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Alle Meldungen von der Stiftung Euronatur

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    Große Freude bei EuroNatur-Partner ERA: Mithilfe einer Fotofalle gelang es dem Luchsteam der kosovarischen Naturschutzorganisation vor wenigen Tagen erstmals, einen Balkanluchs im Bjeshket e Nemuna Nationalpark im Grenzgebiet zu Montenegro nachzuweisen.

    Große Freude bei EuroNatur-Partner ERA (Environmentally Responsible Action group): Mithilfe einer Fotofalle gelang es dem Luchsteam der kosovarischen Naturschutzorganisation vor wenigen Tagen erstmals,  einen Balkanluchs im Bjeshket e Nemuna Nationalpark  im Grenzgebiet zu Montenegro nachzuweisen.

     

    Bislang waren Augenzeugenberichte die einzigen Hinweise dafür, dass im Kosovo noch Balkanluchse durch die Wälder streifen. Das Foto der Kamerafalle liefert nun den ersehnten Nachweis. Insgesamt weniger als 50 Exemplare dieser Unterart des Eurasischen Luchses leben derzeit auf dem Balkan – die meisten vermutlich im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien. Die Luchsexperten von ERA arbeiten nun mit Hochdruck daran, die Herkunft des abgelichteten Luchses zu klären. „Wir haben die Hoffnung, dass es im Bjeshket e Nemuna Gebirge noch eine eigenständige, bislang unbekannte Population des Balkanluchses gibt. Es wäre jedoch auch denkbar, dass es sich bei dem Tier um einen abgewanderten Luchs aus dem Mavrovo-Nationalpark handelt“, erläutert EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz.

     

    Parësim Sanaja und  Bardh Sanaja von ERA sind eines der drei neu formierten Teams von Luchsschützern, die im Rahmen des Programms zur Rettung des Balkanluchses (BLRP) in Montenegro und dem Kosovo im Einsatz sind. In mehreren Workshops lernten die Naturschützer die für die Feldarbeit nötigen Fertigkeiten. Seit Mitte 2014 sind sie einsatzbereit und haben begonnen, an geeigneten Stellen im Bjeshket e Nemuna Nationalpark Kamerafallen aufzustellen. „Dass es dem Luchsteam von ERA nun so schnell gelungen ist, einen Luchs nachzuweisen, ist ein großer Erfolg“, sagt Thies Geertz.

    Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Balkanluchse

     


     

    Balkan Lynx Recovery Programme (BLRP)

    Im Jahr 2006 hat EuroNatur gemeinsam mit den Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz), MES (Macedonian Ecological Society) und PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania) das „Balkan Lynx Recovery Programme“(BLPR), ein Projekt zum Schutz des Balkanluchses, ins Leben gerufen. Gemeinsam einwickelten die Organisationen ein ausgeklügeltes Schutzprogramm, dessen Ziel es ist, das Überleben des Balkanluchses und den Erhalt seines Lebensraums dauerhaft zu sichern, und gleichzeitig auch für die Menschen in der Region Perspektiven zu schaffen.


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    Albaniens einzigartige Flusslandschaften befinden sich im Visier der Wasserbaulobby. Gemeinsam mit seinem Partner Riverwatch kämpft EuroNatur gegen den drohenden Ausverkauf der Natur. Auch bei der lokalen Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die geplanten Staudämme. Der ORF berichtet in einem Fernsehbeitrag über die brenzlige Situation an der Vjosa, einem der letzten Wildflüsse Europas.

    Zum TV-Beitrag des ORF


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    Gemeinsam mit seinen Partnern hat EuroNatur vom 8.-9. April 2015 in Podgorica eine Konferenz zum Schutz der Saline Ulcinj organisiert. Das wertvolle Feuchtgebiet ist vom Massentourismus bedroht. In einer gemeinsamen Erklärung forderten alle Teilnehmer, die Saline umgehend unter Schutz zu stellen.

    Wertvolles Feuchtgebiet vom Massentourismus bedroht

    Internationale Konferenz in Montenegro: Saline Ulcinj erhält breite Rückendeckung


    Presseinformation vom 14. April 2015



    Radolfzell.  „Die Regierung Montenegros muss jetzt dringend handeln. Ansonsten droht mit der Saline Ulcinj einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel an der östlichen Adria unwiederbringlich zerstört zu werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur. Gemeinsam mit dem Zentrum für Vogelschutz und Monitoring in Montenegro (CZIP) und der Gemeinde Ulcinj hat die Stiftung vom 8.-9. April 2015 in Podgorica eine Konferenz zum Schutz der Saline Ulcinj organisiert. Rund 80 Vertreter aus Naturschutz, Politik und Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch die Staatssekretärin des montenegrinischen Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Tourismus Daliborka Pejovic, die deutsche Botschafterin Gudrun Steinacker sowie der Vertreter der EU-Delegation in Montenegro Alberto Cammarata. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung betonten alle Teilnehmer die Notwendigkeit, die Saline Ulcinj umgehend unter Schutz zu stellen. Die montenegrinische Regierung versicherte, dass sie alle notwendigen Schritte einleiten werde, um und die Naturschätze der Saline zu retten.

    Das international bedeutende Feuchtgebiet droht dem Massentourismus zum Opfer zu fallen: Entstehen sollen dort eine Marina, große Hotelkomplexe sowie eine Bungalowsiedlung. Bereits im Jahr 2012 haben Regierung und Parlament in Montenegro beschlossen, dass die Saline Ulcinj unter Schutz gestellt werden soll. Passiert ist das bis heute allerdings nicht. EuroNatur fordert den EU-Beitrittskandidaten Montenegro daher dringend auf, den Worten Taten folgen zu lassen und zu verhindern, dass die Saline Ulcinj bis zu einem möglichen EU-Beitritt des Landes völlig zerstört ist.

    Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Salzgewinnung in der Saline Ulcinj gezielt unmöglich gemacht werden soll. So wurden im letzten Jahr große und schwere Pumpen gestohlen und zerstört. Sowohl die jetzige Betreiberfirma Eurofonds als auch der Insolvenzverwalter der Saline haben der Sabotage tatenlos zugesehen. „Die montenegrinische Regierung muss jetzt in einem ersten Schritt dafür sorgen, dass die Pumpen ersetzt und wieder in Betrieb genommen werden, um damit das Süßwasser aus der Saline sowie Salzwasser in die Saline zu pumpen“, fordert Gabriel Schwaderer. Denn der Salinenbetrieb ist Voraussetzung, um den hohen Naturschutzwert der Saline zu sichern. Erst durch die jährliche Überflutung und das anschließende, langsame Trockenfallen der Verdunstungsbecken entstehen die günstigen Brut-, Rast- und Überwinterungsbedingungen für Wasser- und Watvögel. Die Zeit drängt. Bereits 40 bis 60 Prozent der Dämme der Saline sind bereits durch den derzeitig hohen Wasserstand zerstört. Je weiter diese Zerstörung voranschreitet, desto schwieriger wird es, den Salinenbetrieb wieder aufzunehmen. „Die Saline Ulcinj ist nicht nur ein einzigartiges Vogelparadies. Sie bietet auch ein großes Potential für einen nachhaltigen Naturtourismus. Die Regierung Montenegros hat es nun in der Hand, diese Chance zu nutzen oder dieses Naturjuwel den Profitinteressen einiger weniger zu opfern“, sagt Gabriel Schwaderer.


    Hintergrundinformationen:

    • Die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse in der Saline Ulcinj sind undurchsichtig. Die ehemalige Staatsfirma Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj wurde im Jahr 2005 vom Unternehmen Eurofonds gekauft. Im Jahr 2012 wurde Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj insolvent. Ob Eurofonds seinerzeit für 800.000 Euro nur die Staatsfirma Solana „Bajo Sekulić“ AD Ulcinj  mit den Nutzungsrechten für die Salzgewinnung in der Saline oder die gesamten Eigentumsrechte für das 1.500 Hektar große Gebiet erworben hat, wird derzeit vor Gerichten in Montenegro geklärt.
    •  Nach der Ramsar-Konvention ist die Saline Ulcinj ein Feuchtgebiet internationaler Bedeutung. Zudem erfüllt die Saline Ulcinj die Kriterien als Vogelschutzgebiet der Europäischen Union.



    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10,
    Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org,
    Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund


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    Wer macht wohl dieses Jahr das Rennen – Vogel, Pelztier oder Frühlingsblüte? Die Jury des Fotowettbewerbs „Naturschätze Europas“ kam letzte Woche in Stuttgart zusammen, um die schönsten Bilder des diesjährigen Fotowettbewerbs zu küren.

    Dabei konnten die Jurymitglieder wieder in einem wahren Bilderrausch schwelgen: 433 Natur- und Fotobegeisterte aus 36 Ländern haben rund 2.000 Bilder aus Europas eindrucksvoller Natur eingesandt. Bereits zum 22. Mal veranstaltete EuroNatur – in Kooperation mit der Zeitschrift „natur“, dem NaturVision Filmfestival und der Gelsenwasser AG – den großen Natur-Fotowettbewerb. Europaweit waren Hobby- und Profi-Fotografen aufgerufen, ihre fünf besten Bilder aus Europas Natur einzureichen.  Ab Ende Juli 2015 können Sie die Siegerfotos auch auf der EuroNatur-Webseite bewundern.


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    Das EU-Parlament hat Albanien aufgefordert, die geplanten Wasserkraftprojekte an der Vjosa und ihren Zuflüssen zu überdenken. In ihrem Entschließungsantrag fordern die EU-Abgeordneten die albanische Regierung außerdem auf, sämtliche Wasserkraftprojekte, vor allem in Nationalparks, aufzugeben.

    Keine Wasserkraftwerke an Vjosa und ihren Nebenflüssen gefordert + + Proteste gegen Wasserkraftprojekte auch in Albanien

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch
    4. Mai 2015


    Radolfzell, Wien. Das EU-Parlament hat am vergangenen Donnerstag die albanische Regierung aufgefordert, die geplanten Wasserkraftprojekte an der Vjosa und ihren Zuflüssen zu überdenken, "...da diese Projekte eines der letzten großen, intakten und nahezu natürlichen Flussökosysteme in Europa schädigen würden;" In ihrem Entschließungsantrag zum Erweiterungsbericht 2014 fordern die 751 EU-Abgeordneten Albanien außerdem auf, sämtliche Groß- und Kleinwasserkraftprojekte, vor allem in Nationalparks, aufzugeben (Punkt 27 des Entschließungsantrags zum Erweiterungsbericht 2014).

    Die Vjosa ist der letzte große Wildfluss Europas. Auf insgesamt 270 Kilometer Länge ist der Fluss weitgehend unverbaut. Doch in Albanien sind hier insgesamt 26 Wasserkraftwerke geplant, zwei davon sind bereits im Bau. "Wir versuchen zusammen mit Partnern in Albanien die Wasserkraftprojekte zu stoppen und stattdessen den ersten europäischen Wildfluss-Nationalpark an der Vjosa zu schaffen. Die Position des EU-Parlaments ist dabei ein starkes politisches Signal an die albanische Regierung, die Projekte zu stoppen," so Ulrich Eichelmann von der NGO Riverwatch, der die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gemeinsam mit EuroNatur koordiniert.

    Ebenfalls am vergangenen Donnerstag protestierten in Albanien an der Bence - einem Nebenfluss der Vjosa - etwa 150 Personen gegen ein im Bau befindliches Kraftwerk. Das Wasser der Bence - einer der schönsten und ökologisch wertvollsten Flüsse Albaniens  - soll in Pipelines abgeleitet und zur Stromgewinnung genutzt werden. Die Bewohner des Tales protestieren seit Jahren gegen den Bau. Erstmals erhielten sie nun Unterstützung aus dem ganzen Land.



    Weitere Informationen:

    • Die Staudämme an der Vjosa sind Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit den Flüssen auf der Balkanhalbinsel droht. Mehr als 630 Wasserkraftwerke zwischen Slowenien und Albanien sind geplant. Rechnet man dazu noch die Kleinkraftwerke, steigt die Zahl auf etwa 2.000 Wasserkraftprojekte. Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Ländern des Westbalkans die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gestartet. Mehr unter www.balkanrivers.net


    Rückfragen:
    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org  + 49 7732 92 72 10
    Ulrich Eichelmann, Riverwatch, ulrich.eichelmann@riverwatch.eu, +43 6766621512


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    In der vergangenen Woche hat die ungarische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das die Naturschutzgebiete des Landes faktisch abschafft. Damit droht auch das Fünfländer-Biosphärenreservat an Mur, Drau und Donau zu scheitern.

    Das geplante Fünfländer-Schutzgebiet umfasst die noch weitgehend ursprünglichen Flusslandschaften entlang der Mur, Drau und Donau zwischen Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Ungarn. Zusammen mit dem Naturpark Kopacki Rit und Regionalpark „Drau-Mur“ in Kroatien und dem ungarischen „Donau-Drau“-Nationalpark steht bereits der Löwenanteil des einzigartigen Flussschutzgebiets unter Schutz. Bislang war die Nationalparkverwaltung dafür zuständig zu gewährleisten, dass Natur- und Artenschutz Vorrang vor kommerziellen Interessen hatten. Doch mit der Gesetzesänderung erhält der Nationale Bodenfonds (NFA) die Verfügungsrechte über alle staatlichen Natur- und Landwirtschaftsflächen, einschließlich der Naturschutzgebiete. Dieser aber habe vor allem die Einnahmen für die Staatskasse im Blick, kritisieren ungarische Naturschützer. Zudem fehle es der NFA an fachlicher Expertise, um die Schutzgebiete im Sinne des Natur- und Artenschutzes zu verwalten und zu betreuen.

    Auch auf slowenischer Seite droht Ungemach. Dort plant die Regierung ein Wasserkraftwerk an einem der ökologisch wertvollsten Abschnitte der Mur. Obwohl die Umweltverträglichkeitsprüfung noch läuft, beantragte die slowenische Regierung letzte Woche bei der EU-Kommission bereits Fördermittel für das Bauvorhaben.



    Lesen Sie die Hintergründe zu den Entwicklungen in Ungarn und Slowenien (englisch)

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz von Mur, Drau und Donau


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    Ausgedehnte Auenwälder, malerische Ufer und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt: der Skutari-See im montenegrinisch-albanischen Grenzgebiet ist ein Paradies für Naturbegeisterte. Um die Naturschätze dieser Region bekannter zu machen, hat EuroNatur in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift natur und Kartographie Huber eine Natur-Landkarte erstellt – ab sofort erhältlich im EuroNatur-Shop.

     

    Die sorgfältig recherchierte Naturkarte bietet neben ausgewählten Rad- und Wanderrouten ausführliche Informationen und anschauliche Bilder zu den verschiedenen Lebensräumen,  zu Tier-, Vogel- und Pflanzenarten sowie zum Jahreslauf des Sees.

    EuroNatur setzt sich bereits seit vielen Jahren für den Schutz dieser einmalig schönen Seenlandschaft ein. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in der Karte zahlreiche Information zu den Besonderheiten der Region zusammengetragen. Diese ermöglichen Naturinteressierten intensive Einblicke in eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Allein mehr als 280 Vogelarten können Vogelfreunde hier übers Jahr beobachten, darunter Krauskopfpelikan, Löffler und Schelladler. Auch zahlreiche Reptilien, Insekten, Orchideen und Wasserpflanzen finden hier einen idealen Lebensraum.


    Neugierig geworden? Dann holen Sie sich die Naturerlebniskarte Skutari-See und tauchen Sie ein in ein einzigartiges Naturparadies.


    Die Karte kostet 8,90 Euro und ist exklusiv im EuroNatur-Shop erhältlich.



    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz des Skutari-Sees




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    Anlässlich des Weltzugvogeltags am 9. und 10. Mai gibt die Naturschutzstiftung EuroNatur heute das diesjährige „Europäische Storchendorf“ bekannt. Am 13. Juni wird das serbische Dorf Taraš die begehrte Auszeichnung erhalten.

    Serbisches Dorf erhält begehrte Auszeichnung ++  Am 9. und 10. Mai ist Weltzugvogeltag

    Pressmitteilung vom 8. Mai 2015

     

    Radolfzell.   Anlässlich des Weltzugvogeltags am 9. und 10. Mai gibt die Naturschutzstiftung EuroNatur heute das diesjährige „Europäische Storchendorf“ bekannt. Am 13. Juni  wird das serbische Dorf Taraš die begehrte Auszeichnung erhalten. „Taraš engagiert sich in herausragender Weise mit umfangreichen Aktivitäten für den Schutz der Weißstörche und ihrer Nahrungsgründe“, begründet EuroNatur-Präsidentin Christel Schroeder die Wahl des Europäischen Storchendorfs 2015.

    Taraš liegt im Zentrum der Vojvodina, im serbischen Banat. Die Wiesen und Weiden in den Überschwemmungsbereichen der Theiß bieten den Weißstörchen einen reich gedeckten Tisch. Nicht umsonst brütet in Taraš die landesweit größte Zahl an Weißstörchen. Das Dorf setzt sich dafür ein, den Störchen auch in Zukunft optimale Lebensbedingungen zu bieten. Bereits vor 11 Jahren wurden im Rahmen des Projekts „Sichere Nester für die Weißstörche“ 11 Nistplattformen als Alternativen zu Nestern auf Strommasten installiert. In Zusammenarbeit mit dem regionalen Elektrizitätsunternehmen ist die Vereinigung „Lokale ökologisch-pädagogische Herausforderung“ seit 2014 dabei, im gesamten Gemeindegebiet weitere 40 Horstunterlagen anzubringen.

    Groß geschrieben wird außerdem die Bewusstseinsbildung der Lokalbevölkerung für den Schutzbedarf der Störche sowie der  Feuchtwiesen und -weiden. So organisierte die Dorfgemeinschaft Taraš im Jahr 2014 gemeinsam mit dem Ortsverein der Ökologen und Angler erstmals den „Tag der Störche von Taraš“. Von diesem Jahr an wird die Veranstaltung auf zwei Tage ausgedehnt und von der neu gegründeten Bürgervereinigung „Störche von Taraš“ organisiert. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Weißstörche und ihre Lebensräume zu schützen, das Umweltbewusstsein und die Umwelterziehung in der Gesellschaft – besonders auch der Kinder und Jugendlichen – zu fördern, und für einen nachhaltigen Ökotourismus auf dem Land zu werben.  

    Mit der Initiative „Europäische Storchendörfer“ setzt EuroNatur seit vielen Jahren einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Weißstörche in Europa und schafft eine wachsende Allianz für den Schutz der Großvögel. Seit 1994 zeichnet die Stiftung Dörfer und Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Taraš ist Storchendorf Nummer 14. In Deutschland ist das im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg“ gelegene Dorf  Rühstädt seit 1996 Teil des Netzwerks.

    Hintergrundinformationen:

     

    • Die Auszeichnung „Europäisches Storchendorf“ wir Taraš am 13. Juni im Rahmen der diesjährigen „Tage der Störche von Taraš“ verliehen.


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org ,Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund




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  • 05/13/15--00:52: Wasserstopp im Auenland
  • Wie lange können Weißstorch und Turopoljeschwein noch in den üppigen Weidegründen der Save-Auen auf Nahrungssuche gehen? Der Artikel „Wasserstopp im Auenland“ in der aktuellen Ausgabe des Magazins chrismon berichtet über die geplante Staudammflut auf dem Balkan. Diese bedroht auch die einzigartige Flusslandschaft der Save.

    Lesen Sie den Artikel


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    Die Lokalregierung des mazedonischen Bezirks Ohrid plant einen Großteil des Studenchishte-Sumpfes am Ufer des Ohridsees trockenzulegen und mit Hotels, Luxuswohnungen und einem Yachthafen zu bebauen. Damit droht einer der artenreichsten Seen der Erde unwiderruflich geschädigt zu werden.

    Urbanisierungspläne gefährden einzigartige Artenvielfalt am Ohridsee im mazedonisch-albanischen Grenzgebiet 


    Presseinformation vom 19. Mai 2015


    Radolfzell. Die Lokalregierung des mazedonischen Bezirks Ohrid plant einen Großteil des Studenchishte-Sumpfes am Ufer des Ohridsees trockenzulegen und mit Hotels, Luxuswohnungen und einem Yachthafen zu bebauen. Damit droht einer der artenreichsten und nährstoffärmsten Seen der Erde unwiderruflich geschädigt zu werden. Der Ohridsee ist Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Prespa-Ohrid im albanisch-mazedonischen Grenzgebiet, das neben dem Prespa Nationalpark in Albanien auch den Galicica und den Pelister National Park in Mazedonien umfasst. Zudem zählen der mazedonische Teil des Ohridsees und seine Umgebung sowie die Stadt Ohrid zum UN-Weltnatur- und Kulturerbe der Menschheit. „Die Bezirksregierung Ohrid hat sich verpflichtet, die hohe Artenvielfalt des Biosphärenreservats zu erhalten. Der aktuelle Bebauungsplan ist damit nicht vereinbar. Wir fordern die Verantwortlichen daher auf, die Pläne zurücknehmen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur. Zu diesem Schluss kommt auch eine strategische Umweltverträglichkeitsprüfung, die Mitte Januar 2015 in Ohrid vorgestellt wurde. Danach würden die geplanten Eingriffe die „Einmaligkeit des Ökosystems des Ohridsees direkt negativ beeinflussen“. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern, sei das Vorhaben nicht umzusetzen.

    Der Studenchishte-Sumpf ist einer der letzten natürlichen Filter für das Wasser des Sees und muss dringend erhalten werden“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz. Der derzeitige Bauboom ist eine der größten Gefahren für die Artenvielfalt des Ohridsees. In den vergangenen Jahren sind an seinen Ufern Hotels und Wohnhäuser wie Pilze aus dem Boden geschossen. Mit der verstärkten Besiedlung des Gebiets wird der See zunehmend mit Abwasser belastet. Die Nährstoffeinträge drohen das fragile Ökosystem mehr und mehr aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Ohridsee ist ein wahrer Hotspot der Biodiversität: Rund 1.200 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen idealen Lebensraum - darunter 212 endemische Arten, das heißt Tiere und Pflanzen, die es nur am und im Ohridsee gibt. Doch die außergewöhnliche Biodiversität ist sehr fragil: Viele dieser Arten leben nur in einer schmalen Zone des Sees. Das macht sie besonders empfindlich für Umweltveränderungen. Ein internationales Forschungsteam um die Wissenschaftler Thomas Wilke und Christian Albrecht von der Universität Gießen stellte bereits 2008 fest, dass zahlreiche für die Region typische Tier- und Pflanzenarten bereits ausgestorben sind, während gleichzeitig immer mehr ortsfremde Arten einwandern.

    Ungeachtet dessen treibt die lokale Regierung ihre Urbanisierungspläne am Ufer des Ohridsees weiter voran. Mittlerweile hat sich eine Bürgerplattform „SOS Ohrid“ (https://ohridsos.wordpress.com/about/ ) gegen das Bauvorhaben gegründet: Auch das renommierte Hydrobiologische Institut in Ohrid übt Kritik an den Plänen der Bezirksregierung. „Wir befürchten, dass das aktuelle Bauvorhaben nur der Anfang einer ganzen Reihe von landschaftsverändernden Eingriffen ist. Ziel ist es, immer mehr Luxuswohnungen und Hotels zu schaffen. Wenn die lokale Regierung nicht umgehend ihren Kurs ändert, wird der einzigartige Artenreichtum des Ohridsees unwiderruflich verloren gehen“, sagt Thies Geertz. Nach Auffassung von EuroNatur sollte der Ohridsee auf die "Rote Liste des gefährdeten Welterbes" der Welterbekonvention gesetzt werden.



    Hintergrundinformationen:



    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Thies Geertz, Pressekontakt: Angie Rother


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    Laut einer aktuellen Studie von Riverwatch und EuroNatur über Wasserkraftprojekte in Schutzgebieten, sind zwischen Slowenien und Albanien 535 Projekte in strengen Schutzgebieten geplant, davon allein 113 mitten in Nationalparken.

    113 Wasserkraftwerke in Nationalparken geplant

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch


    Wien, Radolfzell, 21.5.2015
    .   Am kommenden Sonntag, dem 24.5. ist der "European Day of Parks", ein Tag an dem man die Naturschutzgebiete Europas feiert und ihre Vorzüge preist (www.europarc.org). Doch vor allem auf dem Balkan gibt es wenig Grund zum Feiern. Ganz im Gegenteil: Laut einer aktuellen Studie von Riverwatch und EuroNatur über Wasserkraftprojekte in Schutzgebieten, sind zwischen Slowenien und Albanien 535 Projekte in strengen Schutzgebieten geplant, davon allein 113 mitten in Nationalparken (untersucht wurden insgesamt 1.640 große, mittlere und kleine Wasserkraftwerke). Häufig mit Unterstützung von internationalen Unternehmen und Banken, vor allem aus der EU. " Damit sind nicht nur die Gebiete an sich bedroht, sondern auch der generelle Wert der Schutzkategorie. Welchen  Sinn hat die Marke ‚Nationalpark‘, wenn dort selbst Kraftwerke gebaut werden können?“, fragt Ulrich Eichelmann von Riverwatch.  

    Naturschutzgebiete sollen die Natur und deren Artenvielfalt erhalten. Das gilt ganz besonders für Nationalparke, in denen jede wirtschaftliche Nutzung untersagt ist.  Doch das wird auf dem Balkan systematisch ignoriert - sowohl von EU-Mitgliedsstaaten wie Slowenien oder Kroatien, wie auch von EU-Beitrittskandidaten wie Albanien. 535 Wasserkraftprojekte sind mitten in Nationalparken, Biosphärenparks, UNESCO-Weltnaturerbegebieten, Ramsar-Schutzgebieten oder in Natura 2000-Gebieten in Planung. "Wasserkraftwerke haben in strengen Schutzgebieten, allen voran in Nationalparken, nichts verloren. Die Banken und Finanzinstitute sowie die Europäische Union müssen die Finanzierung von Wasserkraftwerken in Schutzgebieten sofort stoppen. Denn sonst sind sie wertlos und das Artensterben geht weiter", so Gabriel Schwaderer von EuroNatur. Die 535 geplanten Wasserkraftwerke bedeuten Zerstörung der Schutzgebiete durch den Bau von Staudämmen, Straßen, Stromleitungen und häufig auch die Ableitung des Wassers.

    Die Projekte aufgeteilt nach Schutzgebieten:
    * 113 in Nationalparken
    *   23 in Biosphärenparks, Ramsar-  und Weltnaturerbegebieten
    * 131 in Natura 2000-Gebieten
    * 268 in strengen nationalen Schutzgebieten (Naturschutzgebiete, Emerald Sites)

    Darüber hinaus liegen weitere 282 Wasserkraftprojekte in weniger strengen Schutzkategorien wie in Landschaftsschutzgebieten oder Naturparks. Nimmt man diese Kategorie dazu, sind insgesamt 817 Wasserkraftprojekte auf dem Balkan in Schutzgebieten geplant.

    Und damit nicht genug: Viele der Projekte werden mit Hilfe internationaler Firmen und Banken geplant und gebaut, vor allem aus der EU. So auch in Mazedoniens  größtem Nationalpark, dem Mavrovo-Nationalpark. Dort sind 22 Wasserkraftwerke geplant, teilweise finanziert von Weltbank,  EBRD (European Bank for Reconstruction and Development) sowie der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ein weiteres Beispiel ist der albanische Nationalpark " Bredhi i Hotovës ": Dort baut das österreichische Unternehmen ENSO Hydro aktuell mit finanzieller Hilfe der Österreichischen Entwicklungsbank (OeEB) und der Weltbank Wasserkraftwerke mitten im Nationalpark.


    Weitere Informationen:

     

    • Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Der Balkanhalbinsel droht eine wahre Staudammflut. Mehr als 630 mittlere und große Wasserkraftwerke sind zwischen Slowenien und Albanien geplant (in dieser Summe sind die Kleinwasserkraftwerke nicht enthalten). Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ ins Leben gerufen.  Mehr Informationen unter: www.balkanrivers.net/de





    Rückfragen:

    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org  + 49 7732 92 72-10
    Ulrich Eichelmann, Riverwatch, ulrich.eichelmann@riverwatch.eu, +43 6766621512


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  • 05/26/15--05:35: Mangelware Lebensraum
  • Im  Europäischen Storchendorf Rühstädt finden Störche noch einen reich gedeckten Tisch und ideale Bedingungen für den Nestbau. Doch europaweit werden die Lebensräume für  Zugvögel wie den Storch immer knapper. Lesen Sie den Kommentar von EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer zum Dokumentarfilm „Im Dorf der Störche“ der ZDF-Sendereihe Planet e.

    Zum Kommentar auf zdf.de

    Sehen Sie die Dokumentation im „Im Dorf der Störche“ 


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    Die Saline Ulcinj in Montenegro ist eine der zentralen Drehscheiben für den Vogelzug an der östlichen Adria. Nun droht das Vogelparadies einem touristischen Großprojekt zum Opfer zu fallen. Im Interview mit der Zeitschrift natur berichtet EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer über die Bemühungen von EuroNatur und seinen Partnern, die Saline vor der Zerstörung zu retten.

    Zum Interview (PDF, 5 MB)


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    Auch in diesem Jahr gibt es aus der Kinderstube der Krauskopfpelikane am Skutari-See erfreuliches zu berichten: Bei ihrem letzten Kontrollgang Ende April zählten die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung 29 flügge Pelikanküken.

    Zwar lassen die vorläufigen Zahlen darauf schließen, dass die diesjährige Brutsaison nicht so erfolgreich sein wird wie im Frühjahr 2014 (wir berichteten). Die geringere Zahl der geborenen Jungvögel liegt aber im Bereich der natürlichen Schwankungen. „Mit Blick auf die niedrige Sterblichkeitsrate können wir auch in diesem Jahr von einer erfolgreichen Brutsaison sprechen“, sagt EuroNatur-Projektleiter Pavel Bečka.

    Im Vergleich zum vergangenen Jahr brüteten die Pelikane ausschließlich auf der großen Brutplattform, die Anfang des letzten Jahres im Nationalpark installiert worden war. Die Brutplattform ist Teil eines Maßnahmenpakets, das EuroNatur mit Unterstützung des Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF) gemeinsam mit seinen Partnern Noé Conservation, Tour du Valat, The Association for Protection of Aquatic Wildlife in Albania (APAWA), dem Naturhistorischen Museum Montenegro, dem Zentrum für Vogelforschung und Beobachtung (CZIP) und der Nationalpark-Verwaltung Skutari-See zum Schutz der Tiere entwickelt hat. Neben der Brutplattform haben auch die Ranger des Nationalparks zum Bruterfolg beigetragen. Mit engmaschigen Kontrollen verhinderten sie Störungen der Pelikane durch Vogeljäger und Fischer.

    Erfahren Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Pelikane

     

     

     


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    Vor einem Jahr zerstörte eine Jahrhundertflut weite Landstriche auf dem Balkan. Doch anstatt die richtigen Lehren daraus zu ziehen, arbeiten die Regeirungen der betroffenen Länder weiter gegen die Natur, wie ein Beitrag des ARD-Europamagazins zeigt.

    Vor einem Jahr zerstörte eine Jahrhundertflut weite Landstriche in Kroatien, Bosnien und Serbien. Doch anstatt die richtigen Lehren daraus zu ziehen, arbeiten die Entscheidungsträger der Länder weiter gegen die Natur, wie der Beitrag „Hochwassergefahr durch Flussbegradigung“ des ARD-Europamagazins eindrücklich zeigt.

    Die verheerenden Überschwemmungen an der Save in Kroatien und Bosnien-Herzegowina  waren zum großen Teil menschgemacht. Zu viele Abschnitte entlang der Save sind kanalisiert oder gestaut. Wo früher Auenwälder das Hochwasser auffangen konnten, trennen heute Dämme und Deiche den Fluss von diesen natürlichen Überschwemmungsflächen.

    EuroNatur und seine Partner vor Ort fordern seit langem, die historischen Überschwemmungsgebiete zu renaturieren und die bestehenden Auenlandschaften zu erhalten. Für die Regierungen in Zagreb ist das offensichtlich keine Option. Sie setzt weiter darauf,  den Fluss zu kanalisieren, zu regulieren und zu verbauen. So sind allein in Kroatien sechs neue Wasserkraftwerke an der Save geplant.  

    Die Bauvorhaben in Kroatien sind nur ein Teil einer wahren Staudammflut, die derzeit über den Balkan rollt. Mehr als 630 mittlere und große Wasserkraftwerke sind zwischen Slowenien und Albanien geplant (in dieser Summe sind die Kleinwasserkraftwerke nicht enthalten). Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ ins Leben gerufen.  


    Sehen Sie den ARD-Beitrag vom 31.05.2015

    Mehr Informationen zur Kampagne

     

     

     


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    Laut einer aktuellen Studie von Riverwatch und EuroNatur über Wasserkraftprojekte in Schutzgebieten, sind zwischen Slowenien und Albanien 535 Projekte in strengen Schutzgebieten geplant, davon allein 113 mitten in Nationalparken.

    113 Wasserkraftwerke in Nationalparken geplant

     

    Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur und Riverwatch


    Wien, Radolfzell, 21.5.2015
    .   Am kommenden Sonntag, dem 24.5. ist der "European Day of Parks", ein Tag an dem man die Naturschutzgebiete Europas feiert und ihre Vorzüge preist (www.europarc.org). Doch vor allem auf dem Balkan gibt es wenig Grund zum Feiern. Ganz im Gegenteil: Laut einer aktuellen Studie von Riverwatch und EuroNatur über Wasserkraftprojekte in Schutzgebieten, sind zwischen Slowenien und Albanien 535 Projekte in strengen Schutzgebieten geplant, davon allein 113 mitten in Nationalparken (untersucht wurden insgesamt 1.640 große, mittlere und kleine Wasserkraftwerke). Häufig mit Unterstützung von internationalen Unternehmen und Banken, vor allem aus der EU. " Damit sind nicht nur die Gebiete an sich bedroht, sondern auch der generelle Wert der Schutzkategorie. Welchen  Sinn hat die Marke ‚Nationalpark‘, wenn dort selbst Kraftwerke gebaut werden können?“, fragt Ulrich Eichelmann von Riverwatch.  

    Naturschutzgebiete sollen die Natur und deren Artenvielfalt erhalten. Das gilt ganz besonders für Nationalparke, in denen jede wirtschaftliche Nutzung untersagt ist.  Doch das wird auf dem Balkan systematisch ignoriert - sowohl von EU-Mitgliedsstaaten wie Slowenien oder Kroatien, wie auch von EU-Beitrittskandidaten wie Albanien. 535 Wasserkraftprojekte sind mitten in Nationalparken, Biosphärenparks, UNESCO-Weltnaturerbegebieten, Ramsar-Schutzgebieten oder in Natura 2000-Gebieten in Planung. "Wasserkraftwerke haben in strengen Schutzgebieten, allen voran in Nationalparken, nichts verloren. Die Banken und Finanzinstitute sowie die Europäische Union müssen die Finanzierung von Wasserkraftwerken in Schutzgebieten sofort stoppen. Denn sonst sind sie wertlos und das Artensterben geht weiter", so Gabriel Schwaderer von EuroNatur. Die 535 geplanten Wasserkraftwerke bedeuten Zerstörung der Schutzgebiete durch den Bau von Staudämmen, Straßen, Stromleitungen und häufig auch die Ableitung des Wassers.

    Die Projekte aufgeteilt nach Schutzgebieten:
    * 113 in Nationalparken
    *   23 in Biosphärenparks, Ramsar-  und Weltnaturerbegebieten
    * 131 in Natura 2000-Gebieten
    * 268 in strengen nationalen Schutzgebieten (Naturschutzgebiete, Emerald Sites)

    Darüber hinaus liegen weitere 282 Wasserkraftprojekte in weniger strengen Schutzkategorien wie in Landschaftsschutzgebieten oder Naturparks. Nimmt man diese Kategorie dazu, sind insgesamt 817 Wasserkraftprojekte auf dem Balkan in Schutzgebieten geplant.

    Und damit nicht genug: Viele der Projekte werden mit Hilfe internationaler Firmen und Banken geplant und gebaut, vor allem aus der EU. So auch in Mazedoniens  größtem Nationalpark, dem Mavrovo-Nationalpark. Dort sind 22 Wasserkraftwerke geplant, teilweise finanziert von Weltbank,  EBRD (European Bank for Reconstruction and Development) sowie der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ein weiteres Beispiel ist der albanische Nationalpark " Bredhi i Hotovës ": Dort baut das österreichische Unternehmen ENSO Hydro aktuell mit finanzieller Hilfe der Österreichischen Entwicklungsbank (OeEB) und der Weltbank Wasserkraftwerke mitten im Nationalpark.


    Weitere Informationen:

     

    • Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“: Der Balkanhalbinsel droht eine wahre Staudammflut. Mehr als 630 mittlere und große Wasserkraftwerke sind zwischen Slowenien und Albanien geplant (in dieser Summe sind die Kleinwasserkraftwerke nicht enthalten). Um der Zerstörung entgegen zu wirken, haben EuroNatur und Riverwatch gemeinsam mit Partnern aus den Balkanländern die internationale Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ ins Leben gerufen.  Mehr Informationen unter: www.balkanrivers.net/de





    Rückfragen:

    Katharina Grund – EuroNatur: katharina.grund@euronatur.org  + 49 7732 92 72-10
    Ulrich Eichelmann, Riverwatch, ulrich.eichelmann@riverwatch.eu, +43 6766621512


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    Gesteigerte Aufmerksamkeit erfuhr das „Grüne Band Europa“ bei der Green Week in Brüssel, wo sich vergangene Woche Naturschutzexperten aus ganz Europa trafen. EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer präsentierte in diesem Rahmen die einzigartige Naturschutzinitiative.

    Gesteigerte Aufmerksamkeit erfuhr das „Grüne Band Europa“ bei der Green Week in Brüssel, wo sich vergangene Woche Naturschutzexperten aus ganz Europa trafen.  EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer präsentierte in diesem Rahmen die Initiative und legte dar, wie die Menschen in Europa  von dem einzigartigen Lebensraumverbund des Grünen Bandes profitieren.


    Die Green Week ist eine Konferenz zu Fragen der Europäischen Umweltpolitik und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Natur und Biodiversität“. In zahlreichen Vorträgen tauschten sich die Teilnehmer unter anderem zum Schutz der Weltmeere, zu europaweiten Waldstrategien sowie zum Schutzgebietsnetz Natura 2000 aus und zeigten neue Wege im Natur- und Umweltschutz auf.

     

    Mehr zur Green Week 2015  in Brüssel (englisch)

    Zum Vortrag „Vom Eisernen Vorhang zum Grünen Band Europa“(englisch)

    Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz des Grünen Bandes Europa

     

     

     


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    Im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas" laden EuroNatur und Riverwatch vom 25. bis 27. September 2015 zu den „Balkan Rivers Days“ in Belgrad ein – die erste Veranstaltung dieser Art in Europa.

    Im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas" laden EuroNatur und Riverwatch vom 25. bis 27. September 2015 zu den „Balkan Rivers Days“ in Belgrad ein – die erste Veranstaltung dieser Art in Europa. Im Mittelpunkt stehen die Flüsse auf dem Balkan, ihr herausragender ökologischer Wert und ihre Bedrohung durch die Wasserkraftlobby. Ziel ist es, Organisationen zum Schutz der Flüsse, lokale Initiativen, Anti-Staudamm Bewegungen, Fischer und andere Flussliebhaber vom Balkan und aus dem Rest der Welt zusammen zu bringen, Netzwerke zu bilden und gemeinsam Strategien zum Schutz der Balkanflüsse zu entwickeln.


    Nirgendwo sonst in Europa gibt es eine vergleichbare Vielzahl und Vielfalt natürlicher und unzerstörter Flusslandschaften wie auf dem Balkan.
    Doch nahezu alle Balkan-Flüsse sollen für die Wasserkraftnutzung ausgebaut werden. Mehr als 630 mittlere und größere Wasserkraftwerke mit einer Leistung von über einem Megawatt sind auf der Balkanhalbinsel geplant.


    Bitte helfen Sie uns und verbreiten Sie diese Einladung an alle Flussliebhaber, die an der Veranstaltung interessiert sein könnten! Die Teilnahme ist kostenlos.


    Einladung und Programm stehen hier zum Download bereit.

    Mehr über die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“

     

     


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    Die Donau und ihre Nebenflüsse wie Drau und Mur sind Europas größtes Flusssystem. Tausende von Menschen, Pflanzen- und Tierarten sind darauf angewiesen. Nichtsdestotrotz gefährden menschliche Eingriffe wie Kanalisierung von natürlichen Flussläufen und Staudämme das Flussnetz.

    EuroNatur und WWF veröffentlichen Studie zum Revitalisierungspotential in der Region Mur-Drau-Donau 

    Pressemitteilung vom 26. Juni 2015


    Radolfzell, Wien, Zagreb, Budapest.
    Die Donau und ihre Nebenflüsse wie Drau und Mur sind Europas größtes Flusssystem. Tausende von Menschen, Pflanzen- und Tierarten sind darauf angewiesen. Nichtsdestotrotz gefährden menschliche Eingriffe wie Kanalisierung von natürlichen Flussläufen und Staudämme das Flussnetz. „Der internationale Donau-Tag erinnert uns daran, dass wir die Funktion unserer Wasserökosysteme durch den Schutz und die Revitalisierung von Flüssen stärken  müssen, um sie als Lebensadern für künftige Generationen zu sichern“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur. EuroNatur hat in Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich aktuell die Studie „Revitalisierung von Europas Amazonas“ veröffentlicht. Diese gibt erstmals eine umfassende Einschätzung des Revitalisierungspotentials der Flusslandschaften von Mur, Drau und Donau im Fünfländereck  Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und Serbien.


    Der Bericht, ausgearbeitet von Ulrich Schwarz von FLUVIUS, zeigt klar, dass eine Gesamtfläche von 650 Kilometern Flussufer saniert, 120 Seitenkanäle wieder verbunden und 160.000 Hektar Flussauen neu geschaffen werden könnten. Das bedeutet ein enormes Revitalisierungspotential für das Flussökosystem, welches sich Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und Serbien im künftigen Fünf-Länder-UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau teilen. Die Studie untersuchte eine Flusstrecke von insgesamt 725 Kilometern und ein Gebiet von mehr als 880.000 Hektar.


    In vorangegangenen Jahren wurden nur vereinzelte Revitalisierungsprojekte in diesem Gebiet ausgeführt und sie konzentrierten sich vor allem auf kleine Flussgebiete. Um die Widerstandsfähigkeit von Wasserökosystemen am effektivsten zu stärken, fordern EuroNatur und der WWF Österreich die Regierungen dazu auf, ehrgeizigere Anstrengungen zu unternehmen, um Flüsse zu revitalisieren. „Gesunde Flüsse, Feuchtgebiete und Auen liefern ein großes Spektrum an Ökosystem-Dienstleistungen, darunter Trinkwasser und Hochwasserschutz, und sie sind eine ‚Versicherung‘ gegenüber zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels“,  sagt Arno Mohl vom WWF Österreich. Darüber hinaus wäre die Investition von ca. 1,1 Milliarden Euro in die Revitalisierung der Flüsse Mur, Drau und Donau ein starker Motor zur Förderung der lokalen Wirtschaft.


    Verglichen mit anderen Flüssen in Europa, sind die Flussabschnitte von Mur, Drau und Donau innerhalb des grenzüberschreitenden UNESCO Biosphärenparks noch in einem natürlicheren Zustand. Jedoch ist in den letzten 100 Jahren auch dort ein beträchtlicher Anteil an natürlichen Flussläufen und Auen verloren gegangen. Bis heute schreiten Lebensraum- und Artenverlust in dem Gebiet zunehmend fort - das Ergebnis von Flusskanalisierung, Kiesgewinnung und dem Bau von Wasserkraftwerken.


    Alles in allem sind bereits über 465.000 Hektar oder 80 Prozent ehemaliger Flussauen verloren gegangen und jedes zweite natürliche Flussufer ist verschwunden. Diese zunehmende Schädigung von natürlichen Flusslandschaften schwächt die Flüsse und ihre Auen durch Aushöhlung  des Flussbetts, sinkende Grundwasserspiegel und das Austrocknen von Feuchtgebieten und Auenwäldern. Die Folge ist wiederum der Verlust gefährdeter Lebensräume und Arten. Umfassende Revitalisierungsmaßnahmen wie sie erstmals in der aktuellen Studie konkret aufgeführt werden, würden diese negativen Auswirkungen umkehren und bedrohten Flussvögeln wie Zwergseeschwalbe, Flussregenpfeifer, Eisvogel oder Bienenfresser helfen zu überleben.


    Des Weiteren brächten Sanierungsmaßnahmen zusätzlich Ökosystem-Dienstleistungen für örtliche Gemeinden: Darunter fallen besserer Hochwasserschutz, Grundwassersicherung, Wasserreinhaltung und dadurch gesundes Trinkwasser. In weiterer Folge hat dies positive Auswirkungen auf die Fischpopulationen und erhöht die Qualität der Naherholung.


    Die Studie gibt es hier zum Download.


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Pressekontakt : Katharina Grund, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer


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    Vom 25.-27. Juni 2015 fand die 12. Konferenz der Europäischen Storchendörfer in Čigoć, Kroatien, statt. Weit mehr als 50 Teilnehmer folgten der Einladung des Europäischen Storchendorfs Čigoć.

    „Europäische Storchendörfer“ fordern verbesserten Schutz

    Pressemitteilung vom 29. Juni 2015

     

    Radolfzell.   Vom 25.-27. Juni 2015 fand die 12. Konferenz der Europäischen Storchendörfer in Čigoć (Gemeinde Sisak), Kroatien, statt. Weit mehr als 50 Teilnehmer folgten der Einladung des Europäischen Storchendorfs Čigoć. Neben den Bürgermeistern und Vertretern aus 11 Europäischen Storchendörfern nahmen auch ausgewählte internationale Weißstorchexperten teil, sodass insgesamt 13 Nationen vertreten waren. Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur zeichnet europäische Gemeinden aus, die sich um den Storchenschutz besonders verdient gemacht haben. Im Jahr 1994 war Čigoć das erste Europäische Storchendorf, das die begehrte Auszeichnung erhielt. Inzwischen umfasst das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer 14 Gemeinden in Europa.

    „Die Weißstorchvorkommen haben sich in den letzten Jahren zwar in vielen Regionen Europas etwas erholt, aber der Verlust von Feuchtwiesen und -weiden, die zu den wichtigsten Nahrungsflächen der Weißstörche gehören, schreitet dramatisch voran. Wir fordern neben dem strengen Schutz dieser bedrohten Lebensräume auch die Renaturierung von bereits zerstörten Feuchtwiesen“, betonte Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der EuroNatur Stiftung in Čigoć. Grasökosysteme, zu denen die Feuchtwiesen und -weiden gehören, zählen zu den artenreichsten Ökosystemen überhaupt. Allerdings ist die Artenvielfalt der Grasökosysteme zunehmend durch die Aufgabe der extensiven Weidewirtschaft zu Gunsten der intensiven Landwirtschaft bedroht. Zudem weisen mehr als drei Viertel aller erhaltenen Grasökosysteme in der Europäischen Union einen ungünstigen Erhaltungszustand auf.

    In der auf der 12. Konferenz der Europäischen Storchendörfer verabschiedeten ‚Erklärung von Čigoć‘ bringen die Europäischen Storchendörfer sowie internationale Storchenexperten ihre Sorge über die bestehenden Bedrohungen für Weißstörche zum Ausdruck. Vor allem der unvermindert rasch voranschreitende Verlust an extensiv genutzten, feuchten Wiesen und Weiden, wirkt sich vielerorts sehr negativ auf die Vorkommen der Weißstörche aus. Die Teilnehmer der 12. Konferenz der Europäischen Storchendörfer fordern dringend den Schutz der feuchten Wiesen und Weiden sowie die Renaturierung von bereits zerstörten Feuchtwiesen. Auch den Stromtod von ungezählten Weißstörchen und anderen Großvögeln prangern die Europäischen Storchendörfer an und fordern zumindest die Umsetzung der bestehenden Richtlinien zur Sicherung von Strommasten und -leitungen. Ferner fordern die Europäischen Storchendörfer, die Planungen zum Ausbau des Flugplatzes Grenchen zu stoppen, da hierdurch das Storchenvorkommen im Europäischen Storchendorf Altreu (Schweiz) massiv bedroht würde.

    In einer Feierstunde unterzeichneten die Bürgermeister und offiziellen Vertreter aus zehn Europäischen Storchendörfern eine Kooperationsvereinbarung, mit der sie sich zum effektiven Schutz des Weißstorchs und seiner Lebensräume auf ihren Gemarkungen verpflichten. Die Europäischen Storchendörfer möchten dadurch auch ein vorbildliches Beispiel für einen europaweit koordinierten Naturschutz geben, der sich an regionalen Bedürfnissen orientiert. Die bisher umgesetzten Maßnahmen umfassen unter anderem das systematische Monitoring der Storchenbestände, die Bereitstellung von Unterlagen für den Horstbau, den sicheren Umbau von vogelgefährlichen Strommasten und -leitungen, die Erhaltung und Wiederherstellung extensiv genutzter Wiesen und Weiden sowie Umweltbildungsarbeit. Die Erfahrungen in den Europäischen Storchendörfer zeigen, dass sich die Aktivitäten zum Storchenschutz nicht nur positiv auf die Weißstörche, sondern auch auf die Menschen in ihren Gemeinden auswirkt. Denn eindrucksvolle Storchenkolonien ziehen nicht nur weitere Störche, sondern auch viele Besucher an.

     

    Hintergrundinformationen:

     


    Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Katharina Grund


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