatchans in der Reportage „Bulgarien - Lebenskünstler im Land der Rosen“ (ab Minute 38:00).

    Sehen Sie die Reportage auf YouTube


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  • 12/16/14--00:18: Geschenke mit Seele
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    Am Mittwoch und Donnerstag fanden in den Gemeinden Çarshovë (16.12.) und Përmet (17.12.) im Süden Albaniens die ersten öffentlichen Diskussionsrunden über die Zukunft des Vjosatals statt. Während die offiziellen Pläne der Regierung den Bau von acht Staudämmen entlang des Flusses vorsehen, unterstützen Bürgermeister und Einwohner betroffener Gemeinden eine alternative Idee: die Errichtung eines Nationalparks.

    Gemeinden Përmet und Çarshovë diskutierten über die Zukunft ihres Tales - Parlamentarier werden informiert

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur, Riverwatch und PPNEA vom 19. Dezember 2014

     

    Tirana, Wien, Radolfzell.   Am Mittwoch und Donnerstag fanden in den Gemeinden Çarshovë (16.12.) und  Përmet (17.12.) im Süden Albaniens die ersten öffentlichen Diskussionsrunden über die Zukunft des Vjosatals statt. Während die offiziellen Pläne der Regierung den Bau von acht Staudämmen entlang des Flusses vorsehen, unterstützen Bürgermeister und Einwohner betroffener Gemeinden eine alternative Idee: die Errichtung eines Nationalparks. Eine Deklaration, um die Staudammprojekte zu stoppen und den Fluss als Nationalpark zu schützen, wurde unterschrieben. Anfang nächsten Jahres werden im Rahmen der "Vjosa Tour" weitere Diskussionsveranstaltungen in den Gemeinden entlang des Flusses stattfinden. 

    Insgesamt 150 Personen nahmen die Einladung der albanischen Umweltorganisation PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania) und der Bürgermeister der zwei Gemeinden an und beteiligten sich an den Diskussionsrunden über die Zukunft ihres Flusses. Vertreter von PPNEA und Riverwatch – einem internationalen Verein zum Schutz der Flüsse – klärten die Bevölkerung über die Folgen der geplanten Wasserkraftwerke auf. Gleichzeitig stellten sie ihre Idee vor, die gesamte Vjosa von den Bergen bis zur Mündung in die  Adria als  Nationalpark zu schützen.

    „Wir sind dankbar über solche Informationen und die Möglichkeit, das Thema zu diskutieren. Wir wollen keine Staudämme, sondern einen Vjosa Nationalpark. So schützen wir sowohl unseren Fluss als auch unsere wirtschaftliche Zukunft“, so Veli Mehmeti, Bürgermeister von Çarshovë. Sein Kollege Gilberto Jaçe, Bürgermeister der 8.000 Einwohnerstadt Përmet, stimmt ihm zu: „Wir sind für die Errichtung eines Nationalparks, da wir damit den Öko-Tourismus fördern und die wirtschaftliche Situation der Region verbessern könnten. Es muss jedoch ein Nationalpark nach internationalen Standards sein und nicht einer, der nur auf dem Papier existiert, wie manch andere Schutzgebiete in Albanien.“

    Arta Dade, Mitglied des albanischen Parlaments und Teilnehmerin der Veranstaltung in Çarshovë sagt: „Ich unterstütze die Idee eines Nationalparks ebenfalls und werde die Parlamentarier in Tirana darüber informieren. Ich hoffe sehr, dass wir diesen wunderschönen Fluss bewahren können.“

    Die Vjosa im Süden Albaniens ist einer der letzten Wildflüsse Europas.  Auf einer Strecke von 270 Kilometern fließt sie ungezähmt und frei. An manchen Stellen ist das Flussbett mehr als zwei Kilometer breit. „Die Vjosa ist das Kronjuwel der europäischen Wildflüsse. Die geplanten Wasserkraftwerke würden diese atemberaubende Landschaft und die Lebensräume vieler bedrohter Arten zerstören“, warnt Ulrich Eichelmann, Koordinator der internationalen Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas", die Riverwatch und EuroNatur gemeinsam mit nationalen NGO-Partnern durchführen. 

    “Wir werden uns gegen die Staudammprojekte in der Region zur Wehr setzten und für die Idee eines Nationalparks kämpfen”, sagt Olsi Nika, Projektleiter für die Vjosa  bei PPNEA, abschließend.

    Die Diskussionsrunden wurden im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“  organisiert und sind Auftakt einer Reihe weiterer Veranstaltungen entlang des Flusses. Die „Vjosa Tour“ wird nächstes Jahr von Januar bis April mit Konferenzen in Tepelenë, Memaliaj, Selenicë, und Novoselë fortgesetzt und im Mai mit einer öffentlichen Veranstaltung in Tirana, enden, dem „Vjosa-Tag“.

     

    Hintergrundinformationen:

    Die Staudämme an der Vjosa sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel droht. Mehr als 570 Wasserkraftwerke (> 1 MW) zwischen Slowenien und Albanien sind geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Ländern des Westbalkans die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet.

    Rückfragen:
     
    Ansprechpartnerin: Romy Durst, Pressekontakt: Katharina Grund
    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, info@euronatur.org, www.euronatur.org

    Riverwatch: Ansprechpartner: Ulrich Eichelmann, ulrich.eichelmann@riverwatch.eu

    PPNEA: Ansprechpartner: Olsi Nika, olsinika@gmail.com



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    Naturzerstörung ist weltweit ein großes Problem. Und dennoch: Vielen Menschen ist der Erhalt der Natur äußerst wichtig. Das neue Jahrbuch Ökologie 2015 "Re-Naturierung. Gesellschaft im Einklang mit der Natur" präsentiert eine breite Palette von Konzepten und Projekten für einen besseren Einklang der Gesellschaft mit der Natur.

    Mehr zum Inhalt sowie ausgesuchte Beiträge zum Download


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    Nein zu Naturzerstörung, Tierfabriken und Gentechnik! Das Aktionsbündnis „Wir haben es satt“ ruft alle Bürger zur Großdemonstration am 17. Januar 2015 in Berlin auf, um ein deutliches Zeichen für eine ökologisch-soziale Agrarwende zu setzen.

    Intensivlandwirtschaft und Agrarindustrie sind weiterhin weltweit auf dem Vormarsch – mit fatalen Folgen: Der Verlust der Biodiversität schreitet voran, vielerorts sind Grund- und Trinkwasser durch Dünger und Pestizide belastet und jedes Jahr gehen Millionen Hektar fruchtbarer Boden verloren. Über den Druck der Straße hoffen die Veranstalter, die Politiker zum Umdenken hin zu einer ökologischeren Landwirtschaftspolitik zu bewegen. EuroNatur wird ebenfalls an der Demonstration teilnehmen, um ein deutliches Signal an die Politik auszusenden.

    Seien auch Sie mit dabei! Der Auftakt der Veranstaltung ist um 12 Uhr am Potsdamer Platz. Um 12.30 Uhr startet von dort aus der Demonstrationszug zum Kanzleramt. Auf ihrer Webseite bietet das Akionsbündnis eine Mitfahrbörse an. Wer nach Mitfahrgelegenheiten mit Bus und Bahn sucht, wird hier fündig.

    Link zur Website der Initiative „Wir haben es satt“




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    Welche Kostbarkeiten entdeckten Naturschützer im Sommer 2014 an der Vjosa in Albanien? Und warum ist das Land ein Bermuda-Dreieck für Braunbären? Das und vieles mehr lesen Sie im aktuellen EuroNatur-Magazin.

    Zum Magazin


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    Wenn die Vogeljagd in den wertvollen Rast- und Brutgebieten an der östlichen Adria aufhört, erholen sich die Vogelbestände dort sehr schnell. Das belegen Zahlen von einem der Hauptbrennpunkte der Vogeljagd auf dem Balkan: dem Naturpark Hutovo Blato in Bosnien-Herzegowina. Bei der Internationalen Winterwasservogelzählung im Januar 2015 zeigte sich erneut ein Bild der Hoffnung.

    Gute Nachrichten zum Weltfeuchtgebietstag am 2. Februar

    Pressemitteilung vom 30. Januar 2015

     

    Radolfzell.   „Wir haben eine Chance gegen die Vogeljagd auf dem Balkan“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzorganisation EuroNatur anlässlich des Weltfeuchtgebietstags am 2. Februar 2015. „Entscheidend ist, dass die Einhaltung bestehender Jagdverbote zuverlässig kontrolliert wird. Wenn die Vogeljagd in den wertvollen Rast- und Brutgebieten an der östlichen Adria aufhört, erholen sich die Vogelbestände dort sehr schnell.“ 

    Das belegen Zahlen von einem der Hauptbrennpunkte der Vogeljagd auf dem Balkan: dem Naturpark Hutovo Blato in Bosnien-Herzegowina. Bei der Internationalen Winterwasservogelzählung im Januar 2015 zeigte sich erneut ein Bild der Hoffnung: Das Zählteam registrierte auf dem Svitava-See fast 17.000 Vögel. Damit fiel das Ergebnis ebenso positiv aus wie im Jahr davor und unterstrich erneut, dass die intensiven Schutzmaßnahmen greifen. Dank der Unterstützung von EuroNatur gehen im Naturpark Hutovo Blato seit dem Sommer 2013 regelmäßig Ranger auf Patrouille, um die Einhaltung des Jagdverbots zu kontrollieren. In der unmittelbaren Folge hatte sich die Zahl der gefiederten Wintergäste auf dem Svitava-See bereits im Januar 2014 gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht. Dieses Niveau wurde nun erneut erreicht. 

    Doch Entwarnung gibt es nicht: „Jährlich fallen mehrere Millionen Zugvögel an der östlichen Adria Vogeljägern zum Opfer. Im Naturpark Hutovo Blato war die Vogeljagd bislang katastrophal. Um die Verhältnisse für die Zugvögel dort dauerhaft zu verbessern, brauchen wir einen langen Atem“, so Gabriel Schwaderer. „Infolge des Klimawandels gewinnen die Feuchtgebiete an der östlichen Adria als Überwinterungsgebiete für Zugvögel immer mehr an Bedeutung. Umso dringender müssen wir dafür sorgen, dass die Tiere dort vor Wilderern sicher sind.“ 

    In der Feuchtgebietslandschaft von Hutovo Blato, die Teil des riesigen, grenzüberschreitenden Feuchtgebietskomplexes des Neretva-Deltas ist,  gilt ein grundsätzliches Jagdverbot. Doch bislang bestand dieses nur auf dem Papier. Die Menschen in Bosnien-Herzegowina sind seit dem Zerfall Jugoslawiens stark mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen beschäftigt. Entsprechend wenig Aufmerksamkeit erfährt der Naturschutz. Dem Naturpark fehlte das nötige Geld, um Ranger auszubilden und sie angemessen für ihre Arbeit zu bezahlen. Entsprechend schlecht wurde die Einhaltung des Jagdverbots im Naturpark kontrolliert. Vogeljäger haben den Naturpark regelmäßig nahezu leer  geschossen. Unter den Opfern waren Arten, die in anderen Ländern Europas aufwändig geschützt werden wie Knäk- und Moorenten. 

    Hintergrundinformationen:

     

     

    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org ,Ansprechpartner: Pavel Bečka, Pressekontakt: Katharina Grund

     

     


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    Anlässlich des heutigen Weltfeuchtgebietstages fordern sieben europäische Naturschutzorganisationen die neue griechische Regierung auf, die „Internationale Übereinkunft für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Prespa-Parks“ zu ratifizieren und die beiden Prespa-Seen grenzübergreifend zu schützen.

    Anlässlich des heutigen Weltfeuchtgebietstages fordern sieben europäische Naturschutzorganisationen, darunter EuroNatur, die neue griechische Regierung auf, endlich die „Internationale Übereinkunft für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Prespa-Parks“ in nationales Recht umzusetzen und damit die Region rund um die beiden Prespa-Seen grenzübergreifend zu schützen.

    Die Übereinkunft wurde bereits am 2. Februar 2010 von den Umweltministern der drei Anrainerstaaten Albanien, Mazedonien und Griechenland sowie dem damaligen EU-Umwelt-Kommissar unterzeichnet, in der griechischen Gesetzgebung bislang aber nicht in Kraft gesetzt. Das Abkommen ermöglicht es den Verantwortlichen, ihre Aktivitäten zum Schutz der Prespa-Region länderübergreifend durchzuführen und zu koordinieren.

    Die abwechslungsreiche Seen- und Gebirgslandschaft zählt zu den ökologisch wertvollsten Abschnitten des Grünen Bandes Europa. So brüten hier vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie der Krauskopfpelikan noch in großer Zahl und profitieren vom außerordentlichen Fischreichtum der Seen. Doch Überfischung, intensive Bewässerungslandwirtschaft und Überweidung gefährden das einzigartige Naturjuwel.

    Vom 3. bis 4. Februar kommen Vertreter von EuroNatur, der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, KORA, MES, PPNEA, Plantlife und der SPP im griechischen Prespa-Nationalpark zusammen, um Strategien und wirksame Aktivitäten für den Schutz der Natur- und Kulturschätze der Region zu diskutieren.



    Zur gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände

    Mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Naturschätze in der Prespa-Ohrid-Region


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    Einen Rekordwinter verbuchte das Fledermaushotel der ehemaligen Ostquellbrauerei in Frankfurt an der Oder, deren Eigentümer EuroNatur ist. Fast 2.300 Fledermäuse waren in den Gewölben zu Gast.

    Noch nie wurden so viele Große Mausohren gezählt und auch die seltene Bechsteinfledermaus war mit 13 Exemplaren vertreten. Beide Arten sind europaweit gemäß der FFH-Richtlinie streng geschützt. Damit erwies sich die Brauereiruine einmal mehr als eines der bedeutendsten Überwinterungsquartiere in ganz Deutschland. Und das aus gutem Grund: Die feuchten, frostfreien und gut durchlüfteten Kellergewölbe bieten den nachtaktiven Insektenfressern ein ideales Mikroklima zum Überwintern. Häufigster Gast im Fledermaushotel war mit 1.085 Exemplaren das Große Mausohr.


    Doch das Gebäude ist in einem desolaten Zustand. Es droht, als Überwinterungsquartier für die Fledermäuse verloren zu gehen und auch Besucher können die einsturzgefährdete  Ruine derzeit nicht betreten. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittlere Oder  kümmert sich EuroNatur deshalb um die bauliche Sanierung und öffentlichkeitswirksame Erschließung des wertvollen Fledermausquartiers.


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  • 02/05/15--02:09: Rückendeckung für die Save
  • Zum Weltfeuchtgebietstag am vergangenen Montag erhielt die Save grenzübergreifende Rückendeckung. Aus sämtlichen Anrainerstaaten unterschrieben Vertreter von Schutzgebietsverwaltungen und anderen öffentlichen Institutionen die gemeinsame Absichtserklärung, sich über Ländergrenzen hinweg verstärkt für die Bewahrung der ökologischen Werte der Save, ihrer Auen und Nebenflüsse einzusetzen.

    Es gibt bereits mehrere Schutzgebiete entlang der Save, die wichtige Beiträge zum Schutz der Biodiversität und zur nachhaltigen Entwicklung in dieser einzigartigen Flusslandschaft leisten. Allerdings fehlte es den Schutzgebietsverwaltungen und den in den Gebieten aktiven Naturschutzorganisationen lange Zeit an Austausch und gemeinsamer politischer Arbeit.

    Im Juni 2014 hatten bereits insgesamt zehn Vertreter von Schutzgebieten und Naturschutzorganisationen entlang der Save das SavaParks-Netzwerk gegründet. Die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung vom 2. Februar 2015 bedeutet einen Meilenstein auf dem Weg zu dem Ziel, einen überzeugenden Entwurf für eine nachhaltige Entwicklung der Save-Region zu initiieren. Zumal die Veranstaltung bei den öffentlichen Einrichtungen und den Medien beachtliche Aufmerksamkeit erfuhr. Das ist dringend nötig, denn an der Save sind zahlreiche Staudammprojekte und der Ausbau des Flusses für die Schifffahrt geplant.


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    Am kommenden Wochenende veranstaltet der EuroNatur-Partner BBF die Belasitsa-Winterwanderung. Rund 30 Naturbegeisterte können dann die Winterlandschaft des Belasitsa-Gebirges erkunden und regionale Spezialitäten kennenlernen.

    Natur und Kultur pur erleben können die Teilnehmer der Belasitsa-Winterwanderung, die der bulgarische EuroNatur-Partner BBF am kommenden Wochenende veranstaltet. Rund 30 Naturbegeisterte haben dann die Chance, die verzauberte Winterlandschaft des Belasitsa-Gebirges zu erkunden, einheimische Spezialitäten zu genießen und traditionelles Brauchtum der Region kennenzulernen.

    Die Winterwanderung ist Teil eines Maßnahmenpakets, das EuroNatur gemeinsam mit der bulgarischen Partnerorganisation Bulgarian Biodiversity Foundation (BBF) sowie weiteren Partnern im Rahmen des Projekts „Belasitsa über Grenzen hinweg – grenzübergreifende Zusammenarbeit am Grünen Band Balkan“ geschnürt hat. Ziel des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts ist es, die einzigartigen Naturschätze des Belasitsa-Gebirges im Dreiländereck Bulgarien, Mazedonien und Griechenland langfristig zu erhalten und dafür die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, auch die lokale Bevölkerung ins Boot zu holen. So sollen die Aktivitäten im Rahmen des Projekts unter anderem dazu beitragen, für die Gemeinden am Fuß des Gebirges naturverträgliche wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen – zum Beispiel in Form eines sanften Naturtourismus.


    Programm der Belsasitsa-Winterwanderung (PDF, 546 kb)

    Lesen Sie den Artikel „Belasitsa – Bergparadies am Grünen Band Balkan" in der Ausgabe 4/2013 des EuroNatur-Magazins (PDF; 3,5 Mb)


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    Abgeschossen, gerupft und auf dem Schwarzmarkt verkauft. In seinem Artikel „The Massacre of Europe’s Songbirds“ für das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek deckt Luke Dale-Harris die mafiösen Hintergründe der Vogeljagd in Serbien und Rumänien auf.

    Abgeschossen, gerupft und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Das ist das Schicksal von Hunderttausenden Zugvögeln, die jedes Jahr in Serbien und Rumänien der Vogeljagd zum Opfer fallen. In seinem Artikel „The Massacre of Europe’s Songbirds“ für das amerikanische Nachrichtenmagazin Newsweek deckt Luke Dale-Harris die mafiösen Hintergründe des Vogelmassakers auf.


    Für seine Recherche hat sich der englische Journalist gemeinsam mit Mitarbeitern der EuroNatur-Partnerorganisationen Bird Protection and Study Society of Serbia (BPSSS) und Milvus vor Ort auf Spurensuche begeben. In den Feuchtgebieten beider Länder sammeln sich Scharen von Vogeljägern und schießen auf alles, was ihnen vor die Flinte kommt. Bei den Schützen handelt es sich in den meisten Fällen um italienische Jagdtouristen, die aufgrund der verschärften Kontrollen im eigenen Land zur Vogeljagd nach Serbien, Rumänien und andere Staaten des Balkans ausweichen. Die erbeuteten Vögel werden vor allem über die Adria nach Italien geschmuggelt und dort teuer verkauft. Organisiert wird das blutige Geschäft überwiegend von italienischen Agenturen. Doch allzu oft sind auch korrupte Beamte in Rumänien und Serbien daran beteiligt.

    Wie schnell Wilderei und Schmuggel zusammenbrechen, wenn in den Behörden engagierte Menschen arbeiten, zeigt Dale-Harris am Beispiel des kroatischen Umweltinspektors Zeljko Vukovic.


    Zum Newsweek-Artikel „The Massacre of Europe’s Songbirds“(englisch)

    Einen großen Erfolg gegen die Vogeljagd konnten auch EuroNatur und seine Partner im Naturpark Hutovo Balto in Bosnien-Herzegowina verbuchen. Dank intensiver Kontrollen haben sich dort die Vogelbestände merklich erholt.

    Lesen Sie die Erfolgsmeldung

    Unterstützen Sie die Arbeit von EuroNatur gegen die Vogeljagd werden Sie Zugvogel-Pate!

     

     


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  • 02/24/15--08:21: Rothalsgans auf Sendung
  • Anfang der vergangenen Woche stattete das Team von EuroNatur-Partner Green Balkans eine Rothalsgans mit einem GPS-Sender aus. Damit können die bulgarischen Naturschützer den Flug der Rothalsgans in ihr Brutgebiet in der Tundra genau verfolgen und so wertvolle Informationen über das Zugverhalten der bedrohten Art gewinnen.

    Mitarbeiter von Green Balkans befreiten das Tier Anfang des Jahres 2014 aus einem Privathaushalt, in dem der streng geschützte Vogel illegal gehalten wurde. In dem von Green Balkans betriebenen Rettungszentrum für Wildtiere in Stara Zagora wurde die Gans ein Jahr aufgepäppelt und nach ihrer vollständigen Genesung am Durankulaksee im Nordosten Bulgariens wieder ausgewildert. Der GPS-Sender von Rothalsgans „Brent“, wie die Mitarbeiter von Green Balkans sie nennen, sendet seitdem regelmäßig Daten. Danach hat sich Brent inzwischen einer Schar von Rothalsgänsen angeschlossen, die am See überwintern und in den nahegelegenen Feldern auf Nahrungssuche gehen.

    Die große Zahl an offenen Wasserflächen, ein ausreichendes Nahrungsangebot sowie das vergleichsweise milde Klima machen den Durankulaksee und die benachbarten Feuchtgebiete zu einem der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Rothalsgänse. Insbesondere in strengen Wintern versammeln sich dort bis zu 80 Prozent des Weltbestands. Gemeinsam mit Green Balkans führt EuroNatur seit vielen Jahren ein Programm zum Schutz der Rothalsgänse durch. Neben der Sicherung der Futterflächen gehört hierzu auch die Eindämmung die Vogeljagd.


    Lesen Sie mehr dazu im Artikel „Im Winter nach Durankulak“ in der Ausgabe 2/2014 des EuroNatur-Magazins.

    Sehen Sie Bilder der Auswilderung

     

     

     


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    Für zahlreiche Enten- und Wasservogelarten zählt die Saline Ulcinj in Montenegro zu den wichtigsten Rastplätzen auf ihrer Reise durch den Mittelmeerraum. Doch das wertvolle Naturerbe der Saline Ulcinj droht dem Massentourismus zum Opfer zu fallen.

    EuroNatur fordert sofortigen Schutz des international bedeutenden Feuchtgebiets

    Presseinformation vom 25. Februar 2015

     

    Radolfzell.   Jetzt beginnt wieder der Vogelzug. Für zahlreiche Enten- und Wasservogelarten zählt die 1.500 Hektar große Saline Ulcinj in Montenegro zu den wichtigsten Rastplätzen auf ihrer Reise durch den Mittelmeerraum. Doch es könnte das letzte Mal sein, dass Knäkenten und Löffler sowie viele Limikolenarten dort eine überlebenswichtige Rast einlegen können, um ihre Energiereserven aufzutanken. Denn das wertvolle Naturerbe der Saline Ulcinj droht dem Massentourismus zum Opfer zu fallen. Damit würde zudem eines der bedeutendsten Brutgebiete an der östlichen Adria verloren gehen. „Derzeit müssen wir die schleichende Zerstörung eines der wichtigsten Feuchtgebiete im Mittelmeerraum beobachten und niemand unternimmt etwas dagegen. Wir erwarten von der Regierung Montenegros die Einlösung ihrer nationalen und internationalen Zusagen, die Naturwerte der Saline Ulcinj zu schützen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. „Ein phantastischer Teil des europäischen Natur- und Kulturerbes soll der Gier einiger Weniger geopfert werden.“


    EuroNatur geht davon aus, dass die Salzgewinnung in der Saline Ulcinj gezielt unmöglich gemacht werden soll. Der Salinenbetrieb steht nicht im Widerspruch mit dem Naturschutz. Im Gegenteil: Erst durch die jährliche Überflutung und das anschließende, langsame Trockenfallen der Verdunstungsbecken entstehen die günstigen Brut-, Rast- und Überwinterungsbedingungen für Wasser- und Watvögel. Fällt der Salinenbetrieb weg, wird die Saline als Vogelschutzgebiet drastisch entwertet. Das wiederum verbessert die Chancen für die erwünschte Überbauung des Gebiets. Entstehen sollen eine Marine, große Hotelkomplexe und eine Bungalowsiedlung.

    Die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse in der Saline Ulcinj sind undurchsichtig. Die ehemalige Staatsfirma Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj wurde im Jahr 2005 vom Unternehmen Eurofonds gekauft. Im Jahr 2012 wurde Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj insolvent. Ob Eurofonds seinerzeit für 800.000 Euro nur die Staatsfirma Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj  mit den Nutzungsrechten für die Salzgewinnung in der Saline oder die gesamten Eigentumsrechte für das 1.500 Hektar große Gebiet erworben hat, wird derzeit vor Gerichten in Montenegro geklärt. Dennoch hat das Unternehmen und seit 2012 auch der Insolvenzverwalter bereits elfmal versucht, die Saline für Beträge zwischen 179 und 256 Millionen Euro zu verkaufen. „Solche Preisvorstellungen lassen sich nur rechtfertigen, wenn es künftig eben nicht um die Salzgewinnung, sondern um eine Tourismusentwicklung im großen Stil gehen soll“, sagt Gabriel Schwaderer. Hierzu passt auch, dass das Management der Firma Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj seit Übernahme der Saline keinerlei Mittel mehr in das Geschäft der Salzgewinnung investiert hat. Im letzten Jahr wurden große Pumpen gestohlen und zerstört. Auch der Insolvenzverwalter hat dieser Sabotage tatenlos zugesehen.

    Zwar haben Regierung und Parlament in Montenegro bereits im Jahr 2012 beschlossen, dass die Saline Ulcinj unter Schutz gestellt wird. Passiert ist bisher aber nichts. Stattdessen hat sich der Zustand des Naturjuwels mehr und mehr verschlechtert. Obwohl die Saline Ulcinj nach der Ramsar-Konvention ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung ist und Montenegro diese Konvention gezeichnet hat, steht die Saline Ulcinj immer noch nicht auf der Liste der Ramsar-Gebiete. Zudem erfüllt die Saline Ulcinj die Kriterien als Vogelschutzgebiet der Europäischen Union. EuroNatur fordert den EU-Beitrittskandidaten Montenegro dringend auf, zu verhindern, dass die Saline Ulcinj bis zu einem möglichen EU-Beitritt des Landes völlig zerstört ist. Außerdem hat die Stiftung der montenegrinischen Regierung erneut in mehreren Schreiben nahegelegt, die Saline Ulcinj umgehend unter Schutz zu stellen und ein Management sicherzustellen, welches die Bedingungen für durchziehende und in der Saline brütende Vogelarten verbessert. Nach Auffassung von EuroNatur kommt die Regierung Montenegros ihren internationalen Naturschutzverpflichtungen in keiner Weise nach. Umso wichtiger ist es, dass sich die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten in die Rettung der Saline Ulcinj einschalten.


    Hintergrundinformationen:



    Rückfragen:

    EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org,
    Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund


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    Bei den Krauskopfpelikanen im Nationalpark Skutari-See hat die Brutsaison wieder begonnen. Dicht an dicht sitzen die Brutpaare auf der künstlichen Nistinsel, die EuroNatur und seine Partner im vergangenen Jahr installiert haben.

    Die Nistinsel besteht aus vier kleineren miteinander verbundenen Brutplattformen und ist Teil eines Maßnahmenpakets, das EuroNatur mit Unterstützung des Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF) gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung und weiteren Partnern zum Schutz der kleinen Pelikankolonie am Skutari-See geschnürt hat. Die schwimmenden Nisthilfen hatten bereits im vergangenen Jahr zu einem außerordentlichen Bruterfolg beigetragen. Auch in diesem Jahr haben die scheuen Giganten die Brutplattformen gut angenommen. Schätzungsweise 12-16 Nester bebrüten die Pelikane dort bislang. „Das zeigt, dass die Nisthilfen eine gute Investition waren. Nun gilt es, dauerhaft einen möglichst störungsfreien Raum für die Vögel zu schaffen“, sagt EuroNatur-Projektleiter Pavel Bečka.

    Um die Pelikankolonie im Auge zu behalten und Störungen durch Vogeljäger, illegale Fischer u.a. entgegenwirken zu können, gehen Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung seit Februar regelmäßig auf Patrouille. Unterstützung erhalten sie von den lokalen Fischereiverbänden, die inzwischen dank der intensiven Aufklärungsarbeit von EuroNatur und seinen Partnern vertrauensvoll mit der Nationalparkbehörde zusammenarbeiten.

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Krauskopfpelikane


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  • 03/05/15--07:32: Piep piep – wer bin ich?
  • Vogelfreunde aufgepasst: Ab kommenden Montag geht die „Piep-Show“ von SWR4 Baden-Württemberg auf Sendung. In neun Folgen präsentieren Moderator Edi Graf, EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer und die Biologin Sindy Bublitz heimische Vogelarten aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.

    Vogelfreunde aufgepasst: Ab kommenden Montag zwitschert, pfeift und trällert es wieder im Radio. In der „Piep-Show“ im Frühmagazin des Radiosenders SWR4 Baden-Württemberg präsentieren Moderator Edi Graf, EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer und die Biologin Sindy Bublitz in neun Folgen heimische Vogelarten aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.

    Gleich zu Beginn jeder Folge kommen die gefiederten Stars „zu Wort“: Moderator Edi Graf spielt den Gesang eines Vogels ein. Im Anschluss erzählen Gabriel Schwaderer und Sindy Bublitz Interessantes und Amüsantes zu dem ausgewählten Exemplar. Traditionell beginnt die Sendung mit dem Vogel des Jahres 2015, dem Habicht. Bis zum 26. März werden in der Zeit zwischen 7 Uhr und 8 Uhr acht weitere Vogelarten zu hören sein - darunter auch Schwarzkehlchen und Klappergrasmücke.

    Am Ende der Sendereihe können die Zuhörer wieder beim Vogelstimmenrätsel mitmachen. Wer das löst, hat die Chance auf eine exklusive Vogelexkursion mit Edi Graf, Gabriel Schwaderer und Sindy Bublitz rund um den Heinz-Sielmann-Weiher bei Überlingen.


    Sendetermine:
    Start der Serie: 9. März mit dem Habicht, Vogel des Jahres 2015

    Weitere Folgen: 11., 13., 16., 18., 20., 23., 25. und 26. März

    Das Rätsel wird am 27. März gestellt. Die geführte Vogelwanderung findet am 24. April statt.

     

    Lesen Sie mehr zu den Vogelschutzprojekten von EuroNatur

     

     

     


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    Heute legten in der albanischen Hauptstadt Tirana die internationalen NGOs Riverwatch und EuroNatur zusammen mit dem lokalen Partner EcoAlbania ein Papier vor, das erstmals das gesamte Ausmaß der Bedrohung im Einzugsgebiet der Vjosa belegt.

    NGOs decken auf: 33 Wasserkraftwerke geplant ++ Österreichische und italienische Unternehmen beteiligt ++ Neue Initiative unterstützt Nationalparkidee

    Pressemitteilung von Riverwatch, EuroNatur und EcoAlbaniavom 12. März 2015

     

    Tirana, Wien, Radolfzell.  Heute legten in der albanischen Hauptstadt Tirana die internationalen NGOs Riverwatch und EuroNatur zusammen mit dem lokalen Partner EcoAlbania ein Papier vor, das erstmals das gesamte Ausmaß der Bedrohung im Einzugsgebiet der Vjosa belegt. Danach droht Europas letztem großen Wildfluss die vollständige Zerstörung. Insgesamt sind 33 Wasserkraftwerke an der Vjosa und ihren Zuflüssen geplant, sechs davon in Griechenland (dort heißt die Vjosa „Aoos“)  und 27 in Albanien. Doch der Widerstand gegen diese Projekte steigt und eine alternative Idee findet immer mehr Zuspruch: die Gründung eines Nationalparks. Eine neue albanische Initiative unterstützt diese Vision.

    Die Vjosa im Süden Albaniens ist einer der letzten intakten Wildflüsse Europas. Auf 270 Kilometer Länge ist sie frei von Verbauungen, ihr Flussbett ist  stellenweise bis zu zwei Kilometer breit und auch ihre Zuflüsse sind weitgehend unberührt. Das ist einzigartig in Europa.

    Doch damit könnte es bald vorbei sein. Eine umfassende Analyse der NGOs ergab, dass praktisch alle Zuflüsse der Vjosa aufgestaut und abgeleitet werden sollen. Drei Projekte sind bereits im Bau. "Wenn man die Zuflüsse verbaut, dann zerstört man letztlich auch die Vjosa. Das ist so, als ob man sämtliche Äste eines Baumes kappt, dann stirbt letztlich der ganze Baum", so Ulrich Eichelmann von Riverwatch und Koordinator der Kampagne Rettet das Blaue Herz Europas.

    Es sind bislang österreichische und italienische Firmen, die Wasserkraftwerke bauen. So etwa das österreichische Unternehmen ENSO Hydro. Finanziert mit Geldern der Österreichischen Entwicklungsbank und der Weltbanktochter IFC wird mitten im Nationalpark Hotovës-Dangelli der Fluss Langarica abgeleitet und trockengelegt.

    Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur: "Wir müssen diese Staudammflut stoppen. Stattdessen wollen wir zusammen mit der örtlichen Bevölkerung einen Nationalpark durchsetzen, um dieses europäische Naturjuwel zu erhalten und den Menschen im Tal eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu geben. Aber das geht nur ohne Dämme.“

    Um diese Idee zu unterstützen, hat sich in Albanien eine neue Initiative gegründet, die "Friends of Vjosa". “Wir laden alle ein, sich unserer Initiative anzuschließen. Wir müssen die Schönheit und den Wert der Vjosa bekannter machen - und auch ihre Bedrohung. Viele bei uns wissen nichts davon", so Olsi Nika, Leiter der albanischen Naturschutzorganisation EcoAlbania. Erste Politiker, Künstler und Wissenschaftler haben sich der Initiative bereits angeschlossen. Im Mai ist in Tirana ein Vjosa-Tag geplant, an dem die Bewohner des Vjosatals in die Hauptstadt kommen, um die Schönheit und Vielfalt ihres Flusses zu bewerben. Und sie werden sich klar für einen Vjosa Nationalpark aussprechen.


    Hintergrundinformation:

    • Die Staudämme an der Vjosa sind Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel droht. Mehr als 630 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind geplant. Rechnet man dazu noch die Kleinkraftwerke, steigt die Zahl auf etwa 2.000 Wasserkraftprojekte. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Ländern des Westbalkans, wie etwa EcoAlbania, die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet. Mehr unter www.balkanrivers.net



    Rückfragen:

    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org  + 49 7732 92 72 10

    Cornelia Wieser – Riverwatch: cornelia.wieser@riverwatch.eu  +43 650 4544784

    Besjana Guri – EcoAlbania:  b.guri@ecoalbania.org  00355 692954214


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    Anlässlich des bevorstehenden Weltwassertags (22.3.) präsentierten heute in Ljubljana Vertreter aus den Bereichen Wissenschaft und Fischerei gemeinsam mit Naturschutzorganisationen eine Studie über die Verbreitung des Huchens auf dem Balkan. Das Ergebnis zeigt klar: Die Balkanflüsse sind das letzte große Kerngebiet dieser Art.

    Global bedrohte Fischart in 43 Flüssen auf 1.840 km Länge nachgewiesen ++ 1.000 km davon durch Wasserkraftprojekte bedroht ++ Kampagne will Staudämme stoppen

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch vom 19.3.2015

     

    Ljubljana, Radolfzell, Wien.  Anlässlich des bevorstehenden Weltwassertags (22.3.) präsentierten heute in Ljubljana Vertreter aus den Bereichen Wissenschaft und Fischerei gemeinsam mit Naturschutzorganisationen eine Studie über die Verbreitung des Huchens auf dem Balkan. Im Rahmen der internationalen Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas" haben 18 Wissenschaftler aus 7 Ländern erstmals flächendeckend erhoben, wo zwischen Slowenien und Montenegro noch Huchen vorkommen. Das Ergebnis zeigt klar: Die Balkanflüsse sind das letzte große Kerngebiet dieser Art. In 43 Flüssen wurden auf einer Strecke von insgesamt 1.842 Kilometern überlebensfähige Huchenpopulationen nachgewiesen. Das entspricht 65% aller bekannten Huchenflüsse weltweit. Die vollständige Studie finden Sie hier: Der Huchen Hucho hucho auf dem Balkan

    Der Huchen (Hucho hucho) oder auch Donaulachs genannt, ist eine der populärsten und seltensten Fischarten unserer Breiten. Er kann bis zu 1,8 Meter lang werden und kommt in frei fließenden und sauerstoffreichen Flüssen vor – ausschließlich im Donauraum. Infolge von Flussverbauungen und -verschmutzung sind seine Bestände in Deutschland, Österreich, der Slowakei, in Rumänien und Bulgarien bis auf wenige Reste zusammengeschrumpft. Über die Vorkommen auf dem Balkan  war bislang wenig bekannt.

    Gleichzeitig ergaben die Recherchen der Studie, dass 1.000 Kilometer der Huchenflüsse auf dem Balkan durch Staudammprojekte bedroht sind. Insgesamt 93 Wasserkraftwerke sind in Flüssen geplant, in denen Huchen leben.

    "Die Balkanflüsse sind von außerordentlicher Bedeutung für den Fortbestand der Huchen. Werden diese Wasserkraftprojekte gebaut, prognostizieren wir einen Rückgang der Art auf dem Balkan um etwa 70 Prozent",  sagt Prof. Steven Weiss von der Karl-Franzens Universität in Graz und Mitautor der Studie. Vermutlich wären die Folgen sogar noch größer, weil die verbliebenen Bestände dann zu klein wären, um langfristig überleben zu können, so die Autoren der Studie. "Der Fortbestand des Huchens und weiterer geschützter Arten ist mit dem Ausbau der Wasserkraft unvereinbar", resümieren die Experten.

    Einer der wichtigsten Huchenflüsse Europas ist die Save in Slowenien. Zusammen mit ihren Nebenflüssen beherbergt sie Huchen auf einer Länge von 317 Kilometern. Das ist nach der Drina der zweithöchste Wert auf dem Balkan. Doch hier sind insgesamt 11 Wasserkraftwerke in Planung. "Das werden wir verhindern", so Neža Posnjak, Leiterin der Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas“ in Slowenien. "Slowenien hat auch innerhalb der EU eine besondere Verantwortung für den Huchen. Wir fordern die slowenische Regierung auf, den Ausbau der Wasserkraft an der Save und ihren Zuflüssen zu stoppen und stattdessen sämtliche Huchenflüsse unter Schutz zu stellen", so Posnjak weiter.

    Unterstützung findet die Naturschützer bei den Fischern. Miroslav Žaberl, Präsident der Slowenischen Angling Alliance: "Für uns Fischer ist der Huchen der König der Flüsse. Wo er lebt, sind Angler aus aller Welt bereit, höhere Kosten für eine Angellizenz zu zahlen. Letztlich sorgt der Huchen damit auch für ein gesteigertes Einkommen in der Region. Wir sind für den Huchen und gegen die Dämme."

    Die Huchenvorkommen sind ein weiterer Beweis für die herausragende Bedeutung der Balkanflüsse. Das Beispiel zeigt aber auch, wie bedenken- und maßlos die Wasserkraftlobby und die Politik häufig vorgehen. "Unter dem Deckmantel grüner Energie sollen die letzten Lebensräume einer der gefährdetsten Arten Europas zerstört werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. „Zusammen mit Fischern und Flussfreunden aus aller Welt werden wir diesen Verbau stoppen. Sämtliche Huchenstrecken müssen als Schutzgebiet ausgewiesen werden", so Ulrich Eichelmann von Riverwatch und Koordinator der Kampagne "Rettet das Blaue Herz Europas" abschließend.

    Hintergrundinformation zur Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“
    Nirgendwo sonst in Europa gibt es noch so viele unverbaute und lebendige Flüsse wie auf dem Balkan. Doch sie sind bedroht. Die geplanten Staudämme in den Huchenstrecken sind nur ein Teil der Staudammflut auf dem Balkan. Mehr als 2.000 Wasserkraftwerke sind zwischen Slowenien und Albanien geplant. Um der Zerstörung entgegen zu wirken und die besten Flüsse zu erhalten, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Ländern des Westbalkans  die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet. Mehr dazu unter hier.

    Mehr Downloads:
    Der Huchen Hucho hucho auf dem Balkan – deutsche Zusammenfassung
    Der Huchen Hucho hucho auf dem Balkan – Karten 1 und 2

    Rückfragen:
    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org 0049 7732 927210
    Neža Posnjak - neza.posnjak@balkanrivers.net 00386 31 549 055
    Cornelia Wieser – Riverwatch: cornelia.wieser@riverwatch.eu 0043 650 4544784
    Steven Weiss - steven.weiss@uni-graz.at  - 0043-660 4383336


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    Als „See zum Verlieben“ beschreibt der Autor Peter Laufmann den Skutari-See, eines der ältesten Projektgebiete von EuroNatur. Für die Zeitschrift natur ist der Journalist an den größten See des Balkans gereist. In der heute erscheinenden Aprilausgabe von natur berichtet er über die einmalig schöne Seenlandschaft im montenegrinisch-albanischen Grenzgebiet.

    Mit seinen üppigen Auenwäldern und -wiesen sowie seinen ausgedehnten Flachwasserbereichen ist der fischreiche Skutari-See ein wahres Vogelparadies. Hunderttausende von Zugvögeln brüten, rasten und überwintern hier – darunter auch der seltene Krauskopfpelikan.

    Zusammen mit Vertretern der EuroNatur-Partnerorganisation CZIP (Zentrum für Vogelschutz und Monitoring in Montenegro) und APAWA (Gesellschaft für den Schutz der Meerestiere in Albanien) hat sich Peter Laufmann auf Erkundungstour rund um den See begeben und ist dabei auf ein Fleckchen Erde gestoßen, das zahlreichen Menschen bislang verborgen  geblieben ist. Um die Naturschätze dieser Region bekannter zu machen, hat EuroNatur in Zusammenarbeit mit natur und Kartographie Huber eine Natur-Landkarte erstellt. Diese bietet neben detaillierten Informationen zu Flora, Fauna und Geologie auch ausgewählte Rad- und Wanderrouten.

    Die Karte kostet 8,90 Euro und ist voraussichtlich ab Ende März exklusiv im EuroNatur-Shop erhältlich.

     

    Lesen Sie den Artikel „Ein See zum Verlieben“ von Peter Laufmann (als Print-Version in der April-Ausgabe der Zeitschrift natur erhältlich)

     

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz des Skutari-Sees

     

     


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  • 03/25/15--02:44: Rat mal, wer da singt!
  • War es die Nachtigall oder die Lerche? Der Hausrotschwanz oder das Schwarzkehlchen? Am kommenden Freitag können Vogelfreunde ihr Wissen beim großen Vogelstimmenrätsel der „Piep-Show“ im Frühmagazin des Radiosenders SWR4 testen.

    Dabei gilt das Sprichwort „nur der frühe Vogel fängt den Wurm“. Denn SWR4-Moderator Edi Graf wird das Rätsel bereits zwischen sieben und acht Uhr morgens stellen. Wer bei den vorangegangenen Sendungen aufmerksam gelauscht hat, kann jetzt punkten. In diesen hatten Edi Graf, EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer und die Biologin Sindy Bublitz den gesuchten Vogel sowie acht weitere Vogelarten präsentiert.

    Aufstehen und miträtseln lohnt sich: Dem Gewinner/der Gewinnerin winkt eine exklusive Vogelexkursion mit Edi Graf, Gabriel Schwaderer und Sindy Bublitz rund um den Heinz-Sielmann-Weiher bei Überlingen am 24. April.


    Link zu SWR4

    Lesen Sie mehr über die Vogelschutzprojekte von EuroNatur









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